Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Bürgschaftserkärung


12.12.2005 17:21 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich als Stutendin über kein eigenes Einkommen verfüge, besteht die Hausverwaltung auf eine Bürgschaft seitens der Eltern. So weit so gut.

Unverständlich erweist sich der Satz:

"Der Bürge verzichtet auf die Geltendmachung der sowohl dem Hauptschuldner als auch dem Bürgen nach dem Gesetz zustehenden Einreden, insbesondere auf die Einrede der Vorausklage, Anfechtbarkeit und der Aufrechenbarkeit.Der Bürge kann nur insoweit aufrechnen, als seine Forderung gegen den Vermieter unbestritten oder rechtskräftig festgestellt ist."

Was wird hierunter verstanden?

Mit freundlichen Gruessen


Sehr geehrter Ratsuchender,

es handelt sich um eine sog. selbstschuldnerische Bürgschaft. Bei einer "einfachen" Bürgschaft muss der Gläubiger zunächst versuchen, den Schuldner in Anspruch zu nehmen bis hin zur Klage. Erst bei Erfolglosigkeit darf er dann den Bürgen in Anspruch nehmen (sog. Einrede der Vorausklage). Im Falle der selbstschuldnerischen Bürgschaft kann der Bürge direkt in Anspruch genommen werden.

Die weiteren Regelungen bedeuten, dass es sich um eine unbedingte und unwiderrufliche Bürgschaft handelt, die nach ihrer Abgabe nicht mehr beseitigt werden kann (Ausschluss von Einwendungen und Einreden).

Die Klausel zur Aufrechnung bedeutet, dass mit Forderungen gegen den Gläubiger nur mit solchen Forderungen aufgerechnet werden kann, die der Gläubiger entweder anerkannt hat oder die durch rechtskräftiges Urteil als berechtigt festgestellt sind. Das heißt im Umkehrschluss, dass nicht mit Forderungen aufgerechnet werden kann, die zwischen den Parteien streitig sind.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Anfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantworten und Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER