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Einbürgerung während/nach Auslandsaufenthalt

| 11.06.2012 02:39 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Ariane Hansen


Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrter Anwalt,

als vietnamesischer Staatsbürger lebte ich 24 Jahre (von 1985 bis 2009) in Deutschland mit meiner Frau (ebenfalls vietnamesische Staatsbürgerin) und unserer 17-jährigen Tochter (im März 1995 in Deutschland geboren). Ich arbeitete ununterbrochen von 1993 bis Juli 2009, meine Frau von 1998 bis Juli 2009, und unsere Tochter besuchte die Schule dort bis Juli 2009. Meine Frau und ich besitzen jeweils eine Niederlassungserlaubnis, unsere Tochter eine bis zum Ende unseres USA-Aufenthalts befristete Aufenthaltserlaubnis. Wir besitzen ein Haus in Deutschland, das zur Zeit vermietet ist (für die Dauer des USA-Aufenthalts).

Im August 2009 wurde ich von meinem Arbeitgeber in die USA entsandt und werde voraussichtlich nach 5 Jahren (in 2014) nach Deutschland zurückkehren. Ich besitze eine Jobgarantie bei Rückkehr von meinem Arbeitgeber. Meine Frau und meine Tochter sind mit mir ausgereist; meine Frau ist seitdem Hausfrau und unsere Tochter besucht eine amerikanische Schule.

Wir wissen, dass gemäß § 51 Abs. 2 AufenthG unsere Niederlassungserlaubnisse trotz des längeren Auslandsaufenthalts ihre Gültigkeit nicht verlieren. Trotzdem - als Vorsichtsmaßnahme - erhielten alle 3 von uns von der damals zuständigen Ausländerbehörde eine Verlängerung der nach §51 Abs. 1, Nr. 6 und 7 AufenthG nur 6 Monate langen Frist für eine Wiedereinreise (um die Niederlassungserlaubnis für meine Frau und mich sowie die Aufenthaltserlaubnis für unsere Tochter nicht zu verlieren). Diese Verlängerung gilt für 5 Jahre, d.h. bis Ende Juli 2014, dem Ende meiner Entsendung.

Wegen Studienplatzsituation unserer Tochter in Deutschland bei Rückkehr wollen wir die deutsche Staatsbürgerschaft für alle 3 von uns so schnell wie möglich, wenn möglich sogar noch vor der Rückkehr, beantragen. Meine Fragen in diesem Zusammenhang:

1. Können wir die Einbürgerung während unseres Auslandsaufenthalts in den USA beantragen? Sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einbürgerung gegeben und wo soll der Antrag eingereicht werden? Kann wenigstens unsere Tochter dies erreichen, weil sie in Deutschland geboren wurde?

2. Wenn unser Antrag bei (1) abgelehnt wird, würde dies einen (negativen) Einfluss auf einen späteren Antrag in Deutschland (nach der Rückkehr) haben? Inwiefern?

3. Wenn wir nach dem USA-Aufenthalt nach Deutschland zurückkehren, sind die Voraussetzungen für eine Aufnahme in die deutsche Staatsbürgerschaft sofort erfüllt (wegen Absatz 1 des § 12b StAG) oder gilt der USA-Aufenthalt als Unterbrechung des "gewöhnlichen Aufenthalts" (nach Absatz 2 des § 12b StAG) und wir müssen dann weitere 3 Jahre warten, um auf die erforderlichen 8 Jahre gewöhnlicher Aufenthalt zu kommen? Hat die Tatsache, dass unsere Tochter in Deutschland geboren wurde, auf dies einen Einfluss?

Vielen Dank für verständliche, ausführliche und klare Antworten im Voraus.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts beantworten möchte.

Nach § 12 b Abs. 1 Satz 2 könnte in ihrem Fall der Aufenthalt fortbestehen, wenn Sie innerhalb der von der Ausländerbehörde bestimmten Frist wieder einreisen.
Ob dies bei Ihnen der Fall ist,vermag ich aufgrund ihrer Schilderung nicht genau zu erkennen. Dazu benötige ich weitere Informationen von Ihnen bzw. von der Ausländerbehörde.

Wie Sie selbst richtig erkannt haben, gilt ansonsten für Sie § 12 b Abs. 2 StAG, d.h. der frühere Aufenthalt in Deutschland kann bis zu 5 Jahren angerechnet werden, so dass Sie noch 3 Jahre warten müssen, um die Einbürgerung beantragen zu können.
Für Ihre Tochter gilt leider nichts anderes.

Für die Einbürgerung zuständig ist die Stadtverwaltung Ihres Wohnortes. Den Antrag müssen Sie dort persönlich stellen.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.
Sollten noch Unklarheiten bestehen, benutzen Sie bitte die kostenlosen Nachfragefunktion.

Gern könne Sie mich auch telefonisch unter 0211-253480 kontaktieren. Ich könnte mich auch mit Ihrer Ausländerbehörde in Verbindung setzen, um noch bestehende Fragen bzw. Unklarheiten zu klären.

Mit freundlichen Grüßen

Ariane Hansen
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 11.06.2012 | 15:15

Sehr geehrte Frau Hansen,

vielen Dank fuer Ihre Antwort. Allerdings ist es für mich nicht klar geworden:

- Können Sie bitte Frage 1 beantworten? Es geht darum, ob wir einen Antrag auf Einbürgerung vom Ausland aus stellen können (wir wohnen zur Zeit ja in den USA und nicht in Deutschland). Ist das grundsätzlich möglich oder muss man sich in Deutschland befinden (bzw. einen Wohnsitz in Deutschland haben)? Wenn es möglich ist, wo müssen wir den Antrag einreichen (bei zuständigen Deutschen Konsulat?)?

- Frage 3: Da wir ja eine Verlängerung der 6-Monat-Frist von der Ausländerbehörde bekommen hatten (in Form eines Schreibens - für jeden 1 - das im Prinzip sagt, dass die Frist bis 31.7.2014 gilt) und auch innerhalb dieser verlängerten Frist zurückkehren werden, sind die Einbürgerungsvoraussetzungen sofort nach der Rückkehr erfüllt oder müssen wir doch 3 weitere Jahre warten? Welche zusätzlichen Informationen brauchen hier, um die Frage eindeutig beantworten zu können?

Ich freue mich auf Ihre Antworten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.06.2012 | 11:17

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie können die Einbürgerung auch aus den USA heraus beim Bundesverwaltungsamt in Köln stellen. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite.

Es ist durchaus möglich, dass Sie sofort eingebürgert werden können aufgrund der Bescheinigung Ihrer Ausländerbehörde nach § 51 Abs. 4 AufenthG. Die nähere Überprüfung erfolgt aber durch die Behörde. Eine Garantie kann ich Ihnen nicht geben.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne unter 0211-253480 zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Ariane Hansen
Rechtsanwältin

Ergänzung vom Anwalt 11.06.2012 | 07:25

Eine ablehnende Entscheidung hätte nach meiner Erfahrung keine negativen Auswirkungen auf einen späteren Antrag.

Mit freundlichen Grüßen

Ariane Hansen
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 14.06.2012 | 02:51

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