Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Bank möchte eine Abtretungserklärung für Schadenersatztansprüche beim Hauskauf

12. Mai 2016 12:02 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


21:41

Hallo,
wir kaufen gerade ein Haus welches schlüsselfertig gebaut wird. Es wird nach dem Freistellungsverfahren §67 gebaut. Mit der Bank haben wir einen Dahrlehnsvertrag abgeschlossen und die 1 Rate wurde bereits bezahlt. Nun möchte die Bank aufrund des Freistellungsverfahrens eine Abtretungserklärung der Schadenersatztansprüche unterschrieben haben. Die Bank finanziert nur 2/3 des Hauses, käme es zum Verkauf des Hauses wird sie ihr Geld schon bekommen. Ist das normal mit der Abtretung?
Desweitern möchte sie das wir das Grundstück später nochmal vermessen lassen sollten, damit kämen weitere Kosten auf uns zu die bei anderen Banken nicht gewesen wären.
Müssen wir die Abtretung unterschreiben? Was würde passieren wenn wir nicht unterschreiben?
1. Haben wir den Darlehnsvertrag unterschrieben und im nachhinein noch mit Forderungen zu kommen sehe ich schon mal kritisch!?
2. Zusätliche Sicherhiten benötigt die Bank meiner Meinung nach nicht da sie nur 2/3 finanziert und ihr Geld bekommen würde.
3. Die Kosten für die Vermessung sehe ich nicht ein zu bezahlen, die Bank kann das ja von sich aus machen oder ist dies üblich?
4. Hätte ich gerne die Möglichkeit Schadenersatzansprüche gelten zu machen auf meiner Seite und nicht bei der Bank. Wenn diese nichts unternimmt stehe ich da ohne rechtliche Möglichkeiten.

Grüße

12. Mai 2016 | 12:46

Antwort

von


(2487)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,


nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung hat die Bank keinerlei rechtliche Handhabe, nachträglich so etwas von Ihnen zu fordern.


Zwar ist einen solche Abtretung durchaus zulässig und auch teilweise gängige Handhabe, da die Gewährleistung eben das Finanzierungsobjekt betrifft. Aber dazu bedarf es eben einer vertraglichen Vereinbarung und die ist ja offenbar im Darlehensvertrag nicht getroffen worden.

Dann aber kann die Bank nicht nachträglich und einseitig diese Änderungen gegen Ihren Willen durchsetzen.



Wie Sie richtig erkannt haben, birgt eine solche Abtretung auch die Gefahr, dass Sie dann gegen die Handwerker/Unternehmer nicht mehr tätig werden könnten, da Sie dann immer eine Rückabtretung von der Bank benötigen würden. Ihre rechtliche Handhabe wäre also extrem eingeschränkt.

Und die Bank wird ein Vorgehen von sich aus selten einleiten, hätte sie dann das Kostenrisiko zu tragen.

Daher ist bei einer solchen Abtretung größte Vorsicht für den Bauherrn/Eigentümer geboten und die genaue Formulierung auch hinsichtlich einer Rückabtretung ist sehr wichtig.




Gleiches gilt für die nun geforderte zweite Vermessung.

Auch hier ist es eine Vertragsänderung, die die Bank nicht einseitig vornehmen kann. Daher ist Ihre Bereitschaft, diese vertraglich nicht geschuldete Vermessung zwar ermöglichen zu wollen, nicht aber die Kosten zu tragen, die richtige Reaktion. So sollte das der Bank dann auch schriftlich mitgeteilt werden.


Unterschreiben Sie die Änderung nichts, kann nach den gesetzlichen Vorschriften aufgrund Ihrer Sachverhaltsdarstellung nichts passieren (vorausgesetzt, das Darlehen wird ordnungsgemäß bedient und Sie verhalten sich auch ansonsten vertragstreu).



Allerdings können im Darlehensvertrag schon jetzt entsprechende Klauseln enthalten sein, die Sie vielleicht bisher so noch nicht erkannt haben, so dass es dann - abweichend zur oben dargestellten gesetzlichen Situation - zu einer abgeänderten, vertraglichen Vereinbarung gekommen sein könnte. Daher sollten Sie den Darlehensvertrag unbedingt nochmals ergänzend prüfen (lassen).


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Rückfrage vom Fragesteller 12. Mai 2016 | 21:35

Sehr geehrter Herr Bohle,

danke für die schnelle Antwort. Wir haben eine Nachsicherungsklausel bei uns im Vertrag, wenn nachträglich eingetretene oder bekannt gewordene Umstände wie z.b Verschlechterung der wirtschaftlichen Umstände gegeben sind oder eine Veränderung der Risikolage vorliegt kann eine Nachsicherung verlangt werden.
Das nach dem Freistellungsverfahren gebaut wird lag war bereits vorher bekannt.

Besteht hier eine Möglichkeit der Bank dies durchzusetzten?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12. Mai 2016 | 21:41

Sehr geehrter Ratsuchender,


nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung und vorbehaltlich der Vertragsprüfung wird die Bank das nicht fordern können, da keine der genannten Voraussetzungen eingetreten sind.


Lassen Sie den Vertrag prüfen und die Ansprüche der Bank dann zurückweisen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

ANTWORT VON

(2487)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Zivilrecht, Baurecht, Miet- und Pachtrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 96535 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr hilfreich und schnell. Super praktisch. Sehr gut verständlich. Sachlich und kompetent! Danke! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Mit der Antwort konnte ICH etwas anfangen. Darauf kommt es in dem Fall an. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich würde zig Sterne geben, wenn ich könnte. Ich habe bisher immer sehr gute Antworten auf dieser Plattform erhalten, jedoch war dies die beste, absolut verständlich, schnell, Nachfragen wurden sofort beantwortet. Den Rechtsanwalt ... ...
FRAGESTELLER