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Androhung einer Zwangsvollstreckung durch GV

11. November 2010 08:40 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von


11:55

GV hat angekündigt gemäß Auftrag in das bewegliche Vermögen des X zu pfänden.
X war nicht da, ein diebezügliches Schreiben lag im Familienbriefkasten (dieser trägt nur den Familiennamen). Er kündigte schriiflich sein Neuerscheinen in drei Tagen mit Zeitangabe an. Wenn niemand da sei, werde die Tür ggf. gewaltsam geöffnet werden ...

Ein Rückruf ergab, dass vor 10 Jahren ein Versämnisurteil öffentlich zugestellt worden sei, in einem Bundesland, in dem X nie gemeldet war.
Über das erhaltene AZ war nichts in Erfahrung zu bringen, worum es eigentlich ging, da die Gerichtsakte aufgelöst sei. Nur ein minimaler Rückbehalt läge dem Gericht vor. Der Verfahrensverlauf sei aber nicht mehr ermittelbar.
Die Bank gibt keine Akten oder Klage heraus. Richtig ist aber auch, dass in den Kontoauszügen ebenso der falsche Name ausgeführt wurde. Es ist daher auch anzunehmen, dass die Klage den falschen Namen trägt.

Klar ist aber auch, dass das Gericht den Nachnamen nicht korrekt in den Akten führt.

Der GV besitzt keine Klage, sondern nur den Titel. X kennt nur die Forderungshöhe und den Namen des Gläubigers.

X ließ sich vom GV den Nachnamen des Schuldners am Telefon vorsorglich buchstabieren. Der GV bestätigte zudem, dass er exakt den Schuldnernamen des Titels auf dem Schreiben an X übernommen hätte.

Danach muss der Nachname von X auch auf dem aktuellen Titel falsch aufgeführt sein.

Der Titel von 2000 wurde vor 7 Jahren von einer anderen Bank übernommen (Fusion).

X hat bis dato nichts Schriftliches in der Hand. Über 10 Jahre lang hat die Bank nichts unternommen. X hatte in der Zwischenzeit sogar Kredite aufnehmen können. Seine Schufa war ok!

Der GV deutete noch energisch an, dass X den Titel noch zugestellt bekäme!

Gegen die öffentliche Zustellung kann X stichhaltige Argumente darlegen. X vermutet, dass der falsche Name indirekt für die öffentliche Zustellung verantwortlich ist!

X möchte /muss Zeit gewinnen - weil er vollkommen überrascht ist.

Fragen:

Was kann X ohne Anwalt machen (Forderungsbetrag > 10000 Euro)!

Aus meiner Sicht kann X derzeit gar nichts unternehmen, da der Name auf dem Titel nicht exakt mit dem von X übereinstimmt. Aus dessen Sicht ist er derzeit doch gar nicht angesprochen, zumindest kann er sich darauf zu Recht berufen, oder?

1. Sollte er sich abmelden und woanders wieder anmelden!

2. Würde der Hinweis auf den fehlerhaften Nachnamen ausreichen, dass der Titel erstmal umgeschrieben werden müsste? Wenn ja - wie müsste man dies belegen?

3. Kann der Schuldner (mit richtigem Namen) Einspruch oder Ähnliches erheben, oder akzeptiert er dann den Titel mit falschem Namen so wie er ist?

4. Wann muss der Titel zugestellt werden, bzw. was meint der GV mit der Titelzustellung (s.o.)?









11. November 2010 | 09:49

Antwort

von


(2515)
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26135 Oldenburg
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Sehr geehrte Ratsuchende,


ob es wirklich Sinn machten wird, in diesem Fall ohne anwaltliche Hilfe vorzugehen, sollte X ernsthaft überlegen, da der Sachverhalt kaum dazu geeignet sein dürfte, selbständig tätig zu werden. Dieses aber nur als kostenlose Vorbemerkung:


X kann nach § 766 ZPO beim Vollstreckungsgericht Erinnerung einlegen, was unverzüglich geschehen wollte, um damit zunächst die Vollstreckungsmaßnahmen zu stoppen. Kann X die Namensverwechselung glaubhaft machen, kann das Vollstreckungsgericht auch im Wege der einstweiligen Anordnung vorab die Vollstreckung stoppen.


Es müssten aussagekräftige Unterlagen beigebracht werden, aus denen sich die Namensverschiedenheit glaubhaft machen läßt. Dann müsste der Titel umgeschrieben werden, so dass die Vorgehensweise der Gerichtsvollziehers, wenn ihm die Namensabweichung bekannt ist, eigentlich nicht nachvollziehbar ist. Sowohl Meldebescheinigungen, als auch Personalausweis sollten vorgelegt werden können.


Ein Ab- und Anmelden führt nicht zur Klärung der Angelegenheit, kann allenfalls kurzfristig Aufschub bringen. Hier sollte aber der Titel insgesamt und die Vollstreckung "bekämpft" werden, da mit diesem Titel auch andere Zwangsvollstreckungsmöglichkeiten ansonsten betrieben werden könnten.


Der "richtigte" Schuldner kann gegen eine Titelumschreibung selbst nichts unternehmen.


Ein Titel muss VOR der Zwangsvollstreckung zugestellt werden, wobei dieses aber auch unmittelbar, also ein paar Sekunden vor Durchführung der Zwangsvollstreckung geschehen kann.



Aber nochmals zurückkommend auf meine Einleitung: Hier sollte X sicherlich ohne anwaltliche Hilfe nicht tätig werden.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 11. November 2010 | 11:49

Anwalt ja oder nein. Glauben Sie mir - ich würde gerne einen Anwalt beauftragen, aber ich muss ehrlich sein, ich habe nicht so viel Geld! Und Prozesskostenhilfe funktioniert bei mir leider nicht!
Ich nutze solche Portale um überhaupt irgedwie durchzukommen!


Sehen Sie sich folgendes Schreiben bitte an:
Ist das so ok?

An
das Vollstreckungsgericht

Am X.XX.XXXX wurde von GV Y ein Schreiben
in den Briefkasten eingeworfen. Es wurde Herrn "Oskar Kahl" die Androhung in das bewegliche Vermögen angedroht. Eine Nachfrage ergab, dass es sich um einen Titel aus einem Versäumnisurteil des Landgerichts Hamm aus 2001 handelt (Az YYYY). Ich kenne diese Klage nicht. Es ist mir nie etwas zugestellt worden. Eine Rückfrage beim Landgericht ergab, dass die damalige Entscheidung tatsächlich gegen "Oskar Kahl" gerichtet war.

Ausweislich angefügter Ausweiskopie und Meldebescheinigung geht zweifelsfrei hervor, dass ich nicht Oskar Kahl, sondern Oskar Kuhl bin.


Ich lege daher Erinnerung gegen die Vollstreckungsmaßnahme ein!
"
Ist das so ok?"

Wie lange dauert die Titelumschreibung, wenn hier in Klage, Urteil und Titel "nur" ein Fehler vorlag?

Wie wirkt sich aber soetwas auf die Tatsache aus, dass hier eine öffentliche Zustellung vor 10 Jahren auf falschen Namen zustande kam?"


Grüße


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11. November 2010 | 11:55

Sehr geehrte Ratsuchende,


dieses stellt aber keine nutzungskonforme Nachfrage dar. Sie möchten nunmehr anwaltliche (Prüfungs-)Tätigkeit anhand eines konkreten Schreibens, was die Erstberatung deutlich übersteigt.

Daher ist es auch aufgrund der hiesigen Nutzungsbedingungen nicht möglich, diese Nachfrage so zu beantworten. Dafür müssten Sie einen Auftrag oder eine Direktfrage stellen.

Insoweit bitte ich um Verständnis, wenn ich auf de Entwurf nicht näher eingehe.


Die Titelumschreibung wird erfahrungsgemäß ca zwei Monate dauern. Die öffentliche Zustellung hat darauf keinen Einfluß.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Ergänzung vom Anwalt 11. November 2010 | 12:23

Sehr geehrte Ratsuchende,


Ihre "Bewertung" spiegelt Ihre Einstellung wieder. Sie wollen anwaltliche Tätigkeit über die ERSTberatung hinaus, aber dafür nicht zahlen und verstoßen so auch gegen die Nutzungsbedingungen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

ANTWORT VON

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