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Körperverletzung mit Glasflasche

11.07.2017 23:41 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Es geht um Notwehrfragen nach einem Angriff mittels gefährlicher Körperverletzung.
Was ist zu tun, welche Risiken bestehen, was sollte man tun, um weitere Recht nicht zu verlieren (= Obliegenheiten).
Gang des Verfahrens, Rechte als Nebenkläger und Adhäsionsantrag.

Guten Abend.
Mein Name ist ***** und ich bin ***** Jahre alt.
Ich wurde am Sonntag (09.07.17)früh um 06:30 Uhr auf einer Geburtstagsparty von jemanden völlig ohne Grund mit einer Flasche angegriffen. Er hat mir die Flasche über den Kopf geschlagen. Aus Reflex hab ich den Angreifer auf den Boden geschmissen und ihm zweimal ins Gesicht geschlagen. Ich hab noch immer eine Beule und kleinere Schnittwunden am Kopf. Des weiteren stellte sich gestern raus, dass meine Hand gebrochen ist und es nun zu einer Operation kommen kann. Ich habe bei der Arbeit angegeben, dass ich gestürzt bin. Der Angreifer der mir bekannt ist, hat sich am Sonntag Abend noch bei mir gemeldet und sich entschuldigt. Da war mir das mit der gebrochenen Hand aber noch nicht klar. Ich werde jetzt ca 6 Wochen arbeitsunfähig sein.
Der Angriff wurde von mehreren Personen gesehen. Der Angreifer war am selben Tag noch im Krankenhaus. Er hat ein blaues Auge und würde genäht. Er hat angegeben, er sei von einer Bank gefallen.
Was soll ich und was kann ich jetzt tun??
Ich war noch nie in soetwas verwickelt und wusste nicht wie ich reagieren soll.
Danke für Ihre Antwort

Mit freundlichen Grüßen

12.07.2017 | 01:27

Antwort

von


(799)
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41812 Erkelenz
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Gerne zu Ihrer Anfrage:

Sie wurden Opfer (= Geschädigter) eines rechtswidrigen Angriffs. Der Angriff ist strafrechtlich eine gefährliche Körperverletzung.
Zur Durchsetzung Ihrer Rechte sollten Sie die Sache bei der zuständigen Polizeibehörde (oder auch der Staatsanwaltschaft) schriftlich oder durch Vorsprache anzeigen und zugleich „Strafantrag unter allen rechtlichen Gesichtspunkten" stellen.

Die Ermittlungsbehörden werden dann den Sachverhalt soweit wie möglich aufklären, indem sie die vorhandenen Zeugen anhören und ggf. auch ärztliche Unterlagen anfordern. Lassen Sie deshalb auch Ihre Verletzungen beweiskräftig dokumentieren und sichern. Ihre Beule und die Schnittwunden mittels Fotografie durch einen Zeugen.

Sollte es zu einem Strafprozess gegen den Täter (= Angeklagten) kommen, sollten Sie rechtzeitig einen Antrag auf Zulassung als Nebenkläger stellen. Denn dann können Sie Einfluss auf den Gang des Verfahrens nehmen und – was sehr zu empfehlen ist – schon im Strafprozess Schmerzensgeld und ggf. auch Ersatz Ihres darüber hinausgehenden (= materiellen) Schadens erlangen.

Was die „zweimaligen Schläge ins Gesicht Ihres Angreifers" angeht, besteht ein gewisses Risiko, dass man Ihnen im Strafprozess die Aktion als nicht mehr erforderliche Überreaktion entgegen hält. Hier bedarf es einer fachlich fundierten Darlegung des Sachverhalts, so dass ich Ihnen rate, die Strafanzeige nebst Antrag durch einen versierten Strafverteidiger vor Ort zu erstatten.

Denn die Polizei wird Sie zum Sachverhalt zunächst als (geschädigten) Zeugen hören, so dass es darauf ankommt, dass Sie die Sache wahrheitsgemäß als Reflexreaktion zu Ihrer Verteidigung (= Notwehr) darlegen. Damit wäre Ihre Verteidigungshandlung, die ja tatbestandsmäßig auch eine einfache Körperverletzung darstellt, durch Notwehr gerechtfertigt.

Aber wohlgemerkt, das sollten Sie einem Rechtsanwalt überlassen.

Denn von dem Ausgang der Sache hängen noch wichtige andere Aspekte ab, nämlich die sozial- und arbeitsrechtliche Seite.
Melden Sie deshalb den Vorgang auch unverzüglich (spätestens 1 Woche!) Ihrer Krankenversicherung und wegen der Arbeitsunfähigkeit Ihrem Arbeitgeber.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

Ergänzung vom Anwalt 12.07.2017 | 01:38

Das Verfahren zur Erlangung von Schmerzensgeld und ggf. weiterer Ansprüche nennt man Adhäsionsverfahren und wird durch einen solchen Antrag in den Prozess eingebracht.

ANTWORT VON

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