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Auszug des Ex erwirken

| 03.03.2013 12:41 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Zusammenfassung:

Kann der Ex-Freund zum Auszug aus der gemeinsamen Wohnung gezwungen werden?

Ich wohne seit einem Jahr mit meinem jetzt Ex-Freund zusammen in einer 3-Zimmer-Wohnung. Wir haben beide den Mietvertrag unterzeichnet, der Vermieter wollte es so. Jetzt nach unserer Trennung möchte ich gerne, dass er auszieht, zumal er als Azubi auch gar nicht in der Lage ist, die Miete zu bezahlen (er verdient € 300 netto, die Wohnung kostet warm € 500)
Bislang habe ich die Miete komplett allein gezahlt und auch andere Unkosten zum größten Teil übernommen.
Seine Initiative hinsichtlich des Auszugs sind begrenzt. Er könnte auch bei seinen Eltern einziehen, kommt aber mit fadenscheinigen Ausreden.
Mit dem Vermieter habe ich noch nicht gesprochen. Da müsste dann wohl ein neuer Mietvertrag geschlossen werden? Ich gehe davon aus, dass der Vermieter keine Probleme machen wird, da ich regelmäßig ausreichendes Einkommen habe.
Welche Möglichkeiten habe ich, möglichst schnell alleine in der Wohnung zu wohnen, das heisst, ihn zum Auszug zu bringen?

Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des von Ihnen getätigten Einsatzes, sowie der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt:

Vorab möchte ich darauf aufmerksam machen, dass ich keine Einsicht in den Mietvertrag halten konnte und somit eine rechtsverbindliche Antwort schwierig ist.

Davon ausgehend, dass es ich bei dem Mietvertrag um einen vorformulierten Standartmietvertrag handelt, sollte aber grundsätzlich folgendes gelten:

Zunächst dürfte es sich so verhalten, dass Sie und Ihr Ex-Freund laut Mietvertrag beide Mieter sind, was zunächt zur Folge hat, dass Sie beide die streitgegenständliche Wohnung nutzen und bewohnen dürfen.

Ferner dürften auch Sie beide als Gesamtschuldner (§ 421 BGB: Gesamtschuldner ) zur Mietzahlung verpflichtet sein. Gesmtschuldner bedeutet, dass Sie und Ihr Ex-Freund Schuldner der zu zahlenden Miete sind, der Vermieter sich also an beide Mietschuldner halten kann.

Dies bedeutet, dass Sie im Innenverhältnis einen Anspruch gegen Ihren Ex-Freund auf Erstattung der hälftigen Mietkosten haben, welche ja bislang von Ihnen allein entrichtet worden sind.

Unter dem Gesichtspunkt, nunmehr die ausstehenden anteiligen Mietbeträge von Ihrem Ex-Freund einzuforden, können Sie diesen vielleicht zum zeitnahen Austritt aus dem Mietvertrag bewegen.

Zum Auszug zwingen könne Sie ihn nach meinem Dafürhalten allerdings nicht - wie gesagt lediglich zur anteiligen Mietzahlung.

Was die Fortführung des Mietvertrages ohne Ihren Ex -Freund betrifft, sollten Sie unbedingt im Vorfeld mit Ihrem Vermieter Rücksprache halten.

Wenn Ihr Vermieter nicht wegen der Gesamtschuldnerschaft grundsätzlich auf zwei Mieter besteht (zwei Mietschuldner sind natürlich besser als einer), sollte einer Vertragsänderung gemäß § 311 BGB: Rechtsgeschäftliche und rechtsgeschäftsähnliche Schuldverhältnisse nichts im Wege stehen.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Antwort weiterhelfen konnte. Sollten Sie Verständnisfragen haben, nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Abschließend bitte ich Sie zu berücksichtigen, dass meine Antwort in diesem Forum ledigliche eine erste Orientierungshilfe liefern soll. das persönliche Gespräch mit einem Rechtsanwalt kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus Mainz

Nino Jakovac
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 03.03.2013 | 16:17

Hallo Herr Jakovac,
vielen Dank für Ihre Antwort. Also schriftliche Aufforderung, anteilige Mietkosten von x Euro bis zum 10.3. zum Beispiel auf Konto x zu zahlen und dann per Einwurf-Einschreiben zustellen?

Viele Grüsse

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.03.2013 | 17:01

Hallo!

Ja, ganz genau! Und ich würde noch ergänzen, dass in den kommenden Monaten (oder solange Ihre Ex-Freund die Räumlichkeiten leider noch mit bewohnen sollte)die Miete zum gleichen Zeitpunkt auf Ihrem Konto eingegangen sein muss, in dem Sie die Miete überweisen müssen.

Im übrigen können Sie die rückständigen Mietanteile grundsätzlich auch noch nachfordern.

Sollten Sie hierbei Hilfe benötigen, stehe ich Ihnen gerne im Rahmen einer weiteren Mandatierung und unter Anrechnung der bereits von Ihnen entrichteten Gebühr zur Seite.

Ansonsten wünsche ich Ihnen noch viel Erfolg in der Sache und wünsche noch einen schönen Abend

Nino Jakovac
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 03.03.2013 | 21:08

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