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Aufsichtspflicht auf einer Klassenfahrt

13.07.2009 01:29 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

folgendes Problem:

Meine 16 jährige Tochter und ihre ebenfalls 16jährige Freundin (10. Klasse Gymnasium) haben die Patenschaft über eine 5. Klasse (Gymnasium) übernommen und haben diese nun auch auf ihre Abschlussfahrt begleitet. Die Mädchen durften sich - wenn sie von den Lehrerinnen nicht mehr gebraucht wurden – eigenständig bis 24.00 von der Gruppe entfernen.

Dort geschah folgender Vorfall:

Ein Junge aus der Klasse hat beide Mädchen hartnäckig und über Tage um Alkohol angebettelt und die Mädchen aufgefordert, ihm Bacardi zu besorgen, die Mädchen haben dies natürlich immer wieder abgelehnt und ihn darüber aufgklärt, dass es sowohl für ihn als auch für sie selbst verboten sei, Schnaps zu trinken. Mindestens einmal müssten die Lehrerinnen, diese Bettelei mitbekommen haben, das sich alle zusammen in einem kleinen Souvenirladen
aufhielten.
An einem Tag holten sich die Mädchen die Erlaubnis, allein beim Supermarkt einkaufen zu gehen und kauften sich dort je 2 Becks Ice (333ml, 2,5% Alkohol, Bier-Limonadengemisch).
Am selben Tag tranken sie davon jeder 1 Flasche abends am Strand nachdem sie von den Lehrerinnen an diesem Tag entlassen worden waren und „Feierabend“ hatten. Später am Abend nachdem sie sich in der Jugendherberge bei den Lehrerinnen zurückgemeldet und zum
Schlafen gehen abgemeldet hatten und bereits auf ihrem, abseits von den Zimmern der Fünftklässlern (anderes Gebäude), gelegenem Zimmer waren, stürmten 5 Jungen aus der Klasse ihr Zimmer und verlangten Alkohol, nach langem Ablehnen seitens der Mädchen
gaben sie schließlich nach, weil sie sich der Situation nicht gewachsen fühlten und ließen jeden Jungen 1 x aus einer angebrochenen, ca.halbvollen Flasche Becks Ice einen Schluck
nehmen, um die Jungs los zu werden, die sich dann auch zufrieden trollten.

Nun will die Lehrerin den Mädchen einen Schulverweis erteilen lassen, nachdem die Eltern von dem Vorfall erfahren haben und die Lehrerin unter Druck gesetzt haben, weil die Mädchen ihre Aufsichtspflicht verletzt hätten. Außerdem sollen sich die Mädchen vor der Elternschaft rechtfertigen.

Ich halte das für völlig unverhältnismäßig. Die Mädchen sind mitgefahren, um mit den Kindern zu spielen und zu basteln und haben dafür zu Hause liebevoll ein Programm ausgearbeitet. Über ihre evtl. Pflichten sind sie von den Lehrerinnen nicht aufgeklärt wordendafür sind sie von diesen zum Wein kaufen geschickt worden.

Die Mädchen wissen, dass sie sich falsch verhalten haben, fühlten sich in der Situation aber überfordert und hatten keine Vorstellung von den Konsequenzen.
Was kann ihnen schlimmstenfalls passieren und wie können wir uns gegen diese Lehrerin wehren?
13.07.2009 | 05:54

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:
Grundsätzlich haben die Lehrer die Aufsichtspflicht, das heißt in Ihrem Fall sie – die Lehrerin – hätte verhindern müssen, dass sich die Jungen aus ihrem Gebäude entfernen und zu den Mädchen gehen. Die Aufsichtspflichtverletzung liegt somit auf Seiten der Lehrerin vor.

Das Verhalten, dass man den Mädchen anlasten könnte ist, dass sie den Jungen Alkohol gegeben haben, um diese loszuwerden. Die richtige Handlung wäre gewesen, die Lehrerin darüber zu informieren, dass sich die Jungen aus ihrem Zimmer entfernt haben, damit sie dafür Sorge tragen kann, dass diese sich wieder auf ihre Räumlichkeiten begeben.

Für das weitere Vorgehen rate ich den Verweis durch ein Gespräch mit der Lehrerin abzuwenden, insbesondere darauf hinzuweisen, dass die ursächliche Pflichtverletzung auf der Seite der Lehrerin liegt: Hätte diese ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt, wären die Jungen nicht in das Zimmer der Mädchen gelangt und es wäre dann nicht zu der Situation gekommen, dass die Mädchen dafür Sorge tragen mussten, dass die Jungen wieder in ihre Zimmer gehen. Mit dieser Argumentation sollte der Verweis abzuwenden sein. Hilfreich ist auch, wenn man anheimstellt, dann von der Einleitung disziplinarischer Maßnahmen gegenüber der Lehrerin abzusehen.
Meiner Meinung hätten zudem die Mädchen vorher aufgeklärt werden müssen und ihnen Anweisungen gegeben werden sollen, wie sie sich in bestimmten, hypothetisch verlaufenden Situationen zu verhalten haben.

Wenn der Verweis doch erteilt werden würden, müsste man sich dagegen wehren, das kommt darauf an, welches Verhalten konkret den Mädchen vorgeworfen wird.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

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