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Privater Autoverkauf Käufer will Auto zurückgeben

11.01.2018 21:49 |
Preis: 48,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch


Hallo,

ich habe vor ca. 10 Tagen mein Auto (Mitsubishi Colt) privat an einen privaten Käufer verkauft.

Ich habe den Verkauf schriftlich mit folgendem ADAC Vertrag abgewickelt:

https://www.adac.de/_mmm/pdf/Kaufvertrag_priv_priv_2015_V2_33300_187147.pdf

Der Käufer hat das Fahrzeug grob begutachtet aber keine Probefahrt gemacht!
Die Kilometerstand, Fahrzeughalter Anzahl und Erstzulassung wurden korrekt angegeben.

Mündlich habe ich dem Käufer mitgeteilt, dass als ich das Auto von meinen Schwiegereltern geholt habe (Auto stand dort auf dem Parkplatz) mir nichts aufgefallen ist. Allerdings als es bereits eine Weile bei mir auf dem Parkplatz stand beim starten (wurde nicht bewegt) aufgefallen ist das eine Warnleuchte (EPS irgendwas mit Lenkung laut Google) leuchtet.

Der Käufer war nun mit dem Auto bei einer Mitsubishi Werkstatt und dort wurde herausgefunden, dass der Servomotor und Steuergerät kaputt ist. Das seien wohl Mängel die vorher bekannt gewesen sein sollen.

Der Käufer bittet nun um Rücknahme da er sonst einen Anwalt hinzuziehen wird.

Meine Frage:
Wie soll meine weitere Vorgehensweise sein? Was muss ich befürchten?
Der Mangel war mir so nicht bekannt, ich konnte ihm nur sagen das ein Lämpchen leuchtet.


Vielen Dank im Voraus.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn ich Sie richtig verstehe, dann haben Sie dem Käufer mitgeteilt, dass die Hinweisleuchte aufgeblinkt hat. Sie haben ihn also auf dieses Problem abstrakt hingewiesen. Zugleich haben Sie einen Kaufvertrag genutzt, der die Sachmängelhaftung ausschließt.

Im Grunde also bestünde nun kein Problem, da der Käufer das Fahrzeug in Kenntnis des Problems erworben hat.

Allerdings gestaltet sich nun der weitere Weg problematisch.

Wenn ein Anwalt eingeschaltet wird und Sie auch ihm gegenüber einen Rückabwicklung des Vertrages ablehnen, müssen Sie mit einer Klage rechnen. Hierbei würde der Kaufvertrag bei Gericht vorgelegt, dort ist das Aufleuchten der Hinweisleuchte vermutlich nicht vermerkt (wenn doch, dann ist alles ok, warum - sehen Sie gleich).

Gleichzeitig wird ein Mitarbeiter der Werkstatt als Zeuge dafür bereit stehen, dass die Servolenkug kurz nach dem Kauf defekt gewesen ist und dass dies auch schon vorher so gewesen sein muss.

Sie werden daraufhin vorbringen, dass Sie den Käufer auf diese Leuchte hingewiesen haben - wenn das bestritten wird, dann müssen Sie diesen Umstand beweisen. Wenn Sie keinen Zeugen zur Hand haben, der dabei gewesen ist (und es auch nicht im Vertrag steht), dann können Sie es aber nicht beweisen. Dann steht Aussage gegen Aussage und da Sie die Beweislast hierfür tragen, würden Sie unterliegen. Es sei denn, Sie wären wesentlich glaubwürdiger als der Kläger, das ist aber selten der Fall und hierauf würde ich es auch nicht ankommen lassen.

Können Sie den Beweis durch einen Zeugen oder eine schriftliche Notiz im Vertrag erbringen ist alles gut, denn dann hat der Käufer in Kenntnis des Mangels gekauft und ein Rücktritt ist ausgeschlossen.

Um die ganzen Kosten eines Verfahrens zu vermeiden, würde ich Ihnen raten, den Kaufvertrag rückabzuwickeln und beim nächsten Verkauf schriftlich festzuhalten, dass eine Hinweisleuchte aufleuchtet.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 11.01.2018 | 23:04

Hallo Herr Busch,

leider wurde der Hinweis nicht schriftlich festgehalten und es war auch kein Zeuge anwesend.

Wenn ich dem Käufer die Rückgabe bestätige kann ich darauf bestehen das das Auto wieder zu mir gebracht wird?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.01.2018 | 23:07

Darauf können Sie leider nicht bestehen, der Käufer muss das Fahrzeug lediglich zur Abholung durch Sie bereit stellen.

Ergänzung vom Anwalt 11.01.2018 | 23:35

Sollten Sie den Mangel bereits per Email mitgeteilt haben und auch eine Antwort auf diese Mail erhalten haben - das ist wichtig, denn es gibt sonst keinen sinnvollen Beweis, dass der Käufer die Email erhalten oder gelesen hat, dann steigen natürlich Ihre Chancen erheblich. Ohne eine solche Antwort allerdings bleibt es leider bei meiner Einschätzung.


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