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Chance auf Erfolg bei Klage gegen Arzt

24.11.2013 18:08 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Philipp Wendel


Guten Tag,

ich schildere Ihnen hier meinen Fall mit der Hoffnung etwas über die Rechtslage bzw. die Erfolgschance meines Falles zu erfahren.
Es geht um folgendes:

Am 30.08.13 suchte ich wegen Zahnschmerzen eines wurzelbehandelten Zahnes einen Zahnarzt auf der mir mit Verdacht auf einen Haarriss den Zahn zog. Nach einigen Tagen bekam ich sehr starke Schmerzen in diesem Bereich so dass ich notfallmäßig nochmals die Praxis aufsuchte. Der Zahnarzt meinte die Wunde verheile gut aber irgendetwas stimmt nicht da die Stelle sehr schmerzempfindlich ist und verwies mich daraufhin noch am gleichen Tag (02.09.13) zu einem Kieferchirurgen. Und da fing das Martyrium an.
Der Chirurg machte eine Röntgenaufnahme der oberen Zahnreihe und meinte eine leichte Verschattung der linken Kieferhöhle erkennen zu können. Er meinte diese müsse sofort geöffnet und "ausgeräumt" werden. Eine wirkliche Aufklärung erfolgte kaum, so dass ich die meisten Fragen selbst stellen musste um eine etwaige Vorstellung des Eingriffs zu bekommen. Auf meine Frage nach den Risiken wurde mir knapp erklärt das dies ein Routine Eingriff sei und ich mir keine Sorgen machen müsse. Auch habe ich dem Chirurgen erklärt eine schlechte Wundheilung zu haben woraufhin er sich nach mehrmaligem erwähnen davon überzeugen lies mir Antibiotika zu verschreiben. Bei der Kiefenhöhlenöffnung spürte ich einen plötzlichen sehr starken ziehen Schmerz vorbei am li. Nasenflügel bis ins Auge und in die Zähne schießend. Dies teilte ich dem Arzt augenblicklich mit da mir die Tränen in die Augen schossen. Da ich selbst im medizinischen Bereich tätig bin dachte ich sofort an einen typisch beschriebenen Nervenschmerz. Der Arzt zuckte mit den Achseln, sagte es sei gleich wieder vorbei, ganz normal und operierte munter weiter. Ich bekam eine Woche später einen Termin zum Fäden ziehen. In dieser Woche wurden die Schmerzen so stark das ich nicht nur nicht arbeiten, sondern tatsächlich nicht mehr richtig gehen konnte. So humpelte ich wieder in die Praxis, der Arzt kam und fragte wie es mir ginge. Nachdem ich ihm erklärt hatte mit der linken Ferse nicht auftreten zu können weil mir sonst ein ziehender Schmerz in die linke Gesichtshälfte schießt sah er sofort etwas genervt aus und war mit dem Satz "Die Wunde verheilt gut, der Rest ist nicht mehr seine Sache dann müsse ich eben zum Neurologen gehen" aus dem Zimmer verschwunden.
In meiner Verzweiflung suchte ich einen Zahnarzt in Regensburg auf der sich der Sache annahm. Leider war die Entzündung so weit fortgeschritten das ein zweiter Zahn gezogen werden musste und ich anschließend wegen der dauerhaft anhaltenden Nervenschmerzen stationär in die Universitätsklinik zur Antibiosebehandlung musste.
Seitdem bin ich einmal pro Woche beim Zahnarzt, die Wunde war gut verheilt doch die Schmerzen wurden immer schlimmen.
Mein Zahnarzt hat mich nun letzte Woche zu einem anderen Kieferchirurgen geschickt der das ganze wieder aufgeschnitten hat und mir entsetzt sagte ich habe ein riesen Loch in der Kieferhöhlenwand. Und zwar an der Stelle an der der Nervus Infraorbitalis liegt. Dieser Nerv versorgt die Wange, die Zähne im Oberkiefer und den "Nasenflügel". Er sagte, der Chirurg sei viel zu weit vorne in die Kieferhöhle eingedrungen wobei der Nerv verletzt wurde und ich jetzt genau dort ein Loch im Knochen habe das mit hoher wahrscheinlich nicht mehr von selbst zuwachsen wird. Genau aus diesem Grund wendet man diese Methode schon lange nicht mehr an und er verstehe nicht wie ein Arzt das noch so machen könne.
Ich schleppe mich nun jeden Tag in die Arbeit, nehme seit 3 Monaten Antibiotika (diese Dosis sollte man auf ein ganzes Jahr verteilt nicht nehmen) und jeden Tag 3-4x täglich starke Schmerzmittel. Ich habe 24 Std. am Tag schmerzen, teilweise so stark das ich nur undeutlich sprechen kann. Ich kann kaum essen da ich nichts beißen kann, habe bereits über 5 kg abgenommen. Der Neurologe meinte der Nerv wäre irreparabel geschädigt und um mir den Lebensalltag zu erleichtern müsse ich starke Schmerzmittel (Eptileptika) einnehmen. Ich bin gerade 29 Jahre und kann kaum meinen Alltag noch bestreiten. Auch laufe ich seit nun 3 Monaten mit sichtbarer Zahnlücke herum da mir wegen den Schmerzen kein Provisorium eingesetzt werden kann. Um es nochmal zu verdeutlichen wie schlimm es wirklich ist: er schmerzt beim reden, in Ruhestellung, die Haut ist so gereizt das ich nicht mal eine normale Gesichtscreme ohne Schmerzen auftragen kann. Ich weis nicht mehr weiter.

Ich würde den Chirurgen gerne auf Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagen da so mein Leben nicht besonders lebenswert ist. Und das mit 29 Jahren. Hätte ich denn eine Chance den Fall zu gewinnen???

Danke für Ihre Mühen,
Mit freundlichen Grüßen,

S.L.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


"Hätte ich denn eine Chance den Fall zu gewinnen???"

Grundsätzlich ist hier zu klären, ob ein Arzthaftungsfall vorliegt.

Unter Arzthaftung versteht man die Verantwortung eines Arztes gegenüber einem Patienten bei schuldhaftem Handeln, welche infolge der Ausübung seiner ärztlichen Tätigkeit entsteht.

Eine Haftung des Arztes kann zum einen daraus resultieren, mangelhaft über Behandlungsweise, -vorgang und -risiken aufgeklärt zu haben und zum anderen daraus, eine medizinische Behandlung nicht unter Beachtung des zum Zeitpunkt der Behandlung aktuellen Erkenntnisstands der medizinischen Wissenschaft durchgeführt zu haben, es sei denn, der Patient und der Behandelnde haben einen abweichenden Standard der Behandlung zulässig und wirksam vereinbart. Behandlungsfehler können weiter aus einem Tun oder aus einem Unterlassen resultieren.

Ihre Sachverhaltsschilderung zugrunde gelegt deutet hier einiges darauf hin, dass ein Arzthaftungsfall vorliegen könnte.

Ich rate Ihnen folgendes:

Wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt, der im Bereich des Medizinrechts tätig ist. Dieser wird mit Ihnen den gesamten Sachverhalt erfassen und juristisch bewerten.

Ferner wird er sich dann mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen und ein Gutachten über den medizinischen Dienst über die Art und Weise der in Frage kommenden Behandlung anfordern welches sich um die Frage dreht, ob ein Behandlungsfehler vorliegt.

Parallel dazu wird anhand der Schemrzen und Einschränkungen ein Wert für den Betrag des Schmezensgeldes ermittelt sowie etwaige weitere Schadenspositionen geprüft.

Im Rahmen der hier auf dieser Plattform zu erfolgenden Erstberatung ist dies alles nicht möglich.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen und Weglassen von Informationen zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei für eine weitergehende Beratung oder Vertretung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
-Philipp Wendel-
Rechtsanwalt


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