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Aus Jahresmiertvertrag rauskommen. Welche Möglichkeiten haben wir?

17. August 2022 13:50 |
Preis: 55,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


16:28

Zusammenfassung:

vorzeitige Beendigung des Mietverhältnisses

Sehr geehrter Anwalt, sehr geehrte Anwältin,
wir sind Ende April aufs Dorf gezogen in ein Mehrfamilienhaus. Wir wollten hier zur Miete wohnen bis wir unser Haus Ende des Jahres sanieren können, weil dann unsere Mieter ausziehen. Haben also den Mietvertrag unterschrieben, weil wir dachten, dass wir das Jahr benötigen, bis wir in unser Haus einziehen können.
Leider sind wir hier in der Mieterhölle gelandet. Erst wurde unser kleiner Hund von einem Nachbarshund um ein Haar fast zerbissen, wobei man Mann ebenfalls heftige Bissverletzungen an der Hand davon getragen hat. Da der Dorfbewohner uneinsichtig war mussten wir zur Schadensregulierung das volle Programm fahren (Anwalt, Atteste, Anzeige, etc.). Zur Zeit versucht die Versicherung des Verursachers die (eh schon lächerlich geringe Summe) weiter zu drücken. Ärgerlich, aber noch nichts im Vergleich zu dem was wir hier seitdem erleben.
Die meisten Bewohner des Dorfes wohnen seit der Wende hier, sind zusammen zur Schule gegangen und begreifen sich als große Familie, zu der wir als Wessis und Zugezogene natürlich keinen Zugang haben und ehrlich gesagt auch wenig Verständnis (Anno 2022) für zeigen. Das Verhalten der Dörfler orientiert sich nicht an Recht und Gesetz oder an geltenden Normen und Regeln, sondern an dem, was die für sich als richtig oder falsch empfinden. Wir machen also alles falsch. Seitdem versucht man uns hier wegzumobben. ich wurde von einem ständig angektrunkenen Nachbarn mit einem riesen Stock bedroht, meinen kleinen Hund wollte er umbringen, wir werden "belehrt" wie man sich auf einem Dorf benimmt, werden aggressiv angegangen, oder bestenfalls ignoriert. Auf jeden Fall zeigt man uns deutlich, dass wir hier unerwünscht sind.
Mein Mann ist im Krankenhaus beschäftigt und arbeitet im Nachtdienst. Ergo ist er auf einen ruhigen Tagesschlaf angewiesen. Daher sind wir auch aufs Dorf gezogen. Seit einigen Tagen hat unsere direkte Nachbarin nun Besuch von ihren unfassbar lauten Enkelkindern und ich vermute, dass sie diese aufgehetzt hat, sich im Hausflur besonders laut zu bewegen, zu trampeln und im Hausflur zu stören. Meine Bitte nach mehr Ruhe und Rücksicht so lange mein Mann schläft, wurde abgelehnt, ich wurde geradezu verhöhnt. Nun möchten wir die Situation nicht weiter eskalieren, sondern zügig ausziehen. Leider haben wir nun den Mietvertrag am Hals, der beschreibt, dass sowohl Vermieter als auch Mieter bis zum 30.04.2022 auf ein ordentliches Kündigungsrecht verzichten. Dann, so verstehe ich den Mietvertrag setzt die reguläre Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Monatsende ein. Wir können also erst im Mai zu Ende Juli 2023 kündigen.
Die Verwaltung mit Sitz in Berlin kümmert sich leider gar nicht, egal mit was man sich an sie wendet und sagt, man solle den Wohnungseigentümer (Hausbesitzer) anschreiben. Es ist das Gerücht im Umlauf, dass dieser die Wohnungen einzeln oder das ganze Haus verkaufen will, also überhaupt kein Interesse an der Lösung dieser Situation hat, also weder Abmahnungen aussprechen wird noch sonst sich hier inhaltlich engagieren will.

Meine Frage: Mein Mann und ich möchten nun zügig in den nächsten Wochen ausziehen, spätestens zu Ende Oktober. Nun haben wir überlegt, wenn der Vermieter uns nicht vorzeitig aus dem Mietvertrag rauslässt, bzw. eine ordentliche Kündigung nach 3 Monaten akzeptiert, ob wir nicht einfach die Mietzahlungen einstellen in der Hoffnung, dass er uns selbst dann fristlos kündigt. Wir möchten zwar ausziehen, weil ein Weiterwohnen hier wirklich einem Spießrutenlaufen gleicht und wir uns hier nicht weiter dem aggressiven Verhalten der "Ureinwohner" aussetzen möchten. Andererseits möchten wir auch nicht bis Ende Juli 2023 die Miete zahlen. Können wir uns durch Entzug der Mietzahlungen kündigen lassen (wobei wir die fristlose Kündigung dann annehmen und die bis Oktober zu zahlende Miete selbstverständlich umgehend begleichen werden) ohne dass uns juristische Konsequenzen wie Schufaeinträge und weitere Nachteile drohen. Wir wollen hier nur noch weg!!!
Sehen Sie irgendeine Möglichkeit für uns, hier vorzeitig aus dem Mietvertrag herauszukommen?
Vielen Dank für Ihren Rat.

17. August 2022 | 14:48

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Der Grundsatz besagt, dass der Vertrag zwischen Ihnen bindend ist und zumeist eine ordentliche Kündigung bis zum Ablauf der Mindestvertragslaufzeit unmöglich ist. Jedoch können Umstände hinzutreten, die ein Festhalten am Vertrag für eine Seite unmöglich macht.

Die Gesamtsituation ist unzumutbar geworden. Bei Bedrohung und Nötigung ist ein Punkt erreicht, an dem man fristlos und hilfsweise fristgerecht mit einem Sonderkündigungrecht (3 Monate) den Mietvertrag kündigen kann und auch sollte. Selbst wenn den Vermieter keine Verantwortung trifft, sind jedoch die Gesamtumstände zu berücksichtigen, die die Kündigung rechtfertigen.

Natürlich besteht die Möglichkeit auch die Mietzahlung einzustellen. Jedoch ist es eine freie Entscheidung des Vermieters hier mitunter bis zum Ende des Mietverhältnisses zuzuwarten oder gar ansonsten Schadensersatz zu fordern, wegen Kosten für einen Ersatz (Makler, Leerstand, etc.). Dies sollte umgangen werden, zumindest aus wirtschaftlichen Gründen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Wübbe

Rückfrage vom Fragesteller 17. August 2022 | 15:49

Sehr geehrter Herr Anwalt,

darf ich Sie kontaktieren, um mir von Ihnen eine solche Kündigung schreiben zu lassen? Ich möchte so schnell wie möglich hier weg und wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie diese Kündigung formulieren könnten. Dann wären wir juristisch auf der sicheren Seite und selbst wenn der Vermieter sich sträubt, so kann man vielleicht einen Vergleich anstreben (z.B. Miete bis zum Jahresende zahlen).
Bis dahin würde ich erst einmal ein paar weitere Situationen schriftlich an den Vermieter übermitteln, damit er weiß, dass es uns ernst ist.

Vielen Dank und viele Grüße!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17. August 2022 | 16:28

Aber natürlich. Das würde ich sehr gern machen. Ich kann Ihnen dazu gern ein Angebot schreiben.

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