Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.122
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Eigenbedarfskündigung nach nur 7,5 Monaten


16.07.2007 21:55 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Hallo,
Zur Vorgeschichte:
wir haben zum 15.12.2006 eine Wohnung in einem Einfamilienhaus mit ELW bezogen. In die ELW zog meine Arbeitskollegin ein. Bei Abschluss der Mietverträge sagte der VM noch zu uns wir möchten gerne jemanden der längere Zeit da wohnen bleibt, wir haben genug von dem hin und her, dies kann meine Arbeitskollegin auch bezeugen.
Meine Arbeitskollegin ist, weil sie die Miete nicht mehr zahlen konnte zum 15.05.2007 ausgezogen. Zum 01.06.2007 haben wir mit einem seperaten Mietvertrag die Einliegerwohnung dazu gemietet in der unsere 17 jährige Tochter wohnt.
Vor ca. 4 wochen ging in unserer Küche die Spülmaschine kaputt, überall Wasser, meine Vermieterin half noch beim putzen und hat umgehend den kundendienst bestellt. der hat die spülmaschine abgeklemmt und 3,5 wochen später wurde iene neue gebracht. ich war zu diesem zeitpunkt bei der arbeit(vollzeit berufstätig) und meine Tochter hat die vermieterin mit dem kundendienst herein gelassen.
Am nächsten Tag bestellte mich meine VM zu sich und sagte ich könne auch mal den Boden fegen und es störe sie das überall krümel liegen ( wir haben 3 kinder und einen hund!) und sie lege mir nahe das wir uns eine andere wohnung suchen. ich habe ihr klipp und klar gesagt das wir nicht ausziehen und ich dies auch nicht als grund jemanden rauszuwerfen ansehe.
Heute am 16.07 kome ich gegen 20 Uhr nachhause das drückt sie mir 2 Kündigungen in die Hand, eine für die obere und eine für die ELW.
Folgender Ihnhalt:
Sehr geehrter Herr XXX,

wir kündigen das Mietverhältnis hiermit fristgerecht zum 31.10.2007
Das gebäude wird an meinen Sohn herrn xxx xxx vermietet, der es für seinen Fensterbaubetrieb benötigt.
Das Gebäude wird damit seiner ursprümglich geplanten Nutzung als Bürogebäude zugeführt.
Wir möchten sie bitten alles Notwendige zu veranlassen und uns den Termin des Auszuges zu bestätigen.
Wir danken im VOrraus für Ihr Verständnis
MfG
Vermieter
Nun meine Fragen
Kann der VM nach so kurzer Zeit mit Eigenbedarf kommen, wir haben in die ELW am 14.07 erst noch die Einbauküche eingebaut.
Wir habe den Mietvertrag unterschrieben weil der VM mehrfach betont hat Ihm liege viel an Mietern die auch dableiben.
In so kurzer Zeit ist ja auch keine Wohnung hier im Ort zu finden und ich möchte auch meinem 8 jährigen Sohn nicht schon wieder einen Schulwechsel zumuten, der ja erst im Dezember 2006 stattfand.
habe wir eine Chance auf eine Unwirksamkeit der Kündigundg oder eine Verlängerung der Kündigungsfrist?
Über eine uns beruhigende Antwort würde ich mich freuen
Lg U.k
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Eine Eigenbedarfskündigung kann aus verschiedenen Gründen rechtsmissbräuchlich und mithin unwirksam sein. Die Frage der Rechtsmissbräuchlichkeit ist stets am konkreten Einzelfall zu beurteilen.
Eine Kündigung ist z.B. dann rechtsmissbräuchlich, wenn der Eigenbedarf bereits bei Vermietung vorlag oder voraussehbar war. Ist der Eigenbedarf für den Vermieter bereits zum Zeitpunkt des Abschlusses des Mietvertrages vorhersehbar gewesen, ist eine Kündigung für einen gewissen längeren Zeitraum ausgeschlossen.

Rechtsmissbräuchlich sind selbstverständlich auch vorgeschobene Eigenbedarfskündigungen, mithin Kündigungen, in denen der tatsächlich gar nicht vorhandene Eigenbedarf wahrheitswidrig behauptet wird. Die Gerichte prüfen, bei entsprechenden Anzeichen sehr genau, ob der Kündigung andere Streitigkeiten zwischen den Parteien vorausgegangen sind, die den eigentlichen Grund für die Kündigung darstellen. Den Eigenbedarf vorzutäuschen kann auch zu Schadenersatzansprüchen des Mieters führen.

Ich rate Ihnen in Ihrem Fall sich schnellstens an einen Rechtsanwalt zu wenden, der für Sie gegen die Kündigung vorgeht.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER