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Hartz 4 Bescheid

05.12.2017 02:07 |
Preis: 33,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo,

ich habe meinen Bescheid (11.08.) zu spät bzw. fehlerhaft überprüft und bin zu folgenden Fehler gekommen.

Nach Einsendung der Unterlagen für den Antrag habe ich noch ein Schreiben beigefügt, dass die Miete in den letzten 2 Jahren stets erhöht wurde. Von ursprünglich 695 KM + 100€ NK liegt sie aktuell bei 780 KM + 130NK.

Auf den Kontoauszügen sollte meine Sachbearbeiterin es auch erkannt haben.

Nun habe ich mal auf den Bescheid geschaut und erkannt das sie die Kosten für die Unterkunft mit 695 KM + 100 Nk berechnet hat anstatt anders.

Was kann ich nun tun?

Zudem soll ich umziehen weil die Miete zu teuer ist und wir zu dritt nur 615 KM und Max 75qm haben sollten und aktuell aber 100qm haben. Nach mehreren Telefonaten mit Maklern etc. wurden wir abgewiesen, da wir Hartz 4 beziehen.

Falls ich keine Wohnung finde, wie geht es dann weiter? Auf den Differenzbetrag der ab Februar abgezogen wird, also der Teil der die angemessene Miete übersteigt, können wir nicht verzichten, da es so schön schwierig ist.

Danke für Ihre Antwort.

Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn im Bescheid vom 11.08.2017 von unzutreffenden Unterkunftskosten ausgegangen wurde, können Sie einen Überprüfungsantrag stellen. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, dass der Bescheid nochmals geprüft wird, auch wenn die Widerspruchsfrist längst verstrichen ist.


Eine möglichen Kürzung der Unterkunftskosten kann dann vermeiden werden, wenn Sie nachweisen können, dass Sie keinen angemessenen Wohnraum finden können.

Dafür reichen allerdings Telefonate bei Maklern nicht aus.

Sie müssen sich nachweislich bei den Wohnungsbaugesellschaften Ihrer Stadt um Wohnraum bemühen.Darüberhinaus müssen Sie sich auch über den Kommunalen Wohnungsservice Ihrer Stadt für die Anmietung einer öffentlich geförderten Wohnung vormerken lassen. Über die genannten Bemühungen können Sie dem Leistungsträger Nachweise vorlegen.

Uabhängig davon werden Sie sich auch auf dem freien Wohnungsmarkt um die Anmietung einer Wohnung bemühen müssen; z.B. über Anzeigen in den Tageszeitungen.

Wichtig ist, dass Sie alle Bemühungen auch nachweisen und dem Leistungsträger vorlegen können.

Für die Anmietung einer Wohnung könnten im Einzelfall auch noch Besonderheiten gegeben sein, die zu berücksichtigen wären. Z.B. könnten gesundheitliche Beeinträchtigungen eines Famileinmitgliedes besondere Anforderungen an eine Wohnung stellen. Ob dieses zutreffend ist, müsste gesondert geprüft werden.

Wichtig ist aber, dass Sie sich ausreichend um Wohnraum bemühen und dieses Bemühungen nachweisen.

Sollte es dennoch zu einer Herabsetzung der Unterkunfskosten kommen, müssen Sie gegen den Bescheid dann Widerspruich einlegen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


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