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Horror Operation eines Lipödems am Knie. Mieder passte nicht und zu teuer.

| 26. November 2019 10:48 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von


14:28

Ich habe ein Lipödem an beiden Beinen. Ich bin Schweizerin und die Situation ist hier, dass die Krankenkassen den Eingriff (Absaugung der kranken Fettzellen) nicht übernehmen, bin ich nach Deutschland ausgewichen. Die Preise sind gegenüber der Schweiz bezahlbar. Schlussendlich habe ich mich für eine Praxis entschieden und am 25.10.2019 war in München die Operation. Ich hatte Schmerzen im Knie und der Eingriff kostete 2800 € Dazu kamen noch 245 € für ein Mieder, dass man mir nach der OP anziehen sollte.

Der Eingriff war Horror und menschenunwürdig. Ich lag nackt auf dem OP Tisch und dies über zwei Stunden lang. Zuvor wurde ich am ganzen Körper mit einem Desinfektionsmittel abgespritzt. Dies sei nötig, da ich einen Pilz habe. Dabei waren es die Resten einer behandelnden Psoriasis.

Nach der OP wollte man mir das Mieder anziehen. Es passte bereits an den Beinen nicht. Es schnitt mir sogar unten beim Bündchen vom Bein in die Haut ein. Es war mindestens zwei Grössen zu klein. Am Abend und in der Nacht schnitt es sich in der Schulter und am Bein so sehr ein, dass ich es ausziehen musste. Ich organisierte mir am nächsten Tag einen Stützstrumpf. Wieder in der Schweiz wollte ich nachsehen ob es von dem Mieder noch andere Grössen gibt. Ich habe dann gesehen, dass es für knapp 100 € von einer Firma in Frankreich verkauft wird. Dadurch ich das Mieder nicht tragen konnte, gab es dann Komplikationen. Ich muss den Eingriff nochmals vornehmen lassen.

Die Behandlung während der OP ist das eine. Aber das mit dem Mieder ist eine andere Sache. Ich habe extra die Praxis damit beauftragt, damit ich das korrekte Mieder bekomme und den Heilungsprozess so unterstützen kann. Der zu hohe Preis und die Tatsache das ich das Mieder nicht tragen konnte, empfinde ich als Abzocke. Man sagte mir beim Beratungsgespräch, dass es verschiedene Grössen gibt und man mir ein passendes organisiert. Vermutlich haben sie einfach eines aus der Schublade genommen.......

26. November 2019 | 11:33

Antwort

von


(1260)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
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Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Leider sagen Sie nicht, welches Ziel Sie verfolgen möchten.

Dass Sie von „Abzocke" sprechen, lässt darauf schließen, dass Sie die angefallenen Kosten als unangemessen hoch ansehen. In rechtlicher Hinsicht könnte das bedeuten, dass Sie Rückzahlung eines noch zu bestimmenden Geldbetrags verlangen.

Probleme gab es wohl mit der Passform des Mieders. Sie sagen, das Mieder, das man für richtig gehalten hat, sei mindestens zwei Größen zu klein gewesen, so dass es an Schulter und Beinen eingeschnitten habe. Das wiederum heißt, dass Sie Schmerzen erlitten hatten mit der Folge, dass man daran denken könnte, Schmerzensgeld zu verlangen.


2.

Ob die Kosten für den operativen Eingriff zu hoch angesetzt sind, kann man aus der Distanz nicht beurteilen. Ich gehe aber davon aus, dass Ihnen die Kosten bekannt gewesen sind, als Sie in den Eingriff eingewilligt hatten.

Die Kosten für das Mieder, das Ihnen nicht passte, könnte man als nutzlose Aufwendungen ansehen, mit der Folge, dass Sie den Betrag von 245 €, den Sie für das Mieder aufwenden mussten, zurückverlangen könnten.


3.

Des weiteren ist an Schmerzensgeldansprüche zu denken, da das Mieder Ihnen Schmerzen bereitete. Konkrete Verletzungen sind aber nicht aufgetreten. D.h., wenn überhaupt ein Schmerzensgeld infrage kommt, bewegt sich dieses im unteren Bereich, wobei, sofern man überhaupt ein Schmerzensgeld ansetzen kann, vielleicht ein Betrag von 100 € als angemessen angesehen werden könnte.

Bei dieser Beurteilung lege ich Ihre Sachverhaltsschilderung, so wie sie hier vorliegt, zu Grunde.


4.

Mehr kann man aufgrund der Sachverhaltsschilderung und aufgrund der Tatsache, dass Sie nicht sagen, welches Ziel verfolgt werden soll, zur Sache nicht sagen.

Allein das Empfinden, dass ein medizinischer Eingriff zu teuer sei, ist eine persönliche Sache und braucht mit den tatsächlichen Gegebenheiten nicht in Einklang zu stehen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 26. November 2019 | 13:33

Sehr geehrter Herr Raab

Entschuldigung, ich habe mich undeutlich ausgedrückt. Unter Abzocke meine ich das Mieder. Diese 245 € habe ich deswegen bezahlt, damit ich nach der Operation die bestmöglichste Versorgung habe. Nach einer Liposuktion bei einem Lipödem (Fettverteilungsstörung) braucht es ein Kompressionsmieder. Zuerst wollte ich in der Schweiz eines kaufen. Ich wollte einfach alles richtig machen um den Heilungsprozess nicht zu gefährden. Eigentlich muss diese Kompressionswäsche mindestens 6 - 8 Wochen getragen werden.

Die Schmerzen, die mir das Mieder verursachten waren nicht schlimm, dies einfach zur Info. Es ist/war mir zu klein, zu kurz, zu schmal....wie man es auch ausdrücken möchte, es schnitt sich in die Haut. Ich habe die Praxis informiert und es hiess, dass ich dieses Mieder tragen muss.

Alles andere rund um die Operation ist halt eine negative Erfahrung. Da kann man nichts mehr machen.
Wie stehen meine Chancen das Geld für dieses Mieder zurückzubekommen?
Vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26. November 2019 | 14:28

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Nach Ihrer Schilderung ist es wichtig, das Mieder nach der Operation zu tragen, jedoch war das Mieder unpassend und damit auch unbrauchbar. D.h., die Zahlung des Betrages von 245 € ist eine nutzlose Aufwendungen gewesen und Sie mussten ein anderes Mieder kaufen.


2.

Es ist Sache der Praxis, die die Operation durchgeführt hat, dafür Sorge zu tragen, dass Sie ein passendes Mieter erhalten. Indem die Praxis Ihnen ein unbrauchbares Mieder verkauft hat, liegt eine so genannte positive Vertragsverletzung vor, wonach die Praxis verpflichtet ist, Ihnen den Schaden zu ersetzen. Der Schaden besteht in der Zahlung des Betrages von 245 €.

Daher sollten Sie die Praxis anschreiben und Rückzahlung des Betrages von 245 € verlangen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 19. Dezember 2019 | 21:50

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Vielen Dank! Leider kommt meine Bewertung etwas spät. Ich werde nun die Praxis anschreiben und das Geld zurück verlangen. Freundliche Grüsse.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 19. Dezember 2019
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