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Diebstahl mit 15/16 - Eintrag ins Führungszeugnis?

16.06.2009 16:35 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Ich habe mit 15 oder 16 etwas in einem Laden geklaut. Der Wert lag dabei unter 3 Mark. Ich wurde erwischt, es kam zur Anzeige und die Polizei wurde verständigt - ich musste auf schriftliche Aufforderung 100DM bezahlen und hatte 1 Jahr Hausverbot. Da ich den Brief jedoch irgendwann weggeschmissen habe, weiß ich nicht wie dieses Vergehen strafrechtlich bezeichnet wurde.

Das Ganze ist nun 8-9 Jahre her und seitdem war nie wieder etwas.
Ich möchte mich nun an einer Schule als Lehrkraft bewerben und brauche dafür eine Behördenführungszeugnis.
Ist diese Tat darin vermerkt?? Denn das Behördenführungszeugnis wird dann direkt an die Schule geschickt und es wäre doch sehr peinlich, wenn das dann nicht "rein" ist.
In Internetforen war von einer Änderung ab 2002 (?) die Rede, laut derer jedes Vergehen aufgelistet wird und im Behördenführungszeugnis (gegenüber dem privaten Führungszeugnis) sowieso.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und Ihrer Angaben wie folgt:

Nach Ihren Angaben gehe ich nicht davon aus, dass Sie rechtskräftig verurteilt wurden. Vielmehr dürfte in Ihrem Fall aufgrund des niedrigen Betrags und des Umstandes, dass dies der erste und einzige Vorfall war, durch die Staatsanwaltschaft das Verfahren nach § 45 JGG eingestellt hat. Dies war auch damals üblich. Eine Einstellung nach § 45 JGG erscheint nicht in einem Behördenführungszeugnis. Selbst wenn es früher einmal eine Eintragung gegeben hätte, wäre diese inzwischen aufgrund Fristablaufs gelöscht.

Eventuelle Eintragungen wegen Maßnahmen nach dem JGG (sofern sie nicht so gravierend sind, dass sie ins Führungszeugnis aufgenommen werden) erfolgen im Erziehungsregister, §§ 59 – 64 BZRG. Dortige Eintragungen werden nach § 63 BZRG gelöscht, sobald der Betreffende 24 Jahre alt geworden ist. Aufgrund Ihrer angegebenen Daten gehe ich davon aus, dass Sie bereits 24 sind oder demnächst sein werden.

Bei den von Ihnen angesprochenen 100 DM („Fangprämie“) und 1 Jahr Hausverbot handelt es sich um Maßnahmen des Geschäfts. Diese sind rein zivilrechtlicher Natur und führen zu keinerlei Eintragungen.

Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dann können Sie bei Ihrer zuständigen Meldebehörde (Einwohnermeldeamt) einen Antrag auf Auskunft über vorhandene Eintragungen stellen, § 30 BZRG. Die Einsichtnahme in den vollständigen Auszug erfolgt dann nach § 42 BZRG bei Ihrem örtlichen Amtsgericht (oder einem anderen von Ihnen benannten Gericht).

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Schließlich möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei meiner Antwort, die nur auf Ihren Angaben basiert, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung und Orientierung handelt. Eine umfassende Beratung und Begutachtung kann meine Antwort daher nicht ersetzen. Die rechtliche Beurteilung kann durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen völlig anders ausfallen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen einen ersten Überblick geben konnte und stehe Ihnen hier gerne im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Für weitergehenden Beratungsbedarf können Sie mich gerne unter meinen Kontaktdaten ansprechen.
Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - auch per E-Mail - mit mir in Verbindung setzen. Die räumliche Entfernung stellt hier aufgrund der Möglichkeit zur Nutzung von E-Mail und Fax kein Problem dar. Im Falle einer Beauftragung wird Ihr hier gezahlter Einsatz auf die entstehenden Gebühren selbstverständlich angerechnet.

Mit freundlichen Grüßen

Elke Zipperer
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Strafrecht
Fachanwältin für Verkehrsrecht

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