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Eilt Kaufangebot Eigentumswohnung


| 16.02.2007 22:51 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Sehr geehrte Damen,
sehr geehrte Herren,

wir tragen uns mit dem Gedanken eine Eigentumswohnung zu kaufen.
Ein passendes Objekt ist gefunden. Wir haben die Möglichkeit das Objekt vor Zwangsversteigerung (2. Termin) freihändig zu kaufen. Dem vermittelnden Makler hatten wir ein schriftliches Kaufangebot unterbreitet. Nach Verhandlungen des Maklers mit der betreibenden Bank teilte man uns tel. mit, das Objekt für 2,5 T€ mehr als unser Angebot erwerben zu können, wir sagten erstmal zu.
Nun müssen wir die Finanzierung klären, die Ereignisse überschlagen sich, der Makler bringt Notarentwurf vorbei und stimmt Notartermin ab.
Die Zwangsversteigerung wird von der betreibenenden Bank erst nach Finanzierungszusage unserer Bank eingestellt, d.h.der Termin steht noch. Das Objekt wird auch noch weiterhin inseriert.


Mittlerweile sind uns immer stärkere Bedenken zum Objekt gekommen, sodass wir nun zu dem Schluss gekommen sind, das Objekt weder freihändig noch in der Zwangsversteigerung kaufen zu wollen.

Nun unsere Frage:

Wie bindend ist unser Kaufangebot, bzw. welche rechtlichen und finanz. Folgen können uns entstehen, bei einer Rücknahme des Kaufangebotes und muss die Rücknahme begründet werden?

Vorab vielen Dank für die Beantwortung
P.S: je schneller desto besser

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Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Ihr schriftliches Kaufangebot gegenüber dem Makler wurde ja erst einmal zu einem Ihren Vorstellungen entsprechenden Kaufpreis abgegeben.
Daraufhin wurde von diesem um 2,500,00 EUR abgewichen, so dass schon unabhängig von jeglichen Formvorschriften mangels zweier übereinstimmender Willenserklärungen ein Kaufvertrag nicht zustande gekommen ist.
Vielmehr stellt dieses ein neues Angebot dar, dem Sie durch Ihre Zusage erst einmal eine Annahme erklärt haben, die sodann zu zwei übereinstimmenden Willenserklärungen geführt haben könnten.
Ein Kaufvertrag ist aber schon deswegen nicht gegeben, da ein Grundstückskaufvertrag zu deren formellen Wirksamkeit der notariellen Beurkundung bedarf.
Sollte Ihr Kaufinteresse derart rechtssicher gestaltet werden, hätte auch diesbezüglich an die notarielle Form gedacht werden müssen, um Sie diesbezüglich tatsächlich „festnageln“ zu können.
Nunmehr könnte man auf die Idee kommen zu versuchen, eine Schadenersatzanspruch aus culpa in contrahendo, das heißt Verschulden bei Vertragsverhandlungen zu konstruieren, wobei jedoch die Beweislast sich auf Verkäuferseite befinden dürfte.
Diesbezüglich wird aber wiederum gegen einen derartigen Anspruch sprechen, dass das Zwangsversteigerungsverfahren „weiterläuft“ und das Objekt weiterhin inseriert wird.
Das bedeutet insbesondere auch, dass des Selbstschutzes wegen, falls Ihre Finanzierung nicht zustande kommt, nach weiteren Käuferalternativen „gefahndet“ wird, um mehr als im Zwangsversteigerungsverfahren „herauszuholen“.
Eine etwaige Begründung für die „Rücknahme“ des Kaufangebotes wird ohnehin nicht gefordert.


Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

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