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Fahrzeugbeschädigung - Versicherung zahlt zu wenig


04.12.2005 13:50 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Nach der Beschädigung meines PKW durch einen Kollegen mit einem der firmeneigenen LKWs habe ich in einer Vertragswerkstatt des Herstellers meines PKW von einem anerkannten Gutachter ein Schadensgutachten anfertigen lassen. Die Reparaturkosten wurden auf € 1440 beziffert, der Zeitwert auf € 1500.
Nach Eingang des Gutachtens bei der Versicherung des Lkws (Zürich Versicherung) erhielt ich einen Anruf mit der Frage, ob ich nach Reparaturkosten oder nach Gutachten abrechnen möchte. Ich entschied mich spontan für die Gutachten-Variante. Am Freitag den 02.12. erhielt ich ein Schreiben der Versicherung in der mir die Überweisung von 998,02 Euro avisiert wurde. Abgezogen wurden Beträge für fiktive Abrechnung (€ 200), Verbringung (€ 82), Ersatzteilzuschläge (€ 81) und Kürzung der Stundenlöhne (€ 80). Es folgt eine Liste von Begründungen mit Angabe diverser Aktenzeichen damit die Abzüge glaubhaft gemacht werden sollen und sozusagen untergeschoben werden können.

Nun meine Frage: Muß ich die Kürzung hinnehmen bzw. kann ich zusätzlich Nutzungsausfall / einen Mietwagen geltend machen für die Zeit in der das Fahrzeug repariert wird? Falls ich die Kürzung bei Abrechnung nach Gutachten hinnehmen muß: Kann ich nachträglich auf Abrechnung nach Reparaturkosten / Mietwagenzahlung bestehen.
04.12.2005 | 14:18

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben summarisch beantworten möchte.

Ein Unfallgeschädigter hat grundsätzlich Anspruch auf Erstattung der in einer markengebundenen Werkstatt anfallenden, objektiv erforderlichen Reparaturkosten. Objektiv erforderlich sind alle Kostenpunkte, die vom Standpunkt eines wirtschaftlich denkenden Eigentümers in der Lage des Geschädigten für die Instandsetzung des beschädigten Fahrzeugs zweckmäßig und angemessen sind.

Allerdings hat der BGH jüngst entschieden (Urteils des BGH vom 29. 4. 2003 (VI ZR 398/02), dass der Schädiger bei fiktiver Abrechnung von Verkehrsunfallschäden den Geschädigten auf die Inanspruchnahme einer günstigeren und technisch gleichwertigen Reparatur verweisen darf. Verbringungskosten, UPE-Aufschläge, Vermessungs- und Entsorgungskosten sind bei fiktiver Abrechnung ebenso nicht zu erstatten.
Aber natürlich steht es Ihnen frei, das Fahrzeug tatsächlich reparieren zu lassen, dann sind diese Abschläge (s.o.) nicht hinzunehmen. Sie können darauf auch immer noch umstellen, da Sie die volle Dispositionsfreiheit haben. Die gestrichenen Mehrkosten würden dann zu bezahlen sein. Natürlich können Sie dann auch den Nutzungsausfall geltend machen, den merkantilen Minderwert und die Aufwandspauschale von 25,-- €.
Am Rande möchte ich erwähnen, dass Sie auch von Anfang an einen Anspruch gegen den Schädiger auf Ersatz von Anwaltskosten (für die gesamte Abwicklung, auch ohne Verzug etc.) haben.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste Orientierungshilfe gegeben zu haben. Sollten dennoch Ihre Frage nicht abschließend gelöst sein oder, nutzen Sie doch bitte die kostenlose Nachfragemöglichkeit von „frag einen Anwalt“. Natürlich stehe ich auch für die weitere Vertretung zur Verfügung – soweit dies gewünscht ist. Kontaktieren Sie mich dazu einfach über die untenstehende E-Mail-Adresse!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-


Burgwedel, den 4.11.05
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