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BMW Werkstatt: Rechnung 3x so hoch wie Kostenvoranschlag

23.06.2013 15:10 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

vor 14 Tagen meldete mein BMW morgens eine Fehlermeldung, dass das Allradsystem defekt sei und ich einen BMW Service aufsuchen soll.
Ich entschied mich für die autorisierte BMW Vertragswerkstatt Autohaus xxx in Sexau, nähe Freiburg.

Das Auto wurde an den "Testautomat" gehängt und ein defekter Stellmotor (ein kleines Bauteil das der Vorderachse mitteilt, wie schnell sich die Hinterachse dreht) das Problem sei. Dieser würde bei ca 380 Euro plus Einbau liegen. Ich war froh dass es sich "nur" um ca 600 Euro drehte und unterschrieb einen Auftrag mit einem Kostenvoranschlag von 600 Euro.

Ein Termin war allerdings erst 10 Tage später möglich. Man teilte mir mit, dass ich sorgenfrei weiterfahren könne, der Wagen funktioniert nun als ganz normaler Heckantrieb, es geht nichts kaputt und es entstehen dadurch keine weiteren Probleme.

Am Montag, 10 Tage später gab ich den BMW dort ab. Schon an Mittag rief man mich an, dass man Wasser im Beifahrerfußraum entdeckt hätte. Versteckt unter den Matten und Verkleidungen, ich hätte das selber nicht sehen können. Dort wäre außerdem ein sensibles Teil verbaut, das Verteilergetriebe für das defekte Steuergerät. Dies steht unter Wasser und wäre auch kaputt und man muss es ersetzen. Man teilte mir mit, dass man jetzt schauen möchte wo das Wasser herkommt und dann das zweite nun auch defekte Teil bestellen würde. Außerdem teilte man mir mit, dass ich das Auto am Abend nicht holen könnte, da man bereits den Beifahrersitz und alle Teppiche ausgebaut hatte (Zitat: "Der Beifahrersitz liegt jetzt quer hinten im Auto").

=> Warum entdeckte das Testgerät nicht beide defekten Teile?
=> Wie "entdeckt" man Wasser im Fußraum, wenn man dort eigentlich nichts zu tun hat? Warum werden alle Teppiche ausgebaut und der Sitz ausgebaut, ohne nachzufragen? So hatte ich ja gar keine Möglichkeit mehr, außer der Bestellung des nun zweiten defekten Teils zuzustimmen?

Am Mittwoch Abend, der dritte Tag der Reparatur, erhielt ich mein Fahrzeug und die Rechnung. Das Wasser ist wohl ins Fahrzeug eingedrungen, weil die Abläufe des Schiebedachs verstopft/verdreckt waren. Zusätzlich zu dem eigentlich vereinbarten Steuergerät und dem nun ebenfalls defekten Verteilergetriebe (422 Euro zzgl. Steuer!) stehen auf der Rechnung nun außerdem:

- "Alle Teppiche aus- und einbauen zum Trocknen" für 441,60 Euro zzgl Steuer
- Stoßfängerverkleidung hinten ab- und anbauen, Schiebedach-abläufe durchgespült für 220,80 Euro zzgl. Steuer

Diese Positionen wurden vorher weder mit mir abgesprochen, noch erklärt.
Die Rechnung beläuft sich nun auf 745,20 Euro Lohn, 750,52 Euro Teile, 284,19 Euro Steuer, macht 1.779,91 Euro, fast das dreifache der avisierten 600 Euro.

Muss ich diese Rechnung so akzeptieren?
Reicht mein "na gut wenn es nicht anders geht" am Telefon, um alle diese Tätigkeiten ohne weitere Nachfrage oder Erwähnung eines evtl. viel höheren Rechnungspreises durchzuführen?
Mir wurde erkärt dass der Wagen problemlos weiterhin fahrbeit sei, ich hätte die Teppiche auch selber ausbauen und zu Hause trocknen können?
Kommentiert wurde die Rechnung noch als "böse Überraschung, aber das könnte halt passieren".

Ich war eigentlich bisher immer zufrieden mit der Werkstatt, aber muss ich dieses Vorgehen so hinnehmen?

Vielen Dank
Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage Ihres Einsatzes und des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:

Zunächst ist festzuhalten, dass tatsächlich auch durch Ihr telefonisch geäußertes Einverständnis ein Vertrag zustande gekommen ist und Sie damit grundsätzlich die vollen Kosten zu tragen haben. Selbstverständlich bleibt es Ihnen natürlich vorbehalten, den tatsächlichen Anfall der ergänzenden Reparaturarbeiten zu bezweifeln. Lassen Sie sich hierzu das defekte Steuerungsgerät geben und geben Sie dieses ggf. in eine andere Werkstatt. Dort könnten Sie prüfen lassen, ob tatsächlich ein Wasserschaden vorgelegen hat. Wird ein solcher bestätigt, dann dürften sich Ihre Bedenken wohl auflösen.

Für das nächste Mal rate ich Ihnen jedoch, bei Zweifeln direkt die Werkstatt aufzusuchen oder dieser den Beginn der Arbeiten zu untersagen, damit Sie derartige Äußerungen überprüfen können.

Bitte beachten Sie, dass diese Webseite lediglich dazu dient, Ihnen einen erste Einschätzung zur Rechtslage zu liefern. Eine ausführliche und persönliche Beratung soll und kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Jan-Torben Callsen, Rechtsanwalt

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