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Auskunft Nachlassgericht

| 14.04.2021 09:27 |
Preis: 45,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgenden Sachverhalt:

Mein Onkel(Bruder meines Vaters) ist am 07.2007 verstorben. Er hinterlässt ein Testament(Berliner Testament?), dass er zusammen mit seiner Ehefrau bei einem Notar erstellt und damit den Nachlass geregelt hat. Der Inhalt dieses Testaments ist nicht bekannt.

Das Ehepaar ist kinderlos. Weitere Verwandten sind nicht bekannt. In 11.2020 ist auch die Ehefrau verstorben.

Diese hatte am 01.03.2008 ein neues Testament erstellt(beeinflusst durch die Pflegekraft?), wobei mir da nur ein Bruchteil des Nachlasses zugeteilt wurde.

Eine beglaubigte Abschrift des 2ten Testamentes liegt vor.


Fragen:

1. Wie erfahre ich den Inhalt des eventuellen 1. Gemeinschaftstestaments bzw. des Testamentseröffnungsprotokoll von 2007?

2. Muß das Nachlassgericht mir als Erben(2. Testament) darüber Auskunft geben? Ich habe das bisher noch nicht versucht. Reicht hier ein Anschreiben?


Ich kann mir nicht vorstellen, dass mit einer notariellen Nachlassregelung(1. Testament) bei gleichzeitigen Ableben des Paares keine Nacherben bestimmt sind. Für mich wäre es sehr wichtig den Inhalt zu erfahren, um daraus Schlüsse für die Rechtmässigkeit des 2. Testamentes zu ziehen.

Mit freundlichem Gruß

14.04.2021 | 13:13

Antwort

von


(355)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Sie können das Nachlassgericht direkt um Auskunft ersuchen. Der Anspruch auf Auskunft ergibt sich aus § 357 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG).

Zitat:
§ 357 Einsicht in eine eröffnete Verfügung von Todes wegen; Ausfertigung eines Erbscheins oder anderen Zeugnisses
(1) Wer ein rechtliches Interesse glaubhaft macht, ist berechtigt, eine eröffnete Verfügung von Todes wegen einzusehen.
(2) Wer ein rechtliches Interesse glaubhaft macht, kann verlangen, dass ihm von dem Gericht eine Ausfertigung des Erbscheins erteilt wird. Das Gleiche gilt für die nach § 354 erteilten gerichtlichen Zeugnisse sowie für die Beschlüsse, die sich auf die Ernennung oder die Entlassung eines Testamentsvollstreckers beziehen.


Aufgrund der geschilderten Konstellation ist es allerdings zunächst nicht ungewöhnlich, dass das Gericht Sie damals nicht informiert hat. Wenn die Ehefrau hier tatsächlich als Alleinerbin eingesetzt wurde, gab es dazu auch erfahrungsgemäß keinen Anlass.

Der Anspruch ist an sich auch relativ umfassend, die Grenze ist eigentlich erst dann erreicht, wenn die Übersendung von Originalunterlagen verlangt wird, siehe OLG Düsseldorf, Beschluss vom 06.12.2019 – 3 Wx 224/19.

Ein einfaches Schreiben in welchem Sie Ihre Motivation und Bedenken schildern sollte daher ausreichen, um hier eine Kopie des ersten Testaments zu erhalten.


Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


Rückfrage vom Fragesteller 15.04.2021 | 10:19

Sehr geehrter Herr Fricke,

vielen Dank für die umfassende Antwort. Vom 2ten/letzten Testament habe ich eine beglaubigte Kopie.

Hätte ich auch vom Testament aus 2007 Anspruch auf eine entsprechende Kopie oder nur eine Einsichtnahme.

Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.04.2021 | 10:23

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

ja, das haben Sie. Aufgrund Ihrer Schilderung haben Sie ein Interesse daran sich von der Richtigkeit der Erbfolge zu überzeugen, dabei kommt es eventuell auch auf den Inhalt des ersten Testaments an. Auch wenn das Ergebnis für Sie vermutlich negativ ausfallen wird, steht es Ihnen zu dies zu überprüfen.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke

Bewertung des Fragestellers 15.04.2021 | 10:19

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