Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

nötigung Drohung mit einer Anzeige beim Finanzamt

| 20.03.2019 10:09 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


11:38

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frage geht um den Tatbestand der Nötigung. lt. § 240 Stgb II

ich hatte längere Zeit (5 Jahre) eine Untermieterin,welche endlich ausgezogen ist. Ausgemacht war eine sogenannte Inkusivmiete (warm).

Die Untermietetin steht inzwischen unter gesetzlicher Betreuung

Ein ihr zugewiesener ambulanter sozialer Betreuer (nicht der gesetzliche) hat mir nun einen Brief geschrieben, indem er die Nebenkostenabrechnung der letzen 5 Jahre von mir einfordert.
Aufgrund des Mietrechts (Inklusivmiete/Nebenkostenpauschale) denke ich hierfür nicht verpflichtet zu sein.
Dies nur zur Vorgeschichte, mietrechtlich habe ich mich schon erkundigt.

Aufgrund des Schreibens des sozialen Betreuers habe ich telefonisch Kontakt aufgenommen und ausgesprochen, dass aus meiner Sicht der Dinge hier kein Anspruch auf eine Nebenkostenaufstellung besteht, da es sich um eine vereinbarte Nebenkostenpauschale (inklusiv Miete warm) handelt. Daraufhin drohte er mir, wenn ich ihm nicht die Nebenkostenabrechnung sende werde er mich beim Finanzamt wegen Schwarzeinnahmen anzeigen.

Ich bin froh, dass ich einen Zeugen habe, der auch bereit ist dies zu bestätigen.
Ich habe den Herrn dann nochmal gefragt, ob ich es richtig verstehen würde, dass er mich beim Finanzamt wg. nicht angegebener Mieteinnahmen denunzieren wolle wenn ich die Nebenkostenabrechnungen nicht nachreiche. Dies hat er nochmal bestätigt und ich werde schon sehen, dass dies für mich alles übel ausgehen würde.

Also hat er mir deutlich 2 mal versucht mir mit einem empfindlicheren Übel zu drohen? Aus meinem Verständnis könnte es sich hier schon um versuchte Nötigung (§240 IIStGB) handeln, denn das eine hat mit dem anderen nichts zu tun?

Dies ist meine Frage an Sie.

Um eine rechtliche Einschätzung ihrer Seite wäre ich sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüssen

20.03.2019 | 11:02

Antwort

von


(2373)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie sehen das ganz richtig.

Stellen Sie Strafanzeige wegen versuchter Nötigung und informieren Sie auch das Betreuungsgericht von dem ungeheuerlichen Vorfall.

Unabhängig davon, dass Sie nicht zur Nebenkostenabrechnung verpflichtet sind, ist so ein Verhalten des Betreuers nicht zu akzeptieren.

So ein ".. wenn nicht, dann .." stellt dann die Drohung mit einem empfindlichen Übel dar.

Und wenn er auf Nachfrage es nochmals deutlich macht, um offensichtlich unberechtigte Forderungen durchsetzen zu wollen, ist der versuchte Tatbestand sicherlich erfüllt.

Lassen Sie sich den Vorfall so genau wie möglich vom Zeugen schriftlich bestätigen. Auchten Sie darauf, dass Sie dem Betreuer das Mithören eines Zeugen mitgeteilt haben.

Diese Bestätigung sollten Sie dann der Strafanzeige beifügen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 20.03.2019 | 11:27

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

vielen Dank für ihre Antwort. Nur eine Frage, ich habe dem Betreuer nichts von dem Zeugen berichtet, dazu war ich in diesem Moment viel zu fassungslos, aber er würde dies auf jeden Fall bezeugen. Kann ich eine Anzeige auch ohne dieser Bestätigung stellen?

Danke

mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 20.03.2019 | 11:38

Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie können die Anzeige auch ohne diesen Zeugen benennen.

Achten Sie aber auch künftig darauf, dass ein "Mithören/Mithören lassen" ohne Unterrichtung des Gesprächspartners selbst eine Straftat darstellen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 20.03.2019 | 11:55

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 20.03.2019
5/5,0

ANTWORT VON

(2373)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Kaufrecht, Strafrecht, Vertragsrecht, Sozialrecht