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Arbeitgeber in USA, Arbeitnehmer in Deutschland

| 21.09.2016 19:16 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo, mein Sohn hat die deutsche und US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Er hat ein paar Jahre in den USA gelebt und gearbeitet und entsprechend Steuer bezahlt bzw. ins Social Security System eingezahlt. Er soll und will dieselbe Arbeit von Deutschland aus erledigen (ist Betreuung von Kunden, fast nur telefonisch in Deutschland bzw. nahem Ausland). Der Arbeitgeber wird weiterhin die Zahlungen auf ein US-Konto einzahlen und die entsprechenden Steuern abführen bzw. dies kann auch mein Sohn tun mit einer US- Steuererklärung.
Was für rechtliche Konsequenzen stellen sich für ihn jetzt, steuerlich bzw. auch anderweitig (Krankenversicherung nur privat?, Rente, alles im Zusammenhang mit Sozialversicherung?). Muss er evtl. eine Gewerbe anmelden, obwohl er ja nur einen Arbeitgeber hat?) Gäbe es für den amerikansichen Arbeitgeber die Möglichkeit, eine Art "Zweigstelle" hier anzumelden?

21.09.2016 | 20:35

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sowohl nach nationalen (§§ 8 AO , 1 Abs. 1 EStG ) als auch internationale Recht (Art. 4 Abs. 1 DBA D-USA) ist Ihr Sohn in Deutschland aufgrund des Wohnsitzes unbeschränkt steuerpflichtig.

Ähnlich wie die USA wendet auch Deutschland in diesem Falle das so genannte Welteinkommensprinzip an, also auch Einkünfte aus den USA wären in Deutschland zu versteuern.

Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit sind grundsätzlich in dem Staat zu versteuern, in dem der Steuerpflichtige seinen Wohnsitz unterhält. Dies ergibt sich aus Art. 15 Abs. 1 DBA D-USA.

Allerdings, wird die Arbeit in dem anderen Vertragsstaat, also nicht dem Staat des Wohnsitztes, ausgeübt, so ist auch eine Versteuerung dort denkbar.

Sie tragen vor, Ihr Sohn wird für eine amerikanische Firma mittels Telefon Kunden betreuen. Handelt es sich um Kunden in den USA, so ist eine Versteuerung in den USA aus Art. 15 Abs. 1 DBA D-USA möglich.

Handelt es sich um Kunden in Deutschland und dem europäischen Ausland, so wäre eine Versteuerung in Deutschland gegeben.

Hier ist es also sinnvoll zu unterscheiden und ggf. eine Aussplittung vorzunehmen, der amerikanische Kundenstamm wäre in den USA zu versteuern, der Rest in Deutschland.

Aus Art. 15 Abs. 2 c DBA D-USA ist darauf zu achten, dass der Sohn weiterhin aus den USA bezahlt wird. Würde er von einer Betriebsstätte in Deutschland bezahlt, wäre eine Versteuerung in Deutschland auf jeden Fall gegeben.

Allerdings, da sich der Sohn höchst wahrscheinlich weniger als 183 Tage im Jahr in den USA aufhalten wird, ist ein Besteuerungsrecht Deutschlands aus Art. 15 Abs. 2 a DBA D-USa gegeben.

Aus Art. 23 Abs. 2 a DBA D-USA werden hierbei in Deutschland zur Vermeidung der Doppelbesteuerung die in den USA entstandenen Einkünfte von der Besteuerung ausgenommen, wenn diese in den USA versteuert werden. Liegen also nur Einkünfte aus den USA vor, so wäre in Deutschland nichts zu versteuern. Eine deutsche Steuererklärung wäre dennoch einzureichen.

Einkünfte, die im Zusammenhang mit Kunden in Deutschland oder anderen Ländern stehen, bleiben hiervon unberührt und wären in deutschland zu versteuern.

Ohne Einkünfte in Deutschland wäre grundsätzlich keine Rentenversicherungspflicht gegeben. Ihr Sohn könnte sich freiwillig gesetzlich rentenversichern oder eine private Rentenversicherung abschließen.

Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland eine Pflicht zum Abschluss einer Krankenversicherung. Auch hier kann sich ihr Sohn freiwillig gesetzlich versichern oder eine private Krankenversicherung abschließen.

Die gesetzliche Renten- und Sozialversicherer haben bestimmte Basistarife für freiwillig Versicherte. Diese wären auf Ihren Sohn anwendbar.

Eine Gewerbeanmeldung erscheint mir nicht sinnvoll. Eine Niederlassung des amerikanischen Arbeitgebers in Deutschland ist denkbar, würde aber zu einer garantierten Besteuerung der Einkünfte in Deutschland führen.

Einhergehend damit würde auch die Renten- und Sozialversicherungspflicht kommen. Ob dies gewünscht ist, vermag ich nicht abzuschätzen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park


Bewertung des Fragestellers 22.09.2016 | 10:18

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