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Darf Arbeitnehmer sein Kündigungsvorhaben bei Kunden und intern kommunizieren

20.10.2018 17:36 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


08:59

Zusammenfassung: Der Arbeitnehmer darf wegen seiner arbeitsvertraglichen Treuepflichten - ergänzend zur allgemeinen Verschwiegenheitspflicht -nach einer Kündigung weder den Arbeitgeber schlecht machen noch Kollegen abwerben. Sowohl Schadensersatzansprüche als auch auf Unterlassung sind mögliche Folge

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Arbeitnehmer hat mit einem Kunden in einem vertraulichen Gespräch über seinen anstehenden Jobwechsel gesprochen. Ebenfalls hat der Arbeitnehmer dieses Vorhaben mit einem anderen Arbeitnehmer (Kollege) besprochen, der ebenfalls "angefixt" wurde. Mir war bis dato nichts bekannt. Der Kunde wurde also vor mir von dem Vorhaben informiert. Gleiches gilt für andere Arbeitnehmer, die ebenfalls vor mir informiert wurden.

Mein Kunde hat mich diesbezüglich angesprochen " ich weiß, was bei Ihnen gerade los ist, dass 2 Arbeitnehmer wechseln werden" und seinen Zweifel angemerkt, ob ich mit den fehlenden Kapazitäten einen angedachten Auftrag fristgerecht erledigt bekommen kann.

Frage1: Kann ich Schäden bzgl. "Rufschädigung" geltend machen. Eine schriftlichen Arbeitsvertrag mit dem Hinweis der "Verschwiegenheitspflicht" existiert.

Frage 2: Kann ich - um sowas zukünftig zu vermeiden - ein zusätzliches Dokument verfassen, indem ich explizit auf das Verbot, Kündigungsabsichten beim Kunden oder Kollegen zu kommunizieren, hinweise?

Aus meiner Sicht schaden solche Aktionen meinen Ruf beim Kunden und sind auch für das interne Betriebsklima nicht förderlich.

Vielen Dank für Ihre Mühen.



20.10.2018 | 18:29

Antwort

von


(282)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die arbeitsvertragliche Verschwiegenheitspflicht ist ausdrücklich nur auf Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse bezogen.

Darüber hinausgehend kann der Arbeitnehmer verpflichtet sein, sonstige berechtigte Interessen des Arbeitgebers nicht zu erwähnen.

Darüber hinaus ist der AN nicht berechtigt, das Unternehmen schlecht zu machen oder gar Kollegen In die Kündigung zu treiben.

Insofern dadurch eine messbare Schädigung eintritt, Besteht ein Schadensersatzanspruch beziehungsweise ein Unterlassungsanspruch.Für das Vorhandensein von Rufsschädigungen sind Sie vollumfänglich darlegungs-und beweisbelastet. Jedenfalls nach Ihrer Sachverhaltsschilderung Habenichts dort Zweifel. Vielleicht haben Sie hier zu nach. Ein klärendes Gespräch jedenfalls wäre hilfreich.

Zumindest deklaratorisch wäre es sicherlich sinnvoll, wenn Sie die Verschwiegenheitserklärung aufstocken. Der Sachverhalt selbst jedoch, dass der Arbeitnehmer bei Ihnen auf hat, dürfte definitiv nicht zu verbieten zu sein



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 20.10.2018 | 18:42

Sehr geehrter Herr Hellmann,

vielen Dank für Ihre Mühen.

Eine finale Nachfrage: Darf der Arbeitnehmer einem Kunden Kündigungsabsichten mitteilen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.10.2018 | 08:59

Guten Morgen! Wenn er Kundenkontakt hat, wie etwa ein Vertriebler, wird es sich nicht vermeiden lassen. Aber andernfalls gibt es keine Notwendigkeit. Und wenn damit Probleme entstehen können, ist es zu unterlassen.

Schönen Sonntag!

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

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