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Auszahlungen aus einer GmbH


| 26.08.2006 13:29 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Wie bekommt man, steuerlich gesehen, aus einer GmbH die 50.000€ Gewinn (vor Steuer) macht, als Geschäftsführer + Inhaber der einen privaten Steuersatz von 25% hat, Geld aus der GmbH so das dies für die GmbH Kosten darstellt und in der Summe der kleinste Steuerbetrag gezahlt werden muss.

Über den monatlichen Lohn ist es nicht mehr möglich, da das Jahr mit dem Gewinn in der Vergangenheit liegt und der Abschluss (2005) jetzt gemacht wird.
Reisekosten- und Verpflegungspauschalen wurden schon abgerechnet.

Privatentnahme? Möglich? Muss die GmbH dann auf den entnommenen Betrag noch Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer zahlen?

Gib es sonst Möglichkeiten den entnommenen Betrag nur mit max. dem persönlichem Steuersatz versteuern zu müssen und nicht noch mal in der GmbH mit bis zu 38%?

Wie verändert sich der private Steuersatz bei einer evtl. Auszahlung?
Sehr geehrter Fragesteller,

da Sie schreiben, dass "der Abschluss (2005) jetzt gemacht wird" unterstelle ich, daß Ihre Frage ebenfalls das letzte, bereits abgeschlossene Wirtschaftsjahr der GmbH betrifft. Dann ist jetzt allerdings nichts mehr zu ändern, denn Sie können jetzt keine Betriebsausgaben für das vergangene Jahr mit erzeugen (jedenfalls nicht, ohne eine strafbare Steuerhinterziehung zu begehen). Ihnen bleiben lediglich die normalen Bilanzgestaltungsmaßnahmen, etwa Ansparrücklagen o.ä. Selbst sonst gut geeignete Gestaltungselemente (wie etwa eine Pensionszusage für den Geschäftsführer) ist jetzt nicht mehr machbar, da die Zusage bereits im laufenden Wirtschaftsjahr hätte erfolgen müssen. Insoweit empfiehlt es sich regelmäßig, bereits vor Ende des Wirtschaftsjahres mit dem Steuerberater (oder Steuer-Fachanwalt) die sinnvollen Möglichkeiten einer steuerlichen Gestaltung zu erörtern. Im nachhinein, wie jetzt von Ihnen gewünscht, ist dies regelmäßig kaum noch möglich. Hinzu kommt auch, daß die meisten Gestaltungsempfehlungen sinnvoll nur gemacht werden können, wenn dem steuerlichen Berater die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft einschließlich des wirtschaftlichen Umfeldes hinreichend bekannt sind. Hierfür reichen seriöserweise die Angaben, wie sie im Rahmen einer solchen Online-Erstberatung vom Fragesteller gemacht werden können, bei weitem nicht aus.

Privatentnahmen sind kein geeignetes Mittel. Zum einen handelt es sich um eine GmbH, so daß Sie nicht einfach Mittel entnehmen dürfen, zum anderen ändern Privatentnahmen prinzipiell auch nichts am steuerlichen Gewinn.

Ansonsten verbleibt Ihnen jetzt nur die Entscheidung, ob Sie den Gewinn ausschütten, dann müßte die Hälfte nochmals beim Gesellschafter bei dessen Einkommensteuer versteuert werden, oder aber in der GmbH belassen und für künftige Wirtschaftjahre vortragen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen ersten Angaben geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht
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