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Erbe als uneheliches Kind

26.08.2010 20:22 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Sehr geehrte Anwälte,

ich bin im Dezember 1983 als uneheliches Kind geboren. Meine Eltern trennten sich bereits während der Schwangerschaft, eine Vaterschaftsanerkennung liegt vor, der "Erzeuger" zahlte immer pünktlich Unterhalt. Der Vater heiratete in den 80er Jahren und hat ein eheliches Kind. Persönlicher Kontakt bestand nie. Dennoch ist zumindest der Wohnort und die Straße des Verstorbenen bekannt.

Am 25.08.2010 erfuhr meine Mutter über einen Bekannten, der dies wiederum nur über "3 Ecken" erfuhr, das mein Vater vor kurzem verstarb. Recherchen meinerseits endeten mit dem Fund der Todesanzeige auf der Webseite eines Lokalanzeigers.

Die Anzeige ist vom 11.08., der Todestag wird mit dem 27.07.2010 angegeben.

Die Familie ist in Kenntnis meiner Existenz, auch mit Namen und es wäre einfach über Dritte Kontakt mit mir aufzunehmen bzw. meine Telefonnummer zu erhalten. Offiziell ist aber von Angehörigen nichts mitgeteilt worden bzw. habe ich bis dato keine offizielle Post erhalten.

Nun meine Fragen:

1. Bis wann sollte ich auf Post warten, bevor ich weitere Schritte angehe?

2. Sollte es zu keiner Kontaktaufnahme seitens der Hinterbliebenen kommen, welche Schritte sind einzuleiten?

Vorerst möchte ich nur in Erfahrung bringen, auf welche Summe (positiv oder negativ) sich das Erbe beläuft, da zu 90%iger Sicherheit Immobilienbesitz des Vaters bestand, bzw. der Großvater wiederum sicher in Landbesitz ist.

Laufe ich Gefahr, evtl. auch Schulden zu erben?

Besten Dank im Voraus

S.

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:


1. Bis wann sollte ich auf Post warten, bevor ich weitere Schritte angehe?

Da nach § 1944 BGB die Frist für die Ausschlagung des Erbes nur 6 Wochen läuft, sollten Sie gar nicht warten, sondern selbst schon aktiv werden.

Diese Frist begann zu laufen, als Sie Kenntnis von dem Versterben des Vaters erlangt haben.

Daher haben Sie ab 25.08.2010 sechs Wochen Zeit, das Erbe auszuschlagen – wenn Sie sich denn dafür entscheiden.

Rein rechtlich steht Ihnen ein gesetzliches Erbrecht zu. Hat Sie der Vater durch Testament quasi enterbt, steht Ihnen der Pflichtteil zu, der dann gesondert bei den Erben geltend gemacht werden müsste.


2. Sollte es zu keiner Kontaktaufnahme seitens der Hinterbliebenen kommen, welche Schritte sind einzuleiten?

Soweit Sie Daten der anderen Hinterbliebenen des Vaters haben, wenden Sie sich unverzüglich an diese.

Weiterhin wird Ihnen das Nachlassgericht am Amtsgericht am Wohnort des Vaters Auskunft darüber geben, inwieweit Ihnen ein Erbrecht zusteht.


3. Laufe ich Gefahr, evtl. auch Schulden zu erben?

Das wird sich dann anhand der Auskünfte zeigen. Sollte das Erbe aus Schulden bestehen und Sie ein Erbrecht haben, sollten Sie ausschlagen.

Daher ist es wichtig, dass Sie sofort mit der Einholung der Informationen beginnen.

Nachfrage vom Fragesteller 26.08.2010 | 20:59

Sehr geehrter Herr Schwerin,

bekomme ich beim Nachlassgeriht ausführliche Information zur Höhe des Erbes oder sollte ich direkt einen Anwalt beauftragen dies in Erfahrung zu bringen? Ich würde nur sehr ungern direkten Kontakt mit den Hinterbliebenen aufnehmen bzw käme ein persönlicher Kontakt für mich nicht in Frage.

MfG

S.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.08.2010 | 21:46

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Das Nachlassgericht kann nur Auskunft über das Erbrecht an sich geben, aber nicht unbedingt über die Höhe.

Dazu müsste schon Kontakt mit den Erben aufgenommen werden.

Wenn Sie keinen direkten Kontakt wollen, ist es wohl ratsam, einen Anwalt zu beauftragen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt

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