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Was kann ich gegen meinen Anwalt unternehmen, der im Arbeitsrechtprozess Mist gebaut hat?


22.09.2006 09:45 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Kurze Frage : was kann ich gegen meinen Anwalt unternehmen, der im Prozess Mist gebaut hat? Ein Vergleich wurde schon geschlossen.

Lange Erläuterung: Mein Angestellter klagt gegen Kündigung. Mein erster Prozess. Ich nehme mir einen Anwalt ( Fachanwalt für Arbeitsrecht, guter Ruf, viele Jahre Berufserfahrung, wurde mir von sehr kompetenter Person empfohlen.). Im Sühnetermin merkt jeder, dass der Richter absolut für den Kläger ist. Zweiter Termin: Der Richter ist ganz doll gegen mich. Mein Anwalt ist schlecht vorbereitet. Alles, was er schriftlich eingereicht hat, wird - und ich glaube sogar mit Recht – zerrissen: Zahlen verkehrt; Namen vertauscht; Tippfehler; auf eine wichtige Sache nichts erwidert und keinen Beweisbeleg dabei; schlechte Beweise eingereicht; falsche Sachen aufgeführt, die gesetzlich nicht ok sind +++. Dann hat mein Anwalt wichtige Dinge, die ich ihm erzählt hatte, verschwiegen ( weiß der Gegner ja nicht ) und kam vor Ort plötzlich an
„ vielleicht kommt der Kläger ja noch damit an “. Die ganzen Monate hatte mein Anwalt gesagt: „alles bestens, gewinnen wir 100 %, Gegner kommt mit Klage nicht durch“. In diesem 2. Gerichtstermin wollte er mich in jeder Pause zum Vergleich überreden, obwohl wir ja angeblich bombensicher dastanden. Schließlich stand ich durch gewisse Umstände als Lügner da, mein Anwalt hat nicht geholfen, dabei hätte er sogar einen Antrag auf Befangenheit gegen den Richter stellen müssen ( hat mir hinterher jemand erzählt, als ich die Art der Befragung des Richters ausführlich dargestellt hatte ). Der Richter erpresst uns gewissermaßen zum Vergleich ( sonst Strafverfahren wegen Lüge oder so ). Ich stimme notgedrungen zu. Wenn ich diesen Prozess verloren hätte, hätte ich Widerspruch eingelegt und mir einen neuen Anwalt gesucht.
Was mich auch wundert: warum will der Gegner einen niedrigen Vergleich – wenn er an diesem Tag und mit diesem Richter gewonnen hätte, ( was ganz sicher ist ) hätte er viel, viel mehr Geld bekommen. Ich glaube sogar, dass die beiden Anwälte sich abgesprochen haben, obwohl sie sich angeblich nicht kennen, aber ihre Praxen sind benachbart. Kann ich mich jetzt noch wehren?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

1. Gegen die Schlechtleistung eines Anwalts stehen dem Mandanten zumindest zwei Wege offen:

a. Schilderung des Sachverhalts gegenüber der örtlichen Anwaltskammer (finden Sie im Internet). Diese wird dann „ermitteln“.

b. Geltendmachung eines Schadensersatzanspruches gegen den Anwalt. Anspruchsgrundlage wäre eine Pflichtverletzung aus dem Anwaltsvertrag (Geschäftsbesorgungsvertrag). Hierzu wäre die Einschaltung eines weiteren Anwalts dringend anzuraten, da eine entsprechende Pflichtverletzung schwer zu beweisen sein wird und die Erfolgsaussichten vorher geprüft werden müssten.

2. Den Vergleich können Sie fristgerecht widerrufen, wenn dies nicht im Vergleich ausgeschlossen worden ist. Dann wird weiter verhandelt.

Ergänzen möchte ich noch folgendes:

In einem Arbeitsgerichtsverfahren kann man im Vorfeld schwerlich 100%ige Aussagen über die Erfolgsaussichten machen. Vieles hängt von dem Vorbringen beider Seiten ab und von der Einschätzung durch den Richter. Die Lösung über einen Vergleich kann frühzeitig Rechtssicherheit und eine Verringerung der Prozesskosten mit sich bringen. Hier sollten Sie das Gespräch mit Ihrem Anwalt suchen, bevor Sie weitere Schritte gegen ihn unternehmen. Versuchen Sie, dass Honorar zu mindern.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

M. Timm
-Rechtsanwalt-
www.peukerttimm.de
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