Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Anzeige wegen Körperverletzung - Wie soll ich mich verhalten?


25.12.2005 01:07 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Guten Tag , Ich habe folgendes Problem , gestern nacht gegen 4.30 als ich mit einer Freundin die Disco verließ würde meine Begleiterin von einer gruppe disco besucher (2Frauen und 3 Männe bekannte von meiner Ex Freundin) mit worten unterhalb der gürtellinie beschimpft ( Schlampe , Bitch etc. ) zuerst habe ich versucht das zu ignorien aber als ich dann unser auto erreichte und gerade einsteigen wollte sagte einer der Typen wieder blonde schlampe , darauf hin bin ich zu ihm gelaufen und die sache nahm ihren lauf. Ich schrie die gruppe an fragte was das soll hab mir dann eine schupserrei mit dem größten der drei typen geliefert (Ich habe angefangen zu schupsen ) weiter ging es dann mit beschimpfen und der abschluss war das ich ihm einen Faustschlag ins gesicht verpasste und leider auch getroffen habe ( Nase fing stark an zu Bluten ) ich bin selbst davon ausgegangen das er mich gleich auch schlagen wollte aber ich denke das war nicht ersichtlich für andere im anschluss hat er auch mehmals versucht mich zu schlagen aber ohne treffer . Desweiteren ist nichts mehr großartig passiert da die Polizei inerhalb von zwei min vor ort war (gerufen durch freund des Opfers ). Die Polizei hat Personalien aufgenommen etc. und alle befragt ich habe der Polizei denn fall geschieldert wie hier , seltsam war das das ,,Opfer´´ kurz nach eintreffen der Polizei weggerant ist aber zuhause von der Polizei wieder aufgegriffen würde mit verständlich Kreichender Mutter und verwirten ,,Opfer`` . Jetzt meine Fragen -Wie soll ich mich verhalten -Was kann ich für eine strafe erwarten -wie gehts weiter Infos zu meiner Person -22 jahre wie das opfer -Noch nie im leben was mit der Polizei oder gericht zutun gehabt -Soldat im 4 dienstjahr noch 8 jahre vor mir (Angst um meine Arbeit habe ich auch ) -War zum tatzeitpunkt Betrunken (keine blutprobe oer etc. statgefunden)
Denke das muss reichen ist ja auch relativ umfassend denke ich Bitte um Hilfe bedanke mich im Vorfeld für ihre mühe Mit freundlichen grüßen J.T



-- Einsatz geändert am 25.12.2005 01:10:02
Eingrenzung vom Fragesteller
25.12.2005 | 01:34

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung gerne und kann Sie dabei, um das Ergebnis vorwegzunehmen, eher beruhigen:

1.

Im Raume steht natürlich nun der Vorwurf der Körperverletzung, siehe § 223 StGB,

kursiv

(1) Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

kursiv

Diese relativ hohe Strafandrohung darf Sie jetzt nicht erschrecken, wenn überhaupt dürfte es in Ihrem Fall zur Verurteilung zu einer Geldstrafe kommen. Zudem lässt sich hier durchaus an einen sog. Notwehrexzess (§ 33 StGB) denken.

2.

Wie die Staatsanwaltschaft weiter verfährt, wird man derzeit noch nicht seriös beurteilen können. Es spricht einiges für einen Strafbefehl, allerdings ist die Schilderung der Tatumstände durch die Beteiligten sehr unterschiedlich, was wiederum gegen das vereinfache Verfahren eines Strafbefehls spricht.

Sie sollen einfach gegenüber der Staatsanwaltschaft das vortragen, was Sie hier mitteilen – denn es enthält Einiges an entlastenden Umständen.

3.

M.E. müssen Sie sich keine Sorgen um Ihren Arbeitsplatz machen. Dass Verurteilungen bis zu 90 Tagessätzen nicht in das Bundeszentralregister kommen und Sie somit nicht als vorbestraft gelten, ist Ihnen evt. bekannt.

Nun besteht in Ihrem Fall wegen des Soldatenstatus die Besonderheit, dass Sie quasi beamtenrechtlichen Vorschriften und Sanktionen unterliegen –u.a. mit disziplinarischen Maßnahmen bei Fehlverhalten AUSSERHALB des Dienstes (siehe § 17 SoldatenG und die Wehrdisziplinar-Ordnung). Angesichts des –wenn überhaupt- geringen Strafmasses und der Rahmenumstände (erstmalige Strafbarkeit, zumindestens eine Tendenz Richtung Notwehrexzess) dürften Sie hier keine resp. keine gravierenden Sanktionen zu erwarten haben.

4.

Die „einfache“ vorsätzliche Körperverletzung nach § 223 StGB wie auch die fahrlässige Körperverletzung nach § 229 werden gem. § 230 StGB nur auf Antrag verfolgt, falls nicht ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht (was sich in Ihrem Fall zumindestens nicht aufdrängt). Deswegen wäre es durchaus hilfreich, wenn Sie das „Opfer“ zu einer Rücknahme der Anzeige bewegen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zur Verfügung und wünsche Ihnen ansonsten trotz des ärgerlichen Vorkommnisses noch angenehme Weihnachtstage.


Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 28.12.2005 | 11:41

Bedanke mich bei ihnen für ihre schnelle Hilfe , HAben mir Weihnachten um einiges angenehmer gemacht !!!!

Jetzt noch eine kleine frage zum abschluss :

Soll ich mir jetzt schon einen Anwalt holen oder damit noch warten bis irgendwas von der Polizei kommt ??? Oder brauche ich denn überhaupt ist ja mit erheblichen kosten verbunden

Hab auch mit dem gedanken gespielt dem Verletzen durch die Polizei ein Schreiben zukommen zulassen indem Ich mich für die Verletzung etschuldige aber nicht für die tat . Ist das ratsam oder soll man das eher lassen .

Nochmal Danke und einen guten start ins neue Jahr

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.12.2005 | 12:15

Sehr geehrter Herr T.,

danke für Ihre Nachfrage:

Zunächst einmal wäre es durchaus sinnvoll, dem Verletzten ein Entschuldigungsschreiben zukommen zu lassen. Dies muss natürlich kein „Geständnis“ sein, sollte aber erstgemeint wirken.

M.E. brauchen Sie jetzt noch keinen Strafverteidiger. Warten Sie ab, bis die Polizei / Staatsanwaltschaft auf Sie zukommt und in welche Richtung man dort vorgehen will.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen schon einmal alles Gute für 2006!

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -


ra.schimpf@gmx.de

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER