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Einbruch mit Diebstahl

20.10.2011 20:38 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Guten Tag.

Vor einigen Tagen hatten ein Freund und ich die Idee, in ein leerstehendes Gebäude einzubrechen, um auf dessen Dach die Aussicht zu genießen und ein paar Bier zu trinken. Wir hatten uns daheim ein wenig Mut angetrunken, einen Rucksack gepackt mit Bier, einem Bolzenschneider und einem Hammer. Dazu hatte jeder von uns eine Taschenlampe dabei, ich hatte außerdem noch ein Pfefferspray in meiner Tasche um eventuell herumstreunenden Tieren nicht schutzlos ausgeliefert zu sein.
Nach dem wir ein Vorhängeschloss aufgebrochen hatten, in der Hoffnung, dass wir so ins Treppenhaus gelangen würden, betraten wir das Gebäude. Der einzige Weg führte in den Keller, wo wir uns in dem einzigen begehbaren Raum etwas umsahen und einige Poster als Souvenir mitnahmen.
Nach etwa 15 Minuten gingen wir wieder nach oben durch die Tür hinaus durch die wir eingedrungen waren. Wir sahen Taschenlampen und versteckten uns. Als mir auffiel, dass es sich um die Polizei handelte, gingen wir den Beamten mit erhobenen Händen entgegen.
Wir wurden verhaftet und auf das Polizeipräsidium gebracht, wo wir mehrere Stunden in der Ausnüchterungszelle verbringen mussten. Ein Alkoholtest ergab bei uns beiden etwa 0,2 Promille.
Nach etwa zwei einhalb Stunden erhielten wir unsere Wertgegenstände zurück und wurde zur "erkennungsdienstlichen Behandlung" in ein anderes Präsidium gebracht, wo man uns fotografierte und unsere Fingerabdrücke nahm. Danach wurden wir entlassen. Der Rucksack samt Inhalt sowie unsere Taschenlampen wurden konfisziert.
Ich werde des "Diebstahls mit Waffe" beschuldigt, da ich ein Pfefferspray mit mir führte.
Bei dem Gebäude handelt es sich um ein seit mehreren Jahren leer stehendes ehemaliges Lagersilo.
Während meines Aufenthaltes in der Ausnüchterungszelle haben die Beamten von meinem Handy aus sich selbst angerufen, was ich dank eines Screenshots meines Handys beweisen kann. Außerdem haben sie die SMS gelesen, die ich in der Zeit erhalten habe. Letzteres kann ich zwar nicht beweisen, sie wurden jedoch nicht als ungelesen angezeigt als ich das Handy zurückerhalten habe. In wie fern das relevant ist weiß ich nicht, ich wollte es aber nicht unerwähnt lassen.
Heute kam nun eine Vorladung der zuständigen Polizeidienststelle, in der ich gebeten werde mich in wenigen Tagen in der Dienststelle einzufinden, zwecks Vernehmung als Beschuldigten.
Von Freunden habe ich gehört dass es am besten ist, eine Aussage grundsätzlich zu verweigern. Mein Menschenverstand sagt mir, dass es am besten wäre, mich vernehmen zu lassen, da dies ja der Staatsanwaltschaft vorgelegt wird. Ich denke mir, dass der Staatsanwalt erkennen wird dass es sich um keinen wirklich ernst zu nehmen Straftatbestand handelt und es bei einer Geldstrafe belässt. Wenn ich keine Aussage mache, sieht der Staatsanwalt ja nur "Diebstahl mit Waffe" und kann sich sonst was denken.
Meine Hauptsorge und die des beteiligten Freundes ist auf jeden Fall, dass wir durch diese Dummheit einen Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis bekommen.
Wie hoch schätzen Sie die Wahrscheinlichkeit ein, dass es zu einem Eintrag ins Führungszeugnis kommt? Sollen wir die Aussage machen? Und sollte ich zu dem Termin mit einem Anwalt erscheinen?
Keiner von uns beiden ist jemals zuvor polizeilich in Erscheinung getreten.

Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen


JH123
20.10.2011 | 22:10

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst einmal ist es immer anzuraten, dass bei der Polizei keine Aussage gemacht wird, einfach aus dem Grund, dass man hierbei eventuell unbedachte Sachen sagen könnte, die die Sache noch verschlimmern könnten und aus einem Diebstahl mit Waffen ein versuchter schwerer Diebstahl wird.

Ich habe es schon oft erlebt, dass sich die Angeschuldigten nur aufgrund ihrer Aussage in die Strafbarkeit gebracht haben.

Ich würde Ihnen daher dringend empfehlen, einen Verteidiger zu beauftragen, der Akteneinsicht nehmen kann und auch eine Stellungnahme abgibt.

Da dies der Normalfall ist, wird es Ihnen auch nicht negativ ausgelegt werden, wenn Sie nicht bei der Polizei erscheinen.

Rechtlich gesehen könnte das Pfefferspray als ein gefährliches Werkzeug qualifiziert werden wobei subjektiv das Bewusstsein der Verfügbarkeit bzw Gebrauchsbereitschaft vorausgesetzt wird (BGH NStZ-RR 1997, 50).

Es gilt also zu beweisen, dass Sie das Pfefferspray lediglich für die Tierabwehr bei sich geführt hatten.

Es kann aber auch versucht werden, und das kann ein Verteidiger besser als der Angeschuldigte, das Verfahren gegen eine Geldstrafe einzustellen.

Wie Sie sehen gibt es hierbei viele Optionen, die durch die Akteneinsicht sichtbar werden. Aussagen sollten Sie jedoch nicht bei der Polizei. Die Stellungnahme sollte schriftlich erfolgen.

Einen Eintrag ins Führungszeugnis kann auch durch eine Einstellung abgewendet werden.
Ansonsten droht diese, da der Diebstahl mit Waffen mit einer Mindestfreiheitsstrafe von 6 Monaten. Eine Geldstrafe ist ohne eine Einstellung des Verfahrens nicht möglich.

Wenn Sie dafür Hilfe brauchen, steht Ihnen meine Kanzlei gern zur Seite.


ANTWORT VON

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