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Arzt vollzieht andere Operation als vereinbart

5. Juli 2022 19:59 |
Preis: 40,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von


21:16

Ich hatte eine Schönheitsoperation am 03.06.2020
Implantatswechsel + Straffung Mastopexie mittels T Naht.

Kosten: 6000€+6000€
2000€ Rabatt=10000€ Vorrauszahlung

Der Arzt hat aber einfach eine andere „billige" Straffung vollzogen, nur um die Brustwarzen herum. Er entschied dies eigenmächtig ohne Rücksprache Ich fühle mich betrogen.

Wegen weiterer Behandlungsfehler ist der Fall bei der Schlichtungsstelle der Ärztekammer.
Diese schrieb jedoch bezüglich der Rechnung folgendes:
Die privatärztliche Rechnungsprüfung ist nicht Inhalt dieses Schlichtungsverfahrens

Kann ich das Geld für die nicht vollzogene Straffung zurückfordern?
Wie lange kann ich das Geld zurückfordern? Wann verjährt diese Möglichkeit?
Habe ich eine Chance?

Mit freundlichen Grüßen

5. Juli 2022 | 20:29

Antwort

von


(462)
Gräfelfinger Str., 97a
81375 München
Tel: 089 1222189
Web: http://www.kanzlei-richter-muenchen.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Arzt ist verpflichtet, umfassend über den Eingriff aufzuklären sowie über den Verlauf, die Erfolgsaussichten, die Risiken etc.. Bezieht sich diese Aufklärung auf eine andere Behandlung oder erfolgte diese nur stichwortartig, könnte hier ein Behandlungsfehler (sog. Aufklärungsfehler) vorliegen.

Wenn er eine andere (billigere) Methode durchgeführt hat, liegt ein Aufklärungsfehler nahe.
Dem Sachverhalt lässt sich nicht entnehmen, ob das Ergebnis unter dieser angewendeten Methode gelitten hat.

Desweiteren sprechen Sie von weiteren Behandlungsfehlern. Für eine rechtliche Einschätzung müsste ich wissen, welche Fehler noch vorliegen und wie das Ergebnis ausgefallen ist.

Gerne können Sie mir den gesamten Sachverhalt per Email schildern.

Die regelmäßige Verjährungsfrist nach Behandlungsfehlern beträgt 3 Jahre (§ 195 BGB) und beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Fehler passiert ist und der Patient diesen bemerkt hat (§ 199 Abs. 1 BGB).


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Richter

P.S. Die Schlichtungsstellen sind oftmals auf Seiten der Ärzte und sind nicht immer unparteiisch.


Rückfrage vom Fragesteller 5. Juli 2022 | 20:55

Danke für die Antwort!

Das Ergebnis ist mies. Waterfallsyndrom. Er hat größere Implantate gewählt, als vereinbart. Dennoch ist die Brust nicht straff.
Er hat mit einer weiteren Straffung um die Brustwarzen herum den Fehler beseitigen wollen und mich damit getröstet, die große T Schnitt Narbe müssten bei mir nicht sein.
Er verkleinerte in der 2. Operation meine Brustwarzenvorhöfe so drastisch, und verlegte die eigentlich mittigen Brustwarzen so weit an den oberen Rand, dass nur 2-3mm übrig geblieben sind. Nichts davon wurde jemals besprochen. Die Narben sind extrem breit. Das Ergebnis genauso unbefriedigend. Eigentlich sogar schlimmer. Minimal straffer, aber extrem vernarbt.

Warum liegt ein Aufklärungsfehler vor, wenn er sich - während ich in Narkose liege - entscheidet, nicht zutun was ich bezahlt habe? Das ist doch Betrug!? Oder wo liegt mein Denkfehler?

Wie wehre ich mich denn richtig?
Was soll ich tun?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 5. Juli 2022 | 21:16

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Abgrenzung zwischen Aufklärungs- und Behandlungsfehler sind oftmals nicht eindeutig.
Wurde eine unpassende Behandlungsmethode gewählt, liegt ein Behandlungsfehler vor.
Hat der Arzt dagegen während der OP erst gemerkt, dass eine andere Methode passender ist und hat er aber darüber nicht aufgeklärt, dann liegt ein Aufklärungsfehler vor.

Über die Möglichkeit eines entstellendes Ergebnisses wird regelmäßig aufgeklärt.
Dies kann also nicht maßgeblich sein, wenn die richtige Behandlungsmethode gewählt wurde.

Auf jeden Fall müssen Sie zunächst den Aufklärungsbogen verlangen, um festzustellen, in welche Eingriffe Sie genau eingewilligt haben.

Gerne bin ich Ihnen hierbei behilflich.

Beste Grüße
RA Richter

ANTWORT VON

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