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Anstiftung Verlaufsaenderung

| 07.01.2018 17:35 |
Preis: 25,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Fall wird angenommen:

A stiftet B an, dass er einen Diebstahl alleine begehen soll.

A hat dies genau geplant und hat für B ausgeschlossen, dass es zu einem weiteren Rechtsbruch kommt.

B ist bekannt, dass er keinen weiteren Rechtsverstoss laut A machen soll und vom Gesetz her darf.

Während des Diebstahls begeht B jedoch eine Koerperverletzung.

Hat A eine Schuld an der Körperverletzung ?



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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Die Vorschrift des § 26 StGB hat folgenden Wortlaut: "Als Anstifter wird gleich einem Täter bestraft, wer vorsätzlich einen anderen zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat bestimmt hat."

D. h., der Anstifter muss den Vorsatz haben, den Haupttäter zu einer Straftat zu veranlassen.


2.

Im Beispielsfall handelt A mit dem Vorsatz, dass B einen Diebstahl begeht, Dass A eine Körperverletzung will oder auch nur billigend in Kauf nimmt, ergibt sich aus dem Sachverhalt nicht.

Folglich ist A nicht wegen Anstiftung zur Körperverletzung zu bestrafen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.01.2018 | 17:23

Vielen Dank fuer die Ausfuehrung.
Sehe ich dass Richtig, wenn auch der Diebstahl begangen wird, A nicht fuer die Koerperverletzung in die Schuld genommen kann, da die Koerperverletzung von beiden ausgeschlossen war.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.01.2018 | 17:47

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wir folgt Stellung:


Aus der Sachverhaltsschilderung ergibt sich nicht, ob B vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hat. Ich unterstelle aber Vorsatz bei B bezüglich der Körperverletzung. Folge: B würde (auch) wegen vorsätzlicher Körperverletzung bestraft.

Da sich der Vorsatz des A aber nicht auf die vorsätzliche Körperverletzung durch B erstreckt, kommt bei A nur Anstiftung zum Diebstahl in Betracht.

Dass die Körperverletzung von beiden ausgeschlossen gewesen sei, ist dabei unerheblich, wobei wir anhand der Sachverhaltschilderung hinsichtlich des Vorhabens von B nichts wissen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 07.01.2018 | 18:15

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Stellungnahme vom Anwalt:
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