Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Arbeitgeber will Zuschuss zum Mutterschaftsgeld neu berechnen w/ Lst.klassenwechsel

16.10.2007 10:39 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin am 03.07.07 in Mutterschutz gegangen und habe bis dahin ganz normal gearbeitet und war seit Januar 07 in Lohnsteuerklasse III eingestuft (nach Heirat im Dezember 06)

Die Lohnsteuerklasse haben wir zum 01.08.07 ändern lassen: mein Mann in III und ich in V.

Durch den Trubel der Geburt und den Wochen danach versäumte ich das Einsenden der Lohnsteuerkarte an den Arbeitgeber. Letzte Woche wurde ich daran erinnert durch eine Abrechnung, die meinen Anspruch auf Weihnachtsgeld enthielt, der noch in III abgerechnet wurde, sowie die Restzahlung des Mutterschaftsgeldes (Geburt des Kindes 10.08.07)
Ich nahm also Kontakt mit meiner Sachbearbeiterin auf, die mir u.a. mitteilte, dass dann der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld aufgrund der neuen Lohnsteuerklasse neu berechnet würde und ich hier mit einer Rückzahlung zu rechnen hätte.

Die Änderung der Lohnsteuerklassen zum 01.08. erfolgte, nachdem mir meine Steuerberaterin bestätigt hatte, dass ein Wechsel der Klasse in der Schutzfrist keine negative Auswirkung auf den Zuschuss des Arbeitgebers hätte, da er die 3 vor der Schutzfrist liegenden Kalendermonate zugrunde legen müsse, wo ich definitiv in III war.
Das sieht die Sachbearbeiterin anders und meint weiterhin, ich müsse zahlen, da jeden Monat ein fiktives Bruttogehalt berechnet würde mit der gültige Lohnsteuerklasse.
Nur habe ich in der RVO §200 und im MuschG §14 nachgelesen und da ist auch von den 3 Kalendermonaten vor der Schutzfrist die Rede, wo steht: wird als Mutterschaftsgeld das um die gesetzlichen Abzüge verminderte durchschnittliche kalendertägliche Arbeitsentgelt der letzten drei abgerechneten Kalendermonate vor Beginn der Schutzfrist nach § 3 Abs. 2 des Mutterschutzgesetzes gezahlt. Wo hierbei mit gesetzlichen Abzügen denke ich die GRV gemeint ist.

Muss ich nun was zurückzahlen oder nicht?

Vielen Dank vorab.

16.10.2007 | 12:53

Antwort

von


(413)
Stiller Winkel 3
18225 Kühlungsborn
Tel: 038293/432783
Tel: 0177/7240222
Web: http://www.rechtsbuero24.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragestellerin,

Ihrer Steuerberaterin ist Recht zu geben, eine Neuberechnung ist nicht erforderlich. Sie müssen nicht mit Rückzahlungen rechnen.

§ 14 MuSchG soll die werdende Mutter gerade vor Einkommensverlusten schützen, daher ist der von Ihnen bereits erwähnte Berechnungszeitraum im Gesetz als Grundlage genannt. Ob sich davor oder danach an den Einkommensverhältnissen, inkl. einer Lohnsteuerklasenänderung etwas ändert, ist irrelevant. Da die Änderung der Lohnsteuerklasse nicht in die Schutzfrist der 3 Monate fällt, ist als Berechnungsgrundloage Ihr Einkommen nach der alten Lohnsteuerklassse zugrunde zu legen.

Ich hoffe, Ihre Frage hilfreich beantwortet zzu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de


Rechtsanwalt Christian Joachim

Rückfrage vom Fragesteller 16.10.2007 | 14:53

Sehr geehrter Herr Joachim,

vielen Dank für die prompte Antwort.

Da mein Arbeitgeber gern etwas Schriftliches dazu hätte (der Sachverhalt ist so wohl noch nicht gewesen), eine konkretisierende Nachfrage:

Das im Gesetz benannte Entgelt in den 3 Monaten vor Schutzfristbeginn ist das Netto, richtig?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 16.10.2007 | 15:18

Sehr geehrte Fragestellerin,

richtig, hier ist das Netto-Gehalt, lt. Gesetz, dass um die gesetzlichen Abzüge verminderte durchschnittlichen kalendertägliche Arbeitsentgelt, anzusetzen.

Herzliche Grüße


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

ANTWORT VON

(413)

Stiller Winkel 3
18225 Kühlungsborn
Tel: 038293/432783
Tel: 0177/7240222
Web: http://www.rechtsbuero24.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Internet und Computerrecht, Miet und Pachtrecht, Strafrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90404 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Es ging um die Auswirkungen der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes auf Mietverhältnisse. Zwar konnte Herr Saeger nicht auf eine existierende Rechtsprechnung zurückgreifen, da die Novellierung noch sehr neu ist, er gab ... ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Sehr ausführliche hilfreiche Antwort, ich bin mit den Informationen sehr zufrieden! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Superschnelle Antwort auf meine Frage und sehr hilfreich ...
FRAGESTELLER