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american express trvellers cheques

10.04.2012 17:07 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


"Am 11.12.2010 erwarb ich am Flughafen Düsseldorf bei der Reisebank Travelers cheques im Wert von 2000,00 Eur.
Am 14.12 wollte ich den ersten check bei der Commercial Bank of Afrika (CBA) in Schanzu ( Mombasa, Kenia) einlösen. Diese war ca. 10km von meiner Ferien Wohnung entfernt. Dort teilte man mir mit, das keine Verbindung zu AMEX hergestellt werden könnte, ich möchte doch am nächsten Tag wieder kommen.
Am nächsten Tag selbiges Problem.
Am dritten Tag teilte man mir mit, es gäbe zwar eine Verbindung aber auch ein neues Problem! Die Schecks seien nicht verifiziert. Auf meine Frage, was man da machen könnte, erntete ich nur ein Schulterzucken und die Antwort: nichts.
Am Abend kontaktierte ich die Hotline (Info über die amerikanische Vorwahl währe sehr hilfreich gewesen). Die Info die ich bei schlechter Verbindung und schwer verständlichem Mitarbeiter bekam (amerikanisch ist halt nicht englisch) war: schicken sie die Schecks zurück nach Amerika, wir schicken ihnen neue. Nach meinem Einwand, dies würde nicht funktionieren da ich in Ostafrika wäre und dies auch nur noch neun tage, des weiteren in einer Privatadresse ohne Postzustellung, teilte der Mitarbeiter mir mit, es gäbe keine Alternative. Meine Freundin rief eine Stunde später noch einmal an und eine Mitarbeiterin teilte ihr mit wir mögen am nächsten Tag noch einmal zur Bank fahren und die Bank bitten die Hotline zwecks Problehmlösung anzurufen. Dies taten wir.
Die Bankmanagerin teilte uns mit, sie würden AMEX nicht anrufen, es gäbe aber ein Büro in Mombasa!
Bei angegebener Adresse angekommen, teilte man uns mit die Tätigkeit für AMEX sei vor einigen Monaten eingestellt worden! Wir sollten doch zur CBA in Mombasa fahren um das Problem dort zu klären. Bei der CBA in Mombasa teilte man uns mit, sie seien auch nicht zuständig!
Ich habe daraufhin das Geld für meinen restlichen Urlaub von meinem Konto per EC Karte geholt. Dies war aber nicht Sinn der Sache, da die 2000,00 Eur. nun auf meinem Konto fehlen.
In Kurzform:
Ich erwarb Schecks die bei ihnen nicht registriert wurden
Ich verlor zeit, da keine Verbindung hergestellt werden konnte.
Es wurde mir keine akzeptable Hilfe geboten.
Es entstanden mir Taxikosten.
Es entstanden mir kosten durch Konto Übehrziehung und ich musste meinen Dispo- erhöhen lassen.
Der Urlaub wurde mir gründlich vermiest!
Die Schecks wie auch die Quittung der Reisebank besitze ich noch.
Ich hätte nun gerne von Ihnen eine Stellungnahme und einen Vorschlag wie weiter zu verfahren ist
Mit freundlichen Grüßen"
Dies war mein schreiben an AMEX.
Als Lösung des Problems wurde mir nur angeboten, die Cheques nach England zu schicken, wobei der Herr bei Amex noch nicht einmal verstand, das ich schon seit zwei Monaten wieder in Deutschland war. Daraufhin teilte ich AMEX mit, ich würde die Cheques nur gegen Bargeld aus der Hand geben und keinesfalls verschicken. Seit dem bekam ich keine Reaktion mehr von AMEX!
Ich möchte mir das so nicht gefallen lassen, was kann ich machen?
mfg
klausl
P.S.:1.Ich frage mich was AMEX gemacht hätte, währen die Cheques gestohlen worden! Dann hätten auch so neue ausgestellt werden müssen.
2.Die Cheques sind von AMEX nicht verifiziert worden, da (telefonische Auskunft) fälschungen dieser Nummern in Umlauf wahren. Ich habe aber die Kaufquittung der reisebank und AMEX die Meldung meiner personalien!

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung sowie Ihres Einsatzes Ihre Frage wie folgt beantworten:

1. Für einen Rückgriffsanspruch gegen AMEX nach Art. 40 ScheckG wegen Nichteinlösung der Schecks wäre erforderlich, dass sich dies nachweisen lässt durch eine öffentliche Urkunde oder durch eine datierte Erklärung einer Abrechnungsstelle, dass der Scheck rechtzeitig eingeliefert und nicht bezahlt worden ist.

Dazu müsste also die auf dem Scheck vermerkte schriftliche Bestätigung der Bank in Kenia vorliegen, bei der der Scheck eingereicht worden ist.

2. Ansonsten bliebe nur eine vertragliche Haftung von AMEX als Grundlage für einen Schadensersatzanspruch übrig.

Bei der Ausgabe von Reiseschecks sind die ausstellende Bank (AMEX), die ausgebende Bank (Reisebank) und ihr Kunde beteiligt.

Ein Vertragsverhältnis besteht dabei nur zwischen der ausgebenden Bank und Ihrem Kunden, nicht jedoch zwischen diesem und der ausstellenden Bank.

Daher besteht leider auch kein Raum für eine vertragliche Schadensersatzhaftung.

3. Ein Schadensersatzanspruch besteht jedoch grundsätzlich gegenüber der Reisebank.
Die Ausgabe nicht einlösbarer, da unverifizierter Reiseschecks stellt eine Pflichtverletzung nach § 280 Abs. 1 BGB dar.

Die daraus entstehenden Folgekosten wie Taxikosten und Kreditzinsen aus notwendig gewordener Kontoüberziehung können dabei geltend gemacht werden.

Nicht erstattungsfähig ist aber leider die vertane Urlaubszeit, da sich dieser Schaden nicht als finanzieller Schaden beziffert werden kann.

4. Die Reiseschecks können auch bei jeder Filiale der Reisebank gegen Bargeld rückgetauscht werden.

Auf diese Weise kann das Problem des Postversandes umgangen werden, da Sie dabei in der Tat die Verlustgefahr tragen würden.

Ich würde Ihnen empfehlen, zunächst die Schecks rück zu tauschen, bevor Sie ggf. Schadensersatzansprüche gegen die Reisebank erheben, um die Abwicklung des Rücktausches zu vereinfachen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer
Rechtsanwalt

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