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Betrug: wie bekomme ich mein Geld zurück?

| 18.05.2014 17:22 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Bei einem Darlehn ohne festen Rückzahlungstermin ist für die Geltendmachung des Rückzahlungsanspruchs eine fristgerechte Kündigung erforderlich.

Ein Bekannter hat sich Ende März kurzfristig 600 Eurogeliehen, angeblich, um damit Schulden für den Kauf einer Couch zu begleichen, für die eine Vollstreckung drohten. Er wollte das Geld sehr kurzfristig haben, hat dazu das Bankkonto angeblich seines Vaters angegeben, dann gesagt, es sei nicht rechtechtzeitig angekommen, weshalb er es über Western Union erhalten hat. Er hat via Mail schriftlich versprochen, den geliehenen Betrag innerhalb von 6 Monaten zurück zu zahlen. Den angeblich zu spät agekommenen Betrag wollte er zurücküberweisen. Diese Zusage hat er telefonisch und via What'sApp gemacht.

Der Vorgang im Überblick:
Die Bankberbindung bei der Raiffeisenbank Bad Gögging lautete XXXX, überwiesen wurde der Betrag am 28. März mit dem Hinweis, dass das Geld für XXXX bestimmt sei.
Die Geldüberweisung mit Western Union fand am 31. März statt. Überwiesen wurden 600 Euro; hinzu kamen 34,00 Euro Gebühren. Überwiesen wurde an XXXX, geboren am XXXXX
Am 2. April hat mir XXXX via What's App bestätigt, dass er das Geld erhalten habe und die zusätzliche Überweisung wieder zurücküberwiesen habe. Das ist aber nicht passiert.
Am 7. April habe ich XXXX darauf hingewiesen, dass die Überweisung noch nicht eingetroffen war, worauf einmal noch wieder via What's App die Versicherung kam, er werde sich darum kümmern.

Seitdem ist XXXX abgetaucht, reagiert nicht mehr. Ich habe herausgefunden, dass das Konto bei der Bank nicht seinem Vater, sondern einem Kumpel gehört.

Was tun? Ziemlich offensichtlicht handelt es sich um Betrug. Theoretisch hätte XXXX für die Rückzahlung der Hälfte des Betrages noch bis Ende September Zeit. Allerdings ist das wohl eher eine theoretische Geschichte, weil ja die ganze Angelegenheit nicht stimmte. Eine derzeit noch gültige Anschift habe ich nicht. Angeblich arbeitet XXXX als Koch in einem Münchner Restaurant.
Meine Fragen sind entsprechend: Was sollte ich tun, um mein Geld zurückzuerhalten? Ist es sinnvoll, einen Anwalt einzuschalten? Kann ich die Kosten dafür bei XXXX geltend machen?

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Zunächst einmal sollten Sie Anzeige erstatten, wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Bekannter Sie betrogen hat. Die dann folgenden Ermittlungen der Polizei können Ihnen ggf. in Rahmen einer zivilrechtlichen Klage helfen.

Wenn hinsichtlich des ursprünglich vereinbarten Darlehns ein konkreter Rückzahlungstermin nicht vereinbart war, müssen Sie das Darlehn erst mit einer Frist von drei Monaten kündigen, am besten per Einwurf-Einschreiben. Erst nach Ablauf dieser Frist wird der Rückzahlungsanspruch fällig. Sollte ein bestimmter Termin im September als Rückzahlungstermin bereits fest (und nachweisbar!) vereinbart worden sein, gilt im Zweifel dieser. Dann ist eine Kündigung nicht erforderlich.

Bezüglich der irrtümlich doppelt überwiesenen Summe besteht ein sofortiger Zahlungsanspruch. Fordern Sie Ihren Bekannten, auch hier empfiehlt sich ein Einwurf-Einschreiben, unter Fristsetzung zur Zahlung auf. Wenn Sie die aktuelle Anschrift nicht kennen, hilft eine Einwohnermeldeamtsanfrage.

Sobald der Gegner mit der jeweiligen Zahlung im Verzug ist, können Sie einen Anwalt beauftragen und die Anwaltskosten als Verzugsschaden geltend machen. Allerdings sind Sie Kostenschuldner des Anwalts; ob Sie den Erstattungsanspruch beim Gegner durchsetzen können, hängt u. a. auch von dessen Zahlungsfähigkeit ab.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 18.05.2014 | 18:34

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"Die Antwort von Frau Holzapfel kam schnell. Sie wahr sehr hilfreich und verstänlich obendrein. Danke. "
Stellungnahme vom Anwalt:
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