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Klassenfahrt


31.05.2007 18:30 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Werte Damen und Herren,
mein Sohn( 17- Jährig)wurde wegen fahrlässigen Verhaltens während einer Klassenfahrt auf Rügen nach Hause geschickt. Da ich dienstlich verhindert war, hatte ich keine Möglichkeit, ihn von dort abzuholen. Er wurde ohne eine Aufsichtsperson in einen Zug gesetzt, der mit 5- stündigem Aufenthalt (von 23.00 Uhr bis 4 Uhr)nach 12- stündiger Fahrt in Weimar ankam.Sein fahrlässiges Verhalten bestand darin, dass er sich von einer Tour nach Abmeldung bei einer Begleitperson auf den 9,4 km langen Weg zum Wohnobjekt machte und das letzte Stück des Weges getrampt ist.Muss ich diese Maßnahme so akzeptieren und wer hätte die Aufsicht während des Rücktransportes gehabt?

Bitte helfen Sie mir.
Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrte Fragestellerin,

die Rechtslage ist in Fällen Ihrer Art in der Tat unübersichtlich. Im thüringischen Schulgesetz findet sich im Gegensatz zu anderen Schulgesetzen keine ausdrückliche Regelung über die umfassenden Aufsichtspflicht über die Schüler. Hier kommen dann vor allem Richtlinien des Schul- und Bildungsministeriums in Betracht.

Danach ist es grundsätzlich so, dass bei Ausschluß eines Schülers umgehend der Schulleiter sowie die Eltern zu informieren sind und der Schüler - sofern nach Alter und Reife vertretbar und sofern dies für die aufsichtspflichtigen Lehrer nicht anders zumutbar ist - auch allein nach Hause geschickt werden kann. Wie Sie daraus ersehen können, hängt hier sehr viel vom Einzelfall ab.

Sie sollten Folgendermaßen vorgehen, wenn Sie die Sache mit dem Rücktransport nicht auf sich beruhen lassen wollen: Verlangen Sie von der Schule eine schriftliche Begründung unter Angabe der betreffenden Rechtsgrundlagen sowohl für den Klassenfahrtausschluß als auch die aufsichtslose Rückführung Ihres Sohnes. Danach können Sie sich mit diesem Schreiben an einen Rechtsanwalt wenden, der prüfen kann, ob hier tatsächlich eine Rechtsverletzung oder Haftung von Lehrern oder Schule in Betracht kommt.

Alternativ können Sie auch zunächst um ein formloses Gespräch mit dem Klassenlehrer oder Schulleiter bitten, um die Angelegenheit vorab zu besprechen und alle Hintergründe zu erfahren. Im Rahmen dieses Gesprächs können Sie dann Ihre Fragen stellen. Damit verhindern Sie, dass die Angelegenheit gleich auf eine konfrontative Ebene gelangt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln.

Bei weiteren Fragen oder Anliegen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Schneider
Rechtsanwalt


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