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Angeblicher Unfallschaden bei Rückgabe von Leasingfahrzeug

21.02.2019 14:13 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Es geht um "unterstellte" Schäden (oder Vorschäden) beim Kfz-Leasingvertrag.

Guten Tag,

vor einigen Tagen habe ich mein Leasingfahrzeug (Jahreswagen; km-Leasing; Leasingzeitraum: 3 Jahre) zurückgegeben. Es wurde ein Minderwertgutachten erstellt. Ich habe das Auto immer sehr pfleglich behandelt. Dennoch wurden in diesem Gutachten einige Punkte aufgezählt. Diese sind meines Erachtens allerdings durchaus plausibel sind und für deren Beseitigung bin ich natürlich auch bereit zu zahlen.

Es gab allerdings zwei Posten, die mich wirklich ärgern.

Zum einen wurde ein Posten in Höhe von 200€ aufgeführt, bei dem ein fehlendes Trennnetz bemängelt wurde. Dieses Trennnetz hatte ich allerdings niemals erhalten. Mir war auch nicht bewusst, dass es zur Ausstattung des Pkw gehörte.

Wie auch immer, muss ich akzeptieren, dass ich 200€ zu zahlen habe, oder kann ich selber Ersatz besorgen? Diese Netze sind nämlich (original und teils neu) für deutlich unter 80€ zu erwerben.

Während ich den ersten Punkt noch unter "dumm gelaufen" verbuchen kann, war im Gutachten ein zweiter Punkt aufgeführt, den ich nicht so einfach abtun kann.

Es wird nämlich unter dem Punkt "Optischer Zustand" und darauf aufbauend unter "Wertminderung aus Vorschäden" ein Schaden in Höhe von 3000€ unterstellt, welcher von mir unsachgemäß repariert wurde und nun Folgekosten in Höhe von 500€ und außerdem eine Wertminderung von 300€ verursacht. Der Wagen wird nun als Unfallwagen angesehen.

Es wird unterstellt, ich hätte während der Leasingzeit einen Unfall gehabt, diesen reparieren lassen und dies bei Abgabe nicht gemeldet. Fakt ist allerdings, dass ich keinerlei Unfälle mit dem Fahrzeug hatte und auch keinerlei Lackreparaturen habe durchführen lassen.

Da der Pkw bei Leasingbeginn bereits ein Jahreswagen war, bleibt nach meinem Dafürhalten nur die Möglichkeit, dass dieser Schaden noch vom Vor-Leasingnehmer oder Vorbesitzer stammen muss.

Der Schaden ist so geartet, dass ich ihn als Laie weder bei Übergabe gesehen hatte, noch er mir in den drei Jahren der Laufzeit aufgefallen ist.

Mir stellt es sich so dar, dass man bewusst oder unbewusst bei Leasingübernahme verschwiegen hat, dass es sich bei dem Pkw um einen Unfallwagen handelte und ich nun für eben diesen Schaden zahlen soll.

Meine Frage ist, wie ich an besten vorgehe, um die ungerechtfertigte Zahlung zu vermeiden?
Kann ich in irgendeiner Form dagegen vorgehen, dass man mir einen Vorschaden verschwiegen hat?

Freundliche Grüße!

21.02.2019 | 15:25

Antwort

von


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Gerne zu Ihren Fragen:

"Dieses Trennnetz hatte ich allerdings niemals erhalten. Mir war auch nicht bewusst, dass es zur Ausstattung des Pkw gehörte."

Das Vorhandensein des Trennnetzes bei der Übergabe hat der Leasinggeber ggf. per Übergabeprotokoll zu beweisen. Und zwar nach dem Grundsatz: Wer etwas von wem fordert, hat das dem Grunde und er Höhe nach ("deutlich unter € 80", wie Sie das schreiben), zu beweisen. Im Fall einer Klage würden Sie das Vorhandensein des Netztes erfolgreich bestreiten können.

Dasselbe gilt für ein Schaden in Höhe von 3000€, der Ihnen "unterstellt" wird, und den Sie dem Grunde nach hier wie folgt darstellen

"Es wird unterstellt, ich hätte während der Leasingzeit einen Unfall gehabt, diesen reparieren lassen und dies bei Abgabe nicht gemeldet. Fakt ist allerdings, dass ich keinerlei Unfälle mit dem Fahrzeug hatte und auch keinerlei Lackreparaturen habe durchführen lassen."

Auch hier wird der Leasinggeber seine "Unterstellung" beweisen müssen, wenn Sie das in einem etwaigen Prozess bestreiten.

Ggf. wird der Leasinggeber aufzufordern sein, sämtliche Leasingnehmer für die Zeit vor Ihnen offen zulegen, die er dann in eigener Obliegenheit befragen mag.

Sollte sich dann herausstellen, " dass man bewusst oder unbewusst bei Leasingübernahme verschwiegen hat, dass es sich bei dem Pkw um einen Unfallwagen handelte und ich nun für eben diesen Schaden zahlen soll."
kommen auch eine arglistige Täuschung in Betracht, die Ihnen - je nach Grad des Verschuldens ab dem Zeitpunkt (wg. der Jahresfrist) auch weitere Abwehr- oder Schadensersatzrechte einräumt.

Weisen Sie den Leasingeber auf diese Rechtslage hin.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

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