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Autoverkauf privat - Motorschaden


| 20.04.2005 00:07 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe am 12.04.05 mein Auto an einen privaten Käufer verkauft.
Der Käufer hatte sich auf meine Anzeige im Internet gemeldet. Er hatte sich das Auto bereits am Samstag zuvor angeschaut und Probe gefahren, da hatten wir vereinbart das er das Auto am Dienstag abholt. Nun ist folgender Fall:
Ich habe im Januar die Zylinderkopfdichtung und eine Inspektion machen lassen, allerdings ohne Rechnung, dennoch von einem Fachmann. Ich hatte auch in die Anzeige geschrieben das die Inspektion neu ist.Ich habe im Kaufvertrag geschrieben das ich die Zylinderkopfdichtung hab machen lassen.Und habe Ihm auch gesagt das ich es ohne Rechnung hab machen lassen.
Der Käufer konnte auch nach Begutachtung und Probefahrt des Autos keine Mängel feststellen.
Nun hatte er mich, nachdem er am Dienstag zu Hause(ca 1 h Autofahrt entfernt) angekommen ist mich angerufen und mir gesagt, dass das Auto erheblich Öl verlieren würde. Ich habe in meiner Garage aber keinen Ölverlust gesehen.Heute hat er mich angerufen und hat mir gesagt, er wäre in zwei Werkstätten gewesen und das Auto hat einen Motorschaden und die Ölwanne wäre auch kaputt und angeblich noch mehr. Er meinte auch, dass dies Schäden seihen, die schon länger vorhanden seihen.
Er möchte natürlich das ich das Auto zurücknehme oder die Reperaturkosten bezahle, ansonsten würde er seinen Anwalt einschalten und der würde sich schon darauf freuen.
Ich habe ein Kaufformular vom ADAC genommen, wo auch ausdrücklich drin steht"unter Ausschluss der Sachmängelhaftung".

Diese Schäden, wie er sagt, waren schon vor dem Kauf da, aber ich habe keine Ahnung von diesen Schäden gehabt und das Auto ist auch am letzten Tag in meinem Besitz für mich einwandfrei gelaufen.

Meine Frage:

1. Muss ich in diesem Fall für die Schäden aufkommen, da Sie ja schon angeblich vor dem Verkauf da waren? (Wobei ich keine Ahnung davon hatte und Sie so auch offensichtlich nicht zu sehen waren, auch für Ihn nicht).

2. Könnte ich vor Gericht diesen Fall verlieren?

3. Er wird bestimmt versuchen mir arglistige Täuschung vorzuwerfen, hätte er da Chancen ?

Vielen dank schon mal im Voraus.


20.04.2005 | 00:29

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihr Interesse an der Online-Beratung.

Ihrem Sachverhalt ist zuentnehmen, dass es sich hierbei um einen privaten Gebrautwagenkauf zwischen Privaten handelt.

In einem solchen Fall muss der Käufer, der ein gebrauchtes Auto aus zweiter Hand erwirbt, mit offenen und versteckten Mängeln rechnen. Hier kann die Gewähr vertraglich ausgeschlossen werden. Das Risiko liegt beim Käufer. Das bedeutet, dass Sie als privater Verkäufer wegen des wirksamen Gewährleistungsausschlusses nicht haften müssen. Sie würden dann obsiegen.

Trotzdem rate ich Ihnen, sich nachträglich einen Nachweis über die durchgeführte Inspektion zu besorgen. Diese können Sie dann im Streitfalle dem Gegner als Beweis vorlegen.

Sollten Sie allerdings als Unternehmer Ihren Wagen verkauft haben, dann haben Sie einen sog. Verbrauchsgüterkauf abgeschlossen. Hier wäre der Haftungsausschluss unwirksam. In diesem Fall würde dann unterstellt werden, dass die Mängel schon beim Kauf existierten. Der Beweis des Gegenteils ist dann vom Verkäufer zu erbringen. Hier würden Ihre Erfolgschancen dann eher schlecht aussehen. Sie müssten dann beweisen, dass das Auto vor dem Kauf keinen Mangel hatte.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 20.04.2005 | 08:56

Vielen dank für Ihre Antwort Herr Glatzel.
Könnte ich den Probleme bekommen vor Gericht, wenn ich keinen Nachweis für die Inspektion vorlegen könnte?
Hätte er eine Chance mir arglistige Täuschung zu unterstellen?

Vielen Dank im Voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.04.2005 | 10:38

Sehr geehrte Ratsuchende,

vor dem Zivilgericht müsste der Gegner die arglistige Täuschung beweisen. Er müsste also nachweisen, dass Sie ihm vorsätzlich erhebliche Mängel verschwiegen haben.

Wenn Sie in Gegenwart von Zeugen nichts ins Blaue behauptet haben, dann wird dem Gegner der Nachweis nicht gelingen.

Im Übrigen-soweit ich den Sachverhalt verstanden habe- haben Sie den Wagen auch selbst benutzt. So dass es in Ihrem Umfeld bestimmt auch Zeugen geben wird, die bezeugen könnten, dass der Wagen o.k. gewesen ist.

Ihre Chancen stehen daher insgesamt sehr gut. Falls der Käufer Sie allerdings verklagen sollten, suchen Sie einen Anwalt auf, um mit Ihnen die weitere Vorgehensweise abzusprechen.


MIt freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

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