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Erbe Lebensversicherung USA

| 27.02.2018 03:06 |
Preis: 50,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Orth, LL.M.


Zusammenfassung: Anwendung des Deutschen oder des US-amerikanischen Erbschaftssteuerrechts

Ich habe zwei Lebensversicherung von meiner Mutter(US Bürgerin) geerbt.Ich selber bin US Bürger aber lebe in Deutschland. Aus beiden Lebensversicherung soll ich jeden Monat einen Betrag von ca 6000Dollar ausgezahlt bekommen. (Auf mein deutsches Konto) ? Wo/wann und wen (USA,Deutschland)und welche Steuern muss ich zahlen.
Evtl.lasse ich mir auch eine ausbezahlen ca.145000Dollar (wenn ich mir eine ausbezahlen lasse was fällt dann an Steuern an

Einsatz editiert am 28.02.2018 17:02:48

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Frage ist, ob deutsches oder US-amerikanisches Erbschaftssteuerrecht hier zur Anwendung kommt.

Da die Erblasserin, also ihre Mutter, US Bürgerin ist, käme grundsätzlich das US amerikanisches Erbrecht und damit auch Steuerrecht zur Anwendung. Lebte ihre Mutter auch in USA und hatte dort ihren regulären Wohnsitz (residence) zum Zeitpunkt des Todes, richtet sich die Versteuerung des geerbten Vermögens nach US Erbschaftssteuerrecht.
Nur für den Fall, dass ihre Mutter in Deutschland zuletzt gelebt und gewohnt hatte, gilt deutsches Erbschaftssteuerrecht unabhängig auch von ihrer US-Staatsbürgerschaft aufgrund des Deutsch-US amerikanischen Doppelbesteuerungsabkommens.

Da ich Ihren Angaben entnehme, dass ihre Mutter beim Tode in USA gelebt hat, so kommt hier US amerikanisches Steuerrecht zur Anwendung, was sich auch aus dem erwähnten Deutsch-US amerikanischen Doppelbesteuerungsabkommen von 2001 ergibt.
So weit mir bekannt, kommt in US dann das Federal Estate Tax Gesetz zur Anwendung. Es gibt da einen Freibetrag von über 5 Millionen Dollar (Stand 2017). Nur wenn Sie diesen überschreiten, müssten Sie eine Erbschaftssteuererklärung abgeben nach diesem Gesetz.
Sodann ist noch entscheidend in welchem Bundesstaat ihre Mutter zuletzt gelebt hat. Denn es gibt noch lokales Erbschaftssteuerrecht das von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden ist. Die meisten Bundesstaaten erheben jedoch keine Erbschaftssteuern. Ich habe eine Liste, ob und in welcher Höhe Bundesstaaten eine Steuer erheben. Diese kann ich Ihnen noch nennen, wenn Sie mir den Bundesstaat mitteilen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 04.03.2018 | 08:34

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Meine Mutter hat zum Zeitpunkt des Todes in Kansas City MO gelebt.

Wie schon erwähnt hat sie zwei Lebensversicherungen die ich allerdings nicht auf einmal ausgezahlt bekommen, sondern monatlich(ca.6000Dollar /5Jahre). Ich weiss das ich in USA darauf Federal Income Tax zahlen muss(wissen sie wie hoch diese ist?)
Fällt dann in Deutschland nochmal Steuer auf diese Beträge an?
Es wäre sehr nett, wenn sie mir die Liste der Bundesstaaten/Steuern zu kommen lassen.
Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.03.2018 | 13:36

Sehr geehrter Fragesteller,

die Liste sende ich Ihnen gerne per E-Mail zu, wenn Sie mir ihre E-Mail Adresse unter orth@kanzleiarbeitsrecht.org zukommen lassen.
In Montana haben Sie keine Erbschaftssteuern zu zahlen.

Ich kann Ihnen nicht sagen wie hoch die Federal Income Tax in USA in ihrem konkreten Fall ist. Da müssen Sie einen US Steuerberater befragen, der Ihnen eine konkrete Berechnung der Steuerhöhe geben könnte.

Sofern überhaupt in Deutschland Einkommensteuer fällig wäre, was bei einer geerbten Kapitallebensversicherung nicht der Fall ist (nur Erbschaftssteuer), so käme hinzu dass in USA bereits gezahlte Einkommenssteuer darauf auch berücksichtigt, bzw. angerechnet würde, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden nach den Abkommen mit den USA.


Ich hoffe ihre Nachfrage damit verständlich beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

RA Orth, LL.M.Eur.

Bewertung des Fragestellers 06.03.2018 | 06:53

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