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Autoreparatur - Kosten - Dauer


15.02.2007 23:00 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe meinen Fiat Doblo am 04.12. wegen Zündaussetzern in eine freie Kfz-Meister-Werkstatt gebracht. Diese stellte Fehler in den Zündspulen fest und tauschten sie aus. Anschließend war das Steuergerät defekt. Das Auto funktionierte immer noch nicht und so wurde weiter gesucht und repariert. Auf mein Drängen hin, wurde dann eine Bosch-Werkstätte hinzugezogen - auch ohne Erfolg. Dann wurde, wieder auf meine Aufforderung hin, der PKW in eine Fiat-Werkstätte gebracht. Die fand den Fehler auch nicht und setzte sich mit Fiat-Deutschland in Verbindung und nun suchen diese immer noch nach dem Schaden. Das Auto ist vier Jahre alt und damit außerhalb der Garantiefristen.
Meine Frage:
Muß ich die Reparaturkosten in jeder Höhe akzeptieren, obwohl nun die dritte Werkstätte repariert und bisher keine den Fehler gefunden hat und keine sachgemäße Reparatur erfolgt ist und wie soll ich mich weiter vorhalten?
Ich danke für Ihre Hilfe!

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Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung Ihrer Informationen und Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Zunächst einmal haben Sie keinen Gewährleistunganspruch mehr gegenüber dem Hersteller. Zu beachten ist jedoch, dass eine vertraglich zugesagte Garantie bei manchen Herstellern deutlich länger läuft, als die gesetzliche Gewährleistungsfrist. Es könnte sich daher lohnen, nochmals genau in Ihre Unterlagen zu schauen, ob evtl. doch noch eine Garantieverpflichtung besteht.

Was Ihre Frage angeht, so müssen Sie natürlich nicht Reparaturkosten in jeder Höhe akzeptieren. Sie können sich z.B. bei einer Werkstatt zunächst einmal einen Kostenvoranschlag erstellen lassen. Dann wissen Sie in etwa was auf Sie zukommt und sollte es Ihnen zu teuer sein, können Sie eine andere Werkstatt aufsuchen.

Was die Reparaturen bzgl. der Zündaussetzer Ihres PKW angeht, so müssen Sie grundsätzlich nur dann etwas bezahlen, wenn der Schaden, welcher behoben werden sollte, auch tatsächlich behoben wurde.

Es handelt sich bei einem solchen Reparaturauftrag um einen Werkvertrag im Sinne von § 631 BGB. Bei einem solchen Vertrag reicht es nicht aus, dass die Werkstatt sich bemüht den Schaden zu beheben, sondern der Schaden muss auch tatsächlich beseitigt werden.

Problematisch dürfte jedoch sein, für die bisherigen Reparaturversuche nachzuweisen, dass tatsächlich kein Schaden beseitigt wurde. Sofern nämlich die Zündkerzen ausgetauscht wurden, könnte sich die Werkstatt darauf berufen, dass diese tatsächlich defekt waren und ausgetauscht werden mussten und das die weiterhin existierenden Zündaussetzer von einem weiteren (anderen) Defekt herrühren.

Für die bisherigen Reparaturen dürfte es daher schwer werden, den Werklohn zurück zu verlangen.

Sie sollten in Zukunft den zu behebenden Schaden genau konkretisieren, nämlich die Zündaussetzer und sich darüber einen Kostenvoranschlag erstellen lassen. Sprechen Sie diesbezüglich die aktuelle Werkstatt umgehend an. Sie müssen unbedingt dafür sorgen, dass Sie etwas schrifliches, am besten einen Kostenvoranschlag, von der Werkstatt erhalten, woraus genau hervorgeht, welcher Schaden am PKW genau beseitigt werden soll.

Ferner sollten Sie das Auto nach der Reparatur "abnehmen", d.h. z.B. eine Probefahrt machen. In keinem Fall gleich die Rechnung bezahlen. Liegen dann die Zündaussetzer immer noch vor, teilen Sie dies der Werkstatt mit. Diese kann dann "kostenlos" 2 mal nachbessern. Sollte es der Werkstatt aber am Ende nicht möglich sein, den Mangel zu beheben, brauchen Sie auch nichts zu bezahlen.

Sollte der gleiche Mangel später wieder auftreten, also nach der Abnahme der Reparaturleistung und sollten Sie schon gezahlt haben, können Sie den Rücktritt gegenüber der Werkstatt erklären und Ihr Geld zurück verlangen. Hierzu sollten Sie sorgsam den bereits angesprochenen Kostenvoranschlag, sowie natürlich die Reparaturabrechnung aufheben, da sich hieraus der eigentliche Reparaturauftrag ergeben muss, nämlich die Beseitigung der Zündaussetzer.



Ich hoffe ich konnte Ihnen eine erste Einschätzung der Rechtslage liefern und verbleibe,


mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller
Rechtsanwalt





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