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Hausverkauf bereits vor dem Tod vertraglich festlegen

02.09.2019 18:22 |
Preis: 48,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ein guter Bekannter von fast 90 Jahren bewohnt alleine sein Haus. Er ist seit 3o Jahren geschieden und hat noch einen erwachsenen Sohn, den er so gut wie nicht mehr sieht und zu dem er keine guten Beziehungen mehr unterhält.

Ich würde gerne das Haus kaufen und der alte Herr wäre auch froh, wenn ich sein Haus nach seinem Tod übernehmen würde. Ich wäre gerne bereit, die nächsten Jahre noch zur Miete weiter zu wohnen, wenn ich ich sicher gehen könnte, nach dem Tod meines Bekannten das Haus zu einem vorher festgelegten Preis kaufen zu können. Meine Befürchtung ist, dass sein Sohn das Haus später einmal selbst behalten möchte oder zu einem Höchstpreis verkaufen will.

Ein jetziger Hausverkauf mit lebenslangem Wohnrecht möchte der alte Mann nicht machen und das kann ich auch verstehen. Ein Vorkaufsrecht hilft mir auch nicht, wenn der Sohn nicht verkaufen möchte oder einen teuren Preis fordert.

Kann ich bereits jetzt einen Kaufvertrag abschliessen, der nach dem Tod des alten Mannes in Kraft tritt und der nicht von seinen Erben angefechtet werden kann? Was sollte so ein Vertrag denn beinhalten? Muss das notariell abgesichert werden? Was passiert wenn der alte Mann ein Pflegefall wird und er unter Umständen mehrere Jahre ins Pflegeheim muss? Kann der alte Mann oder ich von dem Vertrag zurücktreten?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ein Vertrag, der zu einem bestimmten Ereignis (als Bedingung) in Kraft tritt, ist möglich.

Dieser Vertrag muss notariell beurkundet werden, da er sonst keine Wirksamkeit erfaltet. Das bedeutet, Sie und Ihr Bekannter müssen einen Notar beauftragen.


Im Vertrag muss das Objekt, der Kaufpreis und das Ereignis als Bedingungseintritt müssen als Mindestvoraussetzungen im Vertrag enthalten sein.

Aber Sie werden keine 100%ige Sicherheit haben, dass der Vertrag nicht angefochten wird:


Der Sohn als Erbe könnte den Vertrag anfechten, wenn der Bekannte ggfs. weit unter Preis verkauft oder Bedenken an der Geschäftsfähigkeit bestehen.


Sollte der Bekannte ein Pflegefall werden und dann sterben,könnte auch möglicherweise ein Träger der Sozialleistungen den Vertrag anfechten.

Das Risiko der Anfechtung können Sie also nicht ausschließen.

Auch könnten die Vertragsparteien dann den Wegfall der Geschäftsgrundlage einwenden und damit den Vertrag zumindest überprüfbar machen. Daher sollte dieser Fall im Notarvertrag auch geregelt werden.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin


Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 02.09.2019 | 20:08

Was meinen Sie mit "Wegfall der Geschäftsgrundlage"? Im Notarvertrag wird ja gerade der Todesfall als Grundvoraussetzung festgelegt?
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.09.2019 | 20:20

Sehr geehrter Ratsuchender,


damit ist Ihre Frage gemeint, wenn Ihr Bekannter Pflegefall wird.


Derzeit geht man ja davon aus, dass er im Haus wohnen bleibt und nicht in ein (teures) Pflegeheim kommt.

Das wäre dann aber eben eben seine solche Änderung.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin


Sylvia True-Bohle

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