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Exorbitante Heizkosten


| 02.11.2007 17:16 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani



hallo,
wir wohnen seit 01.07.2006 zur Miete in einem 3-Parteien-haus. Unsere Wohnung ist ca 140qm, insgesamt hat das Haus 201qm Wohnfläche (laut Nebenkostenabrechnung).
Wir sind 3 Erwachsene und ein Kind.
Vom ersten kalten TAg an, als wir heizen wollten, hatten wir Probleme damit, die sich über den ganzen Winter weiter zogen.
Kurs zusammengefasst, hat die Heizungsanlage lange Zeit nicht zu unserer Zufriedenheit funktioniert.
Das Haus hat eine Gasheizung, der Kessel scheint relativ neu, die Heizkörper in der Wohnung sind aus den 70er, sehr gross, was wohl hohe Pumpenleistung erfordert und vermutlich auch teilweise für ein Teil der Probleme verantwortlich ist.

Wir sind eher sparsame Heizer. Wenn wir nicht anwesend sind, werden die Heizkörper abgeschaltet. Wir sind alle berufstätig, das Kind ist in der KiTa. Durchschnittlich kann man sagen, dass das Wohnzimmer 5-6 Stunden pro Tag beheizt wurde und nur so, dass 18Grad aufrecht erhalten werden sollten.

Zwei der Schlafzimmer wurde versucht auch nachts zu beheizen, dies ging jedoch nicht, da die Heizkörper nachts sich komplett abgekühlt haben, obwohl die Anlage nur auf die Absenkung der Temperatur stand, nicht auf Abschalten. Das war eins unserer Probleme. Sagen wir, diese zwei Zimmer wurden im Durchschnitt 6-7 Stunden pro Tag beheizt (wenn man die morgentliche Zeit von 6 bis 7 noch dazu zählt, wenn die Heizkörper wieder angingen)

Sonstige Bewohner schlafen lieber kalt, also noch ein Paar Zimmer wurden nur an sehr kalten Tagen nur gering geheizt. Ein Bad vielleicht noch durchschnittlich 1 Std pro Tag.

Vor Kurzem haben wir eine Nebenkostenabrechnung gekriegt für den zeitraum 01.07.2006-31.12.2007.
Insgesamt beliefen sich die Heizkosten für diesen Zeitraum auf ca. 1600 Euro, Gasverbrauch für das ganze Haus lag bei 53.381 kWh Gas (wie gesagt, wir sind 140qm von insgesamt 201qm, also 70%, außer uns noch zwei Einzelherren).

Zum Vergleich - im Haus, wo wir vorher wohnten, ca 100qm, Reihenmittelhaus, Ölheizung, haben wir für ein ganzes Jahr nicht mal 600 Euro für Öl ausgeben müssen.

Unser Eindruck ist, dass die Anlage nicht richtig eingestellt ist. Auf unsere Beschwerden über nachts abfallende Leistung hat der Vermieter die Anlage immer und immer höher gestellt ohne Wirkung auf die Stabilität des Heizens aber mit Wirkung auf den Gasverbrauch.

Wir haben jetzt richtig Angst, was auf uns im nächsten Jahr für Heizkosten zukommen (da die Anlage in 2007 ja praktisch durchgehend auf irgendeinem wahnsinnig hohem Level gas verheizt hatte).

Können wir diese Heizkostenabrechnung irgendwie anfechten, besteht eine Chance diese Kosten irgendwie zu reduzieren?
Wenn ja, was müssen wir dafür machen?

Vielen Dank im voraus
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, welche ich gerne wie folgt beantworten möchte:

Generell sollten Sie zunächst einmal Einsicht in sämtliche Belege nehmen, welche Ihr Vermieter zur Berechnung der Heizkosten herangezogen hat. Vielleicht können Sie bereits hierdurch eine erste Erkenntnis gewinnen. Ihr Vermieter ist insoweit verpflichtet, Ihnen an seinem Wohnort Einsicht zu gewähren. Tut er dies nicht, können Sie die Zahlung zurückhalten. Insbesondere dürfte dabei auch interessant und folglich bedeutsam sein, wie die Heizkosten und -verbräuche der anderen Parteien aussehen.

Andererseits könnten Sie eine Zahlung meines Erachtens insofern verweigern, als dass der erhöhte Gasverbrauch nicht zu einer höheren Heizfunktion geführt hat. Dies dürfte sich der Vermieter insofern zurechnen lassen müssen. Problematisch dürfte es jedoch werden, hier einen genauen Betrag zu beziffern.

Sollte Ihre Heizungsanlage veraltet sein, so sollten Sie einmal mit Ihrem Vermieter sprechen, ob er bereit wäre, diese auszutauschen. Zwar ist er berechtigt, die Modernisierungskosten auf Sie umzulegen. Andererseits können Sie so dennoch ggf. erhebliche Heizkosten einsparen, so dass sich dies rentieren würde.

Einen Vergleich mit dem vorangegangenen Haus bzw. der Wohnung vorzunehmen dürfte gleichwohl recht schwierig sein. Zum einen kommt es immer auf das individuelle Heizverhalten an, zum anderen auch auf die Beschaffenheit der Wohnungen. Dazu müssen Sie beachten, dass die Heizkosten allgemein im vergangenen Jahr stark gestiegen sind, was insbesondere für den Gasmarkt zählt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Dennoch sollten Sie einen Kollegen vor Ort oder Ihren Mieterverein aufsuchen, um die Angelegenheit zu erörtern.

Bei Nachfragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021
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