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Drogenabgabe an Minderjährige Schwester

25.11.2012 00:55 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Meine Eltern haben meine Schwester (16 Jahre) wegen Drogenbesitz und Handel angezeigt. Am Dienstag letzte Woche musste sie zur Polizei und wurde zwei Stunden verhört. Nach einiger Zeit, sagte sie der Polizei, dass ich (19) und mein Freund (21) ihr während des Konsums auch von dem Joint ziehen lassen haben. Und sie hat auch gesagt, dass die öfters für uns Haschisch besorgt hat. Wir beide haben noch keinen Brief von der Polizei, aber der wird bestimmt in nächster Zeit kommen. Jetzt habe ich natürlich viele Fragen. Wie schaut meine Lage nun aus? Und die meines Freundes? Kann man sich da irgendwie rausreden bzw. versuchen, dass eine Strafe gering ausfällt? Welche Strafe erwartet mich? Welche Strafe erwartet mein Freund? Ich muss dazu sagen, dass er Ihr keine Drogen gegeben hat, sondern Ich. Muss ich mit einer Gefängnisstrafe rechnen?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich beantworte Ihnen gerne Ihre Frage aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass die nachstehenden Ausführungen nur eine erste rechtliche Einschätzung auf der Grundlage Ihrer Angaben darstellen können.

In Ihrem Fall ist eine Straftat nach § 29 Abs. 1 Nr. 2 BtMG erfolgt. Danach wird u.a. bestraft, wer unerlaubt Betäubungsmittel (BtM) abgibt. Dies ist bei Ihnen auch durch die Weitergabe des Joints zum Zwecke des Konsums erfolgt. Eine besonders schwerer Fall ist Ihnen nicht gemäß § 29a BtMG vorzuwerfen. Demnach ist zwar die Abgabe von BtM an Minderjährige ein schwererer Tatvorwurf, jedoch sind Sie nicht von der Voraussetzung des Tatbestandes betroffen, da die Strafbarkeit nach § 29a BtMG erfordert, dass Sie über 21 Jahre sind.

In Ihrem Fall ist ein Strafmaß von bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe gemäß § 29 Abs. 1 BtMG gegeben. Das Strafmaß ist nach § 46 Abs. 1 schuldangemessen festzusetzen. Da vorliegend nur eine unentgeltliche Abgabe einer sogenannten weichen Droge erfolgt ist und die minderjährige Schwester durch den Joint keine Schäden erlitten hat, werden Sie nicht mit einer Freiheitsstrafe rechnen müssen. Da Sie 19 Jahre sind, kann durchaus Jugendstrafrecht angewandt werden (§ 105 JGG). Das bedeutet, dass Sie auch noch mit einer Verwarnung vor dem Jugendrichter gemäß § 14 JGG rechnen können, wenn Sie bis jetzt noch nicht einschlägig strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Wenn Ihr Freund keine Drogen weitergereicht hat oder Sie dazu auffordert oder unterstützt hat, ist auch mit keiner Strafe zu rechnen, da dann keine Straftat begangen wurde.

Abschließend möchte ich Ihnen raten bei der Polizei keine Angaben zu machen. Sie sind als Beschuldigte nicht verpflichtet eine Aussage zu machen und müssen sich nicht selbst belasten. Auch müssen Sie der Vorladung der Polizei nicht Folge leisten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und würde mich über eine positive Bewertung freuen. Ich stehe Ihnen auch gerne für eine weitere Vertretung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dominik Bildt
Rechtsanwalt


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