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Fehler eines Rechtsanwaltes


22.06.2005 20:14 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Sehr geehrte Damen und Herren,
gemeinsam mit meiner geschiedenen Ehefrau hatte ich vor vielen Jahren einen Kredit aufgenommen. Meine Frau hat mich und unseren gemeinsamen Sohn ein paar Jahre später verlassen. Nach der Scheidung beauftragte ich meinen Rechtsanwalt, mich dahingehend zu vertreten, meine Ex-Frau zur anteiligen Abzahlung am Kredit zu bewegen.
Zu diesem Zeitpunkt habe ich monatlich 400,00DM und Sie in unregelmäßigen Abständen 50,-- bis 100,00DM monatlich bezahlt. Meine Exfrau hatte zu diesem Zeitpunkt 2-3 geringfügige Beschäfftigungsverhältnisse, bekam Pflegeld für Ihren jetzigen Ehemann, Pflegegeld für ein Pflegekind, Ihr neuer Ehemann hatte 2 Beschäftigungsverhältnisse und sie betrienben zusätzlich noch ein Tennisheim. Dazu kam noch eine nicht unerhebliche Erbschaft. Dies hatte ich meinem RA alles mitgeteilt.
Es passierte jedoch so gut wie garnichts! Er hat mich vertröstet, hingehalten, Akten verschlampt,.... Nach fast 6 Jahren Geduld habe ich Ihn der Anwaltskammer gemeldet. Daraufhin versprach Er sofort zu handeln, wenn ich die Beschwerde zurückziehen würde. Ich setzte Ihm einen Erfüllungstermin - es geschah nichts. Ich meldete Ihn erneut bei der Kammer - es geschah weider nichts. Ich suchte mir einen neuen Anwalt zu Wahreung meiner Interessen. Der alte RA zögerte die Herausgabe der kompletten Akten fast ein Jahr hinaus.Anschließend stellte ser neue RA fest, daß alle Fristen gegen meine Exfrau inzwischen abgelaufen sind im Übrigen ist Sie jetzt 56 Jahre alt und im krankheitsbedingten Vorruhestand. Nun foderte Er seinen Kollegen auf, den Schaden über seine Haftpflichtversicherung wieder gut zu machen. Die ganze Sache wanderte nun also zu der Allianzversicherung. Diese verlangt von uns einen Nachweis darüber, daß meine Exfrau zum damaligen Zeitpunkt zahlungsfähig gewesen wäre!!!
Ich weiß zwar, daß Sie zwischenzeitlich hoch verschuldet ist und nur eine minimale Rente bezieht. Aber wie soll ich beweisen, was Sie vor nun fast 8-9 Jahren verdient hat?? Auf legale Art und Weise kann ich doch garnicht an solche Auskünfte kommen!!
Ist es wirklich alles so rcihtig??? Die Rechtsanwaltskammer sagt, sie seien für Regressansprüche nicht zuständig, die Haftpflichtversicherung stellt immer noch unmöglichere Forderungen und ich stehe kurz vor dem Ruin weil ich zwischenzeitlich mit Zinsen einen Betrag von über 20000,-- Euro abbezahlt habe - den auf einer anderen Bank aufgenommen habe.
Bitte helfen Sie mir!!!
Was kann ich tun???
Was bleiben mir noch für Möglichkeiten?????
Ich weiß wirklich keinen Ausweg mehr.

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(-in),

zunächst einmal vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Bitte haben Sie zunächst ein gewisses Verständnis dafür, dass ich mir hinsichtlich des evt. Fehlverhaltens eines Kollegen hier eine gewisse Zurückhaltung auferlege, solange ich die streitgegenständlichen Unterlagen nicht einsehen und mir dadurch ein fundiertes Urteil erlauben kann. Allerdings legt der von Ihnen mitgeteilte Sachverhalt ein schadensersatzpflichtiges Anwaltsverschulden Ihres ersten Anwalts sehr nah.

Sicher ist aber zunächst einmal, dass die Rechtsanwaltskammer hier für einen Regress falscher Ansprechpartner ist. Die Kammer hat nur die Aufgabe, Beschwerden über Anwälte nachzugehen und hier evt. Maßnahmen gegenüber dem Anwalt zu ergreifen. In diese Richtung scheint sie ja auch iniativ geworden zu sein.

Richtiger „Ansprechpartner“ für Ihre Forderungen ist die Haftpflichtversicherung Ihres ersten Anwalts, wenn diesem gegenüber nicht direkt vorgegangen werden kann oder soll.

Hier sollten Sie mit Ihrem nunmehrigem Anwalt noch einmal die weitere Vorgehensweise besprechen. Die von Ihnen zitierte Stellungnahme der Allianz – es käme auf die Zahlungsunfähigkeit Ihrer Ex-Frau an- ist angesichts der wohl vorliegenden Fristversäumnisse und anderen Unregelmäßigkeiten so ersichtlich nicht zutreffend.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de

Nachfrage vom Fragesteller 22.06.2005 | 23:28

Vielen Dank für die prompte Beantwortung Herr Dr. Schimpf!
Nur noch eine Nachfrage zur Klärung:
Kann die Haftpflichtversicherung des 1.Anwaltes von mir verlangen, daß ich einen Nachweis über die Zahlungsfähigkeit meiner Exfrau im Laufe der letzten 8 Jahre erbringe ?
Nach solanger Zeit, wie soll so etwas gehen?
Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.06.2005 | 03:23

Guten Morgen,

auf der Grundlage des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts meine ich: Nein.

Denn zum einen müssen Sie auch in einem Haftpflichtprozess nur das unter Beweis stellen, was Ihnen vernünftigerweise zumutbar ist. Zum anderen sehe ich nicht recht, warum es bei der von Ihnen geschilderten, recht offensichtlichen Pflichtverletzung hierauf kausal ankommen soll.

Mit freundlichen Grüssen

RA Schimpf

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