Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zwangsversteigerung und Grunddienstbarkeit

| 27.09.2012 20:11 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren

ist es bei der Zwangsversteigerung eines bebauten Grundstückes immer der Fall, dass die eingetragenen Grunddienstbarkeitein erlöschen, oder gibt es Ausnahmen, und wenn ja, wie sind die gekennzeichnet bzw. charakterisiert?

Im vorliegenden Fall geht es um das Recht, ein auf dem zu versteigernden Grundstück liegendes Gebäude als Gaststättenobjekt zu nutzen.
Die Grunddienstbarkeit ist ohne weitere Hinweise auf Vorrang oder ähnliches im Grundbuch eingetragen.
Es gibt lediglich Vorrang für Rechte aus Abteilung III, die aber auch mittlerweile gelöscht sind.

Können Sie weiterhelfen, benötigen Sie ggfs weitere Informationen?

27.09.2012 | 21:59

Antwort

von


(758)
Wambeler Str. 33
44145 Dortmund
Tel: 0231 / 13 7534 22
Web: http://ra-fork.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:




Frage 1:
"Ist es bei der Zwangsversteigerung eines bebauten Grundstückes immer der Fall, dass die eingetragenen Grunddienstbarkeitein erlöschen, oder gibt es Ausnahmen, und wenn ja, wie sind die gekennzeichnet bzw. charakterisiert?"



Dies hängt davon ab, ob die Rechte des die Zwangsvollstreckung betreibenden Gläubigers vorrangig sind. Der Rang richtet sich dabei grundsätzlich nach der zeitlichen Reihenfolge
der Eintragung, wenn nicht ausdrücklich eine andere Ranganordnung mit dem betroffenen Rechtsinhaber vereinbart wurde.

Nach Ihrer Schilderung scheint ein Nachrang der Grunddienstbarkeit vorzuliegen ("Es gibt lediglich Vorrang für Rechte aus Abteilung III"). In genau diesem Fall erlischt die Grunddienstbarkeit, da diese dann nicht in das sog. "geringste Gebot" fiel.
Das geringste Gebot erfasst im Versteigerungstermin die bestehenbleibenden Rechte wertmäßig, § 41 I ZVG . Das Erlöschen der Grunddienstbarkeit ergibt sich aus § 52 I ZVG .

Eine Ausnahme von diesem Grundsatz gilt bei der Vollstreckung in Wohnungseigentum wenn die voraussetzungen des § 52 II Satz 2 lit. b) ZVG vorliegen.


Für den Verlust des Rechts besteht nach § 92 I ZVG ein Anspruch auf Ersatz des Wertes aus dem Versteigerungserlös .











Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Raphael Fork, Rechtsanwalt


Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-


Rechtsanwalt Raphael Fork

Rückfrage vom Fragesteller 27.09.2012 | 23:00

Vielen Dank für die Antwort.

Zu "Der Rang richtet sich dabei grundsätzlich nach der zeitlichen Reihenfolge der Eintragung" ist nun die Frage, wie die Reihenfolge bewertet wird.
Hat der ältere Eintrag den Vorrang oder der jüngere?
Spielt die Abteilung eine Rolle beim Rang?
(Der betreibende Gläubiger hat -natürlich- den Eintrag in Abteilung III, die Dienstbarkeit ist in Abt. II; kann sich da die Versteigerung nur auf Abt. III beziehen und Abt. II bleibt unberührt?).

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.09.2012 | 23:14

Nachfrage 1:
"Hat der ältere Eintrag den Vorrang oder der jüngere?"



Es hat grundsätzlich der ältere Eintrag Vorrang.




Nachfrage 2:
"Spielt die Abteilung eine Rolle beim Rang?"

Sind Rechte in unterschiedlichen Abteilungen eingetragen, geht ebenfalls nach § 879 I Satz 2 BGB der ältere Eintrag vor.

Bewertung des Fragestellers 27.09.2012 | 23:27

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Vielen Dank, Sie haben mir rasch sehr geholfen.
Freundliche Grüße!

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Raphael Fork »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27.09.2012
4,8/5,0

Vielen Dank, Sie haben mir rasch sehr geholfen.
Freundliche Grüße!


ANTWORT VON

(758)

Wambeler Str. 33
44145 Dortmund
Tel: 0231 / 13 7534 22
Web: http://ra-fork.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Sozialrecht, Arbeitsrecht, Zivilrecht, Verwaltungsrecht, Miet und Pachtrecht