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Geliehenes Geld trotz Vereinbarung nicht zurück

| 19.04.2015 22:45 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Einer Bekannten hatte ich schon 2mal Geld geliehen hatte, das sie in monatlichen Raten von 100 € mehr oder weniger regelmässig abstottert und das noch bis April 2016.

Im Sept. 2014 wollte sie dann noch mal € 2.200 haben. die sie aber in einer Summe Anfang Dez. 14 zurück zahlt, wenn Ihr zukünftiger Schwiegersohn das Geld aus seinem Hausverkauf erhält. Ich habe darüber eine schriftliche Vereinbarung, in der der Schwiegersohn namentlich aufgeführt ist. Da ich ihn auch als seriösen Mann kenne, habe ich mich darauf eingelassen.

Auf mehrere Nachfragen sagte sie lediglich, sie würde ihren Schwiegersohn noch mal darauf ansprechen. Daraufhin trat ich im März direkt an ihn und hörte, dass er bereits im letzten Nov. seiner Schwiegermutter das Geld für mich gegeben hatte und den Betrag sogar auf ihren Wunsch auf 3.000 Euro erhöht hat. Er hat nicht gewußt, dass ich es nicht erhalten habe und sagt er gebe ihr nicht noch mehr.

Als ich sie mit dieser Aussage konfrontierte, sagte sie lediglich sie habe damit andere Löcher gestopft und wolle alles offene jetzt mit 150€ monatlich zurückzahlen.

Damit bin ich nicht einverstanden. Diese letzten 2.200 € möchte ich jetzt wie vereinbart haben.
Darf ich regelmässig Beträge aus ihrer Kasse nehmen - sie hat ein Geschäft?
Oder welche Möglichkeiten habe ich?

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Frage möchte ich anhand Ihrer Angaben gerne wie folgt Stellung nehmen.

Eingangs muss ich allerdings festhalten, dass eine abschließende Beurteilung der Rechtslage ohne die Einsicht in die jeweiligen Darlehensverträge nicht möglich ist, so dass Ihnen in diesem Rahmen lediglich Grundsätzliches aufgezeigt werden kann.

Vorliegend dürfte es sich um Privatdarlehen handeln, auf die §§ 488 ff. BGB Anwendung finden. Bei meinen folgenden Ausführungen gehe ich davon aus, dass Sie in den Darlehensverträgen einen konkreten Rückzahlungstermin vereinbart haben. Ihnen geht es hier lediglich um das letzte Darlehen in Höhe von 2.200,00 EUR, so dass ich mich im Folgenden ausschließlich darauf beziehe.

In keinem Falle kann ich Ihnen dazu raten, sich eigenmächtig am Geld aus der Kasse des Geschäftes Ihrer Schuldnerin zu bedienen. Denn auf diese Weise würden die zivilrechtlichen Regelungen der Übergabetatbestände der §§ 929 ff. BGB in unzulässiger und ggfs. strafrechtlich relevanter Weise umgangen werden.

Soweit das Darlehen befristet gewährt wurde, ist es mit dem Ablauf des letzten Tages der Frist zur Rückzahlung fällig (andernfalls nach Kündigung), so dass Sie einen Rückzahlungsanspruch der Darlehenssumme zuzüglich der gesetzlichen Zinsen gem. § 488 Abs. 1 Satz 2 BGB haben.

Ihnen dürfte daher anzuraten sein, Ihrer Schuldnerin schriftlich eine Rückzahlungsaufforderung zukommen zu lassen, in der Sie eine angemessene Rückzahlungsfrist festlegen. Spätestens nach fruchtlosem Fristablauf befindet sich Ihre Schuldnerin in Verzug, so dass die Inanspruchnahme eines Rechtsanwaltes grundsätzlich erforderlich und zweckmäßig sein kann. Die Anwaltskosten sind dann grundsätzlich als Rechtsverfolgungskosten im Rahmen des Verzugsschadensersatzes auch erstattungsfähig. Sollte innerhalb der gesetzten Frist keine Zahlung erfolgen, so empfehle ich Ihnen die Beauftragung eines Rechtsanwaltes. Dieser wird üblicherweise nach einem letzten anwaltlichen (außergerichtlichen) Aufforderungsschreiben – soweit dieses fruchtlos bleiben würde – Zahlungsklage erheben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet und Ihnen weitergeholfen zu haben. Sollten Sie eine anwaltliche Vertretung wünschen, stehe ich Ihnen gerne unter meinen auf dieser Plattform ersichtlichen Kanzleidaten zur Verfügung. Mit einem Dank für das mir entgegengebrachte Vertrauen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Oliver Daniel Özkara
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 22.04.2015 | 14:05

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