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Eigentumswohnung Reservierung


| 22.09.2017 21:05 |
Preis: 40,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Zusammenfassung: Verträge über Immobilien bedürfen der notariellen Beurkundung, § 311b BGB.


Hallo,

wir haben vor einer Woche eine Eigentumswohnung besichtigt. Diese war für ca. 140 000 angeboten worden, durch kleine Mängel haben wir 10 000 Euro weniger geboten. Eine andere Interessentin hat 2000 mehr geboten, wir haben dann auf 135 000 erhöht und per E-Mail ein Reservierungsantrag bekommen, sowie eine Aussage das der Eigentümer einverstanden mit dem Preis ist. An dem Tag als wir die Reservierung erhalten haben, hat der Makler der anderen Interessentin ebenfalls die Reservierung gesendet und 4 000 Euro mehr erhalten , als den Preis den wir ausgemacht haben und auch laut Makler Aussage vom Eigentümer bestätigt wurde, dass dieser in Ordnung geht. Jedenfalls wurde uns die Absage erteilt, da die andere Person schon den Reservierungsvertrag hat. Kann man dagegen angehen? Den es wurde ein falsches Spiel getrieben vom Makler.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Gemäß § 311b BGB bedürfen Verträge über Immobilien - und dazu zählen auch Eigentumswohnungen - der notariellen Beurkundung. Das gilt in gleicher Weise für Vorverträge, also für Verträge mit dem Ziel, eine Immobilie zu reservieren.

Diese Formvorschrift wurde hier nicht eingehalten. Die Folge ist, daß Sie keine Ansprüche auf den Abschluß eines Kaufvertrags bezüglich der Eigentumswohnung haben.


2.

Auch wenn man die Absprache nicht als Vorvertrag sehen will, sondern von einer Reservierungsvereinbarung ausginge, ergäbe sich keine andere Rechtsfolge.

Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Mitteilung machen zu können.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 24.09.2017 | 20:21


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