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Grundschuld, Zwangsversteigerung

13.11.2006 08:56 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm


Ich bin alleiniger Besitzer eines Hauses auf das eine Grundschuld als Sicherheit für die Kredite meines Ehepartners eingetragen ist. Diese Kredite kann mein Ehepartner seit Jahren nicht mehr bedienen. Die Bank hat jetzt ohne Kündigung der Grundschuld die Zwangsversteigerung meines Hauses beantragt.
Muß die Bank Form und Fristen zur Fälligstellung der Grundschuld einhalten? Ab wann laufen die Grundschuldzinsen ? Kann ich die Ablösung der Grundschuld selbst verlangen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Muß die Bank Form und Fristen zur Fälligstellung der Grundschuld einhalten?
Die Sicherungsgrundschuld wird nach der bei ihrer Bestellung vereinbarten, ins Grundbuch aufgenommenen Vereinbarung fällig; ansonsten gilt für die Kündigung § 1193 BGB. Hiernach wird das Kapital der Grundschuld erst nach vorausgegangener Kündigung fällig. Die Kündigungsfrist beträgt in diesem Fall sechs Monate.

Ab wann laufen die Grundschuldzinsen ?
Der Anfangszeitpunkt der Verzinsung richtet sich nach der Einigung bei Bestellung der Grundschuld und muss sich aus der Eintragungsbewilligung ergeben. Sollte eine solche ausdrückliche Angabe jedoch fehlen, ist der Anfangszeitpunkt für die Verzinsung durch Auslegung zu ermitteln. Hierbei ergibt sich regelmäßig, dass der Verzinsung mit der Eintragung anfängt.

Kann ich die Ablösung der Grundschuld selbst verlangen?
Durch Zahlung auf die Grundschuld wandelt sich die Grundschuld in eine Eigentümergrundschuld um und die Zwangsvollstreckung ist abgewendet.

Bitte beachten Sie, dass die Wahrnehmung von Rechten und Pflichten nur bei Kenntnis sämtlicher Einzelfallumstände möglich ist. Um größtmögliche Sicherheit zu erlangen, sollten Sie sich in diesem Verfahren von einem Anwalt Ihres Vertrauens vertreten lassen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de

Nachfrage vom Fragesteller 13.11.2006 | 11:46

Vielen Dank für die Antwort - hier meine Nachfrage:

Die Grundschuld (50.000DM)und der Zinssatz (18%)wurden im Jahr 2000 eingetragen. Die Bank will mir den Zinsbetrag nicht nennen, der aufgelaufen ist.

Verjähren Grundschuldzinsen?
Kann ich mit der Tilgung der eigentlichen Grundschuld ohne Zinsen die Zwangsversteigerung abwenden?
Muß die Bank die Grundschuld herausgeben, wenn die Zinsen nicht getilgt sind?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.11.2006 | 15:52

Verjähren Grundschuldzinsen?
Ja: Drei Jahre beginnend mit Ende des Jahres in dem der Zinsanspruch entstanden ist.

Kann ich mit der Tilgung der eigentlichen Grundschuld ohne Zinsen die Zwangsversteigerung abwenden?
Nein, da die Zinsen der zusätzlichen Sicherung dienen und damit von dem Sicherungsumfang mit umfasst sind.

Muß die Bank die Grundschuld herausgeben, wenn die Zinsen nicht getilgt sind?
Nein, die Zinsen gehören zur Hauptforderung. Eine Zwangsversteigerung kann aber dann nur in der Höhe der Zinsen stattfinden. Außerdem ist in dem Anordnungsbeschluss des Vollstreckungsgerichts die Höhe der Forderung mit Zinsen angegeben. Durch Zahlung in voller Höhe kann die Zwangsversteigerung dann abgewendet werden.

Ich erinnere noch einmal daran: Um schon im Vorfeld Druck auf die Bank ausüben zu können, die gesamte Forderung zu nennen, und um Ihre Rechte zur Abwendung der Zwangsvollstreckung wahrzunehmen (so z. B. durch die einstweilige Einstellung nach § 30 a ZVG), sollten Sie einen Rechtsanwalt im Bereich des privaten Baurechts beauftragen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

RA Timm

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