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Erweitertes Führungszeugnis Ehrenamt

01.03.2016 14:17 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


17:32

ich bin seit mehreren Jahren als Jugendbetreuer tätig jetzt kam die Auflage erweitertes Führungszeugnis zu beantragen.
Ich bin wegen mehrerer Kapitaldelikte durch falschen Umgang vorbestraft bis 2008. Aber nichts anderes also keine Strafen in Richtung sexueller Missbrauch o.ä.
Sehe ich es richtig das alle Straftaten im erweiterten Aufgeführt werden?
Wahrscheinlich werde ich dann wegen der Kapitaldelikte das Ehrenamt nicht mehr ausführen können.

01.03.2016 | 15:05

Antwort

von


(1162)
Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
Web: http://www.kanzlei-roth.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:

Was nicht in das Führungszeugnis aufgenommen wird, ergibt sich aus § 32 BZRG: Inhalt des Führungszeugnisses :

"Nicht aufgenommen werden

1.
die Verwarnung mit Strafvorbehalt nach § 59 StGB: Voraussetzungen der Verwarnung mit Strafvorbehalt des Strafgesetzbuchs,
2.
der Schuldspruch nach § 27 JGG: Voraussetzungen des Jugendgerichtsgesetzes,
3.
Verurteilungen, durch die auf Jugendstrafe von nicht mehr als zwei Jahren erkannt worden ist, wenn die Vollstreckung der Strafe oder eines Strafrestes gerichtlich oder im Gnadenweg zur Bewährung ausgesetzt oder nach § 35 BtMG: Zurückstellung der Strafvollstreckung des Betäubungsmittelgesetzes zurückgestellt und diese Entscheidung nicht widerrufen worden ist,
4.
Verurteilungen, durch die auf Jugendstrafe erkannt worden ist, wenn der Strafmakel gerichtlich oder im Gnadenweg als beseitigt erklärt und die Beseitigung nicht widerrufen worden ist,
5.
Verurteilungen, durch die auf
a)
Geldstrafe von nicht mehr als neunzig Tagessätzen,
b)
Freiheitsstrafe oder Strafarrest von nicht mehr als drei Monaten
erkannt worden ist, wenn im Register keine weitere Strafe eingetragen ist,
6.
Verurteilungen, durch die auf Freiheitsstrafe von nicht mehr als zwei Jahren erkannt worden ist, wenn die Vollstreckung der Strafe oder eines Strafrestes
a)
nach § 35 BtMG: Zurückstellung der Strafvollstreckung oder § 36 BtMG: Anrechnung und Strafaussetzung zur Bewährung des Betäubungsmittelgesetzes zurückgestellt oder zur Bewährung ausgesetzt oder
b)
nach § 56 StGB: Strafaussetzung oder § 57 StGB: Aussetzung des Strafrestes bei zeitiger Freiheitsstrafe des Strafgesetzbuchs zur Bewährung ausgesetzt worden ist und sich aus dem Register ergibt, dass der Verurteilte die Tat oder bei Gesamtstrafen alle oder den ihrer Bedeutung nach überwiegenden Teil der Taten auf Grund einer Betäubungsmittelabhängigkeit begangen hat,
diese Entscheidungen nicht widerrufen worden sind und im Register keine weitere Strafe eingetragen ist,
7.
Verurteilungen, durch die neben Jugendstrafe oder Freiheitsstrafe von nicht mehr als zwei Jahren die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet worden ist, wenn die Vollstreckung der Strafe, des Strafrestes oder der Maßregel nach § 35 BtMG: Zurückstellung der Strafvollstreckung des Betäubungsmittelgesetzes zurückgestellt worden ist und im Übrigen die Voraussetzungen der Nummer 3 oder 6 erfüllt sind,
8.
Verurteilungen, durch die Maßregeln der Besserung und Sicherung, Nebenstrafen oder Nebenfolgen allein oder in Verbindung miteinander oder in Verbindung mit Erziehungsmaßregeln oder Zuchtmitteln angeordnet worden sind,
9.
Verurteilungen, bei denen die Wiederaufnahme des gesamten Verfahrens vermerkt ist; ist die Wiederaufnahme nur eines Teils des Verfahrens angeordnet, so ist im Führungszeugnis darauf hinzuweisen,
10.
abweichende Personendaten gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 1,
11.
Eintragungen nach den §§ 10 und 11,
12.
die vorbehaltene Sicherungsverwahrung, falls von der Anordnung der Sicherungsverwahrung rechtskräftig abgesehen worden ist."

Sie müssen ganz konkret mitteilen, welche Straftaten Sie begangen haben und welches Strafmaß ausgeurteilt worden ist.

Verurteilungen wegen einer Straftat nach den § 174 StGB: Sexueller Mißbrauch von Schutzbefohlenen bis § 180 StGB: Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger oder § 182 StGB: Sexueller Mißbrauch von Jugendlichen des Strafgesetzbuches genießen dieses Privileg nicht. Derartige Straftaten werden stets eingetragen.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte. Fragen Sie gerne nach, wenn etwas unklar ist.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -


Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 01.03.2016 | 16:11

Eintragung hauptsächlich 263stgb also Betrug Unterschlagung. ..... bewährungsstrafen bis 2 Jahren.
Mehr steht nicht drin ..... Wichtig ist ob es im erweiterten Führungszeugnis drin steht und ob das im Jugendfussball als Betreuer Probleme macht oder es nur um Strafe wegen sexuellem Missbrauch geht.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.03.2016 | 17:32

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Die von Ihnen genannten Verurteilungen werden nach § 32 BZRG: Inhalt des Führungszeugnisses nicht aufgenommen.

Die von mir genannten Sexualstraftaten werden jedenfalls aufgeführt. Mit derartigen Taten sind Sie aber nicht belastet.



Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

ANTWORT VON

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