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privater Autoverkauf - Probleme mit dem Käufer


03.02.2005 13:48 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Hallo, folgendes: haben unseren alten Renault Espace (3. Hand, 143.000 km, AT-Motor) mit ADAC-Kaufvertrag (damit Ausschluß Sachmängelhaftung) verkauft. Leider gegen Anzahlung (Hälfte des Kaufpreises. Bis zur Zahlung der 2. Hälfte haben wir den KFZ-Brief behalten). Der Käufer machte Probefahrt (hatte Ehepartner und Bekannten dabei), meldete den Wagen erst nach 1 Woche um (extralange Probefahrt???), fuhr dann damit in Urlaub und rief nun über´s handy an, der Wagen sei total kaputt, Öllampe habe geleuchtet, ADAC hätte kommen und abschleppen müssen, angeblich Totalschaden.???
Der Wagen ist vor 3 Monaten problemlos durch TÜV und ASU gegangen. Wir hatten vor einiger Zeit Probleme mit Zylinderkopf, haben das in Schwarzarbeit von einem Polen machen lassen - und keine Rechnung darüber. Für den Fall, daß es sich doch nicht um ein Motoröl???-was-auch-immer Problem handelt, sondern erneut Zylinderkopfprobleme waren: können wir dafür belangt werden??? Schließlich fuhr der Wagen doch die ganze Zeit problemlos, auch offensichtlich anfänglich bei dem Käufer (sonst wäre er doch gar nicht damit in Urlaub gefahren).
Was kann SCHLIMMSTENFALLS auf uns zukommen? Wie verhalten wir uns nun richtig?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst einmal sind Sie im Hinblick auf die Mängelgewährleistung grundsätzlich "aus dem Schneider", da Sie zulässigerweise und rechtswirksam die Mängelgewährleistung ausgeschlossen haben.

In die Haftung genommen werden könnten Sie nur dann noch, wenn der jetzt eingetretene Schaden auf einen Mangel des Fahrzeugs zurückgeht, den Sie kannten und dem Käufer arglistig verschwiegen haben.

Schon nach Ihrer Schilderung ist das nicht der Fall. Und es ist so, dass der Käufer beweisen müsste, dass der Mangel schon bei Übergabe vorhanden war, dass Sie Ihn verschwiegen haben und darüber hinaus müsste er Ihnen auch noch Arglist nachweisen.

Schon beim Vorhandensein des Mangels bei Übergabe müsste der Käufer Klimmzüge machen und dies durch ein Sachverständigengutachten feststellen lassen. Und so gehen seine Beweisschwierigkeiten fröhlich weiter, wenn es darum geht, dass Sie vom Mangel wussten und dass Sie arglistig gehandelt haben.

Daraus ergibt sich summa summarum, dass Ihnen nach menschlichem Ermessen nichts passieren kann, ausser dass der Käufer Sie erfolglos verklagt.

Auf das Ansinnen des Käufers sollten Sie zunächst reagieren, indem Sie unter Hinweis auf die ausgeschlossene Gewährleistung Rücknahme des Wagens und Rückzahlung der Anzahlung zurückweisen und im Gegenzug Ihrerseits die Zahlung des offenen Restbetrages einfordern.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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