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Anzeig von www.fastload.tv bekommen


17.10.2007 17:09 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Hallo!


Ich hab ein grosses Problem!


Hatte mich im August bei www.fastload.tv angemeldet um mir deren Software herunterzuladen. Hat auch alles geklappt. Die Software hab ich dann heruntergeladen und installiert. Dann auch längere Zeit benutzt. Hatte bei Anmeldung gelesen, dass die Software nach 2 Wochen kostenpflichtig wird. Darum hatte ich eine falsche Adresse angegeben und natürlich nicht den Test gekündigt...

Dann kam per Email Rechnung und Mahnung für die Software von www.fastload.tv hab ich ignoriert...

Ende September bekam ich eine Ladung gegen mich als Beschuldigte wegen Betrugs zur Polizei - der Anbieter (fastload.tv) hat gegen mich Anzeige erstattet weil die Rechnung nicht bezahlt wurde und ich falsche Adressangaben gemacht hatte. Habe dort aber die Aussage verweigert.

Nun haben die mir die Staatsanwaltschaft Köln einen Strafbefehl über 30 Tagessätze zu 30 EURO also 900 EURO Strafe!!! geschickt. Man hat wohl anhand der Nutzungsdaten (IP-
Adressen, Email) die Anmeldung auf mich zurückgeführt.
Es geht sich bei der Anzeige also um die nicht bezahlte Rechnung (also die Anmeldung mit falschen Daten).
Die Anzeige ist wie gesagt wegen Betruges zum Schaden des Anbieters www.fastload.tv ergangen.

Ich kann nun innerhalb von 14 Tagen Einspruch einlegen.

Soll ich die Rechnung bei www.fastload.tv bezahlen und dies dem Gericht mitteilen und Einspruch einlegen? Lohnt sich ein Einspruch? Was soll ich machen?


Viele Grüsse


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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Fragen möchte ich anhand der vorliegenden Informationen wie folgt beantworten:

1. Die nachträgliche Bezahlung der Rechnung vermag den begangenen Betrug nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Ein Einspruch gegen den Strafbefehl, gestützt auf den Umstand, dass die Rechnung nunmehr bezahlt ist, macht daher keinen Sinn.
Es bleibt Ihnen unbenommen, auch ohne Bezahlung der Rechnung Einspruch gegen den Strafbefehl einzulegen, wenn Sie der Ansicht sind, dass man Ihnen den begangenen Betrug in der sich auf den Einspruch anschließenden Hauptverhandlung (in der Sie persönlich vor Gericht erscheinen müssten) nicht nachweisen kann. Die Sachlage scheint insoweit jedoch eindeutig zu sein.

2. Dem Anbieter bleibt es unbenommen, den durch Sie erlittenen Schaden auch zivilrechtlich geltend zu machen. Die Begleichung der Rechnung könnte daher, auch wenn sie den Betrug nicht zu beseitigen vermag, einem sich evtl. anschließenden zivilrechtlichen Verfahren vorbeugen.

3. Sie haben die Möglichkeit, den Einspruch gegen den Strafbefehl auf die Höhe der Tagessätze zu beschränken. Mit Zustimmung der Verfahrensbeteiligten kann das Gericht dann auch ohne mündliche Verhandlung entscheiden.

4. Sofern Sie den Strafbefehl dem Grunde und der Höhe nach akzeptieren, können Sie versuchen, mit der Staatsanwaltschaft eine Ratenzahlung zu vereinbaren. In der Regel lässt diese sich bei nicht zu geringen Raten hierauf auch ein.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
Rechtsanwalt
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