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Von Freundin wegen Betruges angeklagt - ich bin unschuldig, was kann ich tun?


30.07.2007 04:16 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

ich stehe kurz vor dem Verzweifeln.

Meine ehemalige Freundin hat mich verklagt und nun habe ich noch eine Strafanzeige wegen "verschiedener sonstiger Betrugsarten" in einem Zeitraum von 15 Monaten bekommen. Letzte Woche war ich auf Grund der Vorladung bei der Polizei und wurde auch Erkennungsdienstlich behandelt. Da ich zur Zeit sehr viele familiäre Probleme habe, war ich sehr wenig an meiner Meldeadresse, sondern viel bei meinen Eltern. An meiner Meldeadresse wurde mein Namensschild öfter entfernt und somit konnte mich keine Post erreichen. Das ging soweit, dass eine Fahndung nach mir gestartet wurde. Sofort nachdem ein Polizist mir bei meinen Eltern dieses mitteilte, bin ich auch zur Vernehmung gegangen.

Ich möchte kurz die Geschichte zusammen fassen:

Im Jahre 2003 kam ich mit meiner damaligen Freundin zusammen. Dem entsprechend war ich auch öfter bei Ihr. Ihr Vater konnte mich niemals wirklich leiden und hetzte (immer schön versteckt, so dass ich es bis heute nicht beweisen kann) gegen mich. Zur damaligen Zeit hatte ich den Traum eine Firma zu eröffnen, die sich auf Web Design spezialisiert. Also fing ich im Jahre 2004 an, die Web Seite für meine Firma (die noch nicht gegründet war) zu erstellen. Diese Seite hatte ich bei meiner damaligen Freundin auf dem Rechner gespeichert. Ich selbst war zu diesem Zeitpunkt (wie auch heute wieder) arbeitslos. Meiner damaligen Freundin war meine wirtschaftliche Lage bekannt. Sie wußte, daß ich nur Sozialhilfe bekomme. Ich hatte auch bis Ende 2004 meine eigene Wohnung in einer anderen Stadt. Als ich meine Wohnung im Dezember 2004 aufgelöst hatte, habe ich meiner damaligen Freundin meine Möbel geliehen, weil diese keine eigenen Möbel hatte. Der grund warum ich meine Wohnung gekündigt hatte, war die Schwangerschaft meiner damaligen Freundin. Wir hatten die Absicht zusammen zu ziehen. Wir hatten auch schnell eine Wohnung für uns gefunden, allerdings lag der Mietpreis bei 700 Euro und ich musste ja noch die Kündigung meiner alten Wohnung abwarten. Sie hatte den Mietvertrag für die neue Wohnung unterschrieben und meine geliehenen Möbel auch schon in der neuen Wohnung. Auch in dieser Wohnung war ich öfter zu Gast, weil ich ja mit Ihr zusammen war. Der Vermieter war ein bekannter der Familie meiner ehemaligen Freundin. Sie hat dann die Wohnung verloren, weil sie seit November keine Miete mehr gezahlt hatte. Natürlich war der schuldige schnell gefunden, nämlich ich. Sie hatte Ihr monatliches Einkommen nämlich auf mein Konto überweisen lassen. Dem entsprechend habe ich sie als Verfügungsberechtigte eintragen lassen. Sie hat eine Karte bekommen und eine Pin, die Pin allerdings hat sie verloren (so sagte sie mir). Aus diesem Grund beauftragte sie mich, dass ich ihr Geld abholen sollte, dieses habe ich auch getan. Nachdem ich das Geld von der Bank geholt habe, hat sie es auch von mir bekommen. Nachdem sie aus ihrer Wohnung geflogen ist, haben erst meine Eltern uns aufgenommen, dass ging aber nicht lange gut, weil ihre 4 (!!!) Katzen, die Wohnung meiner Eltern verwüstet haben. In dieser Zeit ist sie auch mit ihren Katzen beim Tierarzt gewesen und hat Tabletten und Untersuchungen für die Katzen versucht mit falschem Namen zu erschleichen. Da sie den gleichen Vornamen trägt, wie meine Mutter, hat sie meinen Nachnamen angegeben, mit dem Hinweis, dass ich sie bald heiraten werde. Diese Absicht hatte ich nie. Meine Mutter erhielt darauf hin Rechnungen von diesem Tierarzt und setzte sich mit diesem in Verbindung. Eine Einigung konnte nicht erfolgen, daraufhin bekam meine Mutter einen Mahnbescheid, erst danach konnte die Situation bereinigt werden.

Nachdem wir bei meinen Eltern „raus geflogen“ waren, hat uns eine Freundin von mir aufgenommen. Auch diese Wohnung wurde von den Katzen zerstört. Unsere Beziehung wurde durch diese ganzen Strapazen und der Hetze (die ich immer noch nicht beweisen kann) vom Vater auf eine harte Probe gestellt, denn der Vater ließ ihre Wohnung nach ihrem Rauswurf räumen und hat meine Möbel angeblich einlagern lassen. Diese sollte ich dann auslösen, nur bei der angegebenen Möbelspedition reagierte man weder auf Anrufe noch auf Schreiben... somit wurden meine Möbel angeblich vernichtet. In dieser Zeit ist durch mehrere Gründe auch unsere Beziehung kaputt gegangen und es kam dazu, dass ich sie verlassen habe.

Nachdem ich unserer Beziehung beendigt hatte, wurde ich von ihr verklagt auf utopische Dinge... ich sollte ihren Kredit bezahlen,den sie für ihren Lebensstil aufgenommen hat, weiter sollte ich solche Dinge wie ihre Handyrechnung bezahlen, die sie verursacht hat. Dann wollte sie von mir auch die Mietschulden zur Hälfte haben, obwohl ich nie mit ihr zusammen gewohnt habe. Leider hatte ich zur damaligen Zeit keinen Anwalt und auch keine Ahnung, wie man sich ohne Geld einen Anwalt leisten sollte. Ich habe diese Klage ganz bitter verloren und muß nun über 8.000 EUR zahlen, die ich nicht habe.

Die Strafanzeige, die nun gekommen ist, umfasst eine Dinge, wovon ich nichts weiß. Zum Beispiel Warenbetrug auf meinen Namen und auf den Namen der Firma, die nicht existierte, aber ihrer Adresse, ich war es nicht, kann es aber nicht beweisen. Sie hat angeblich mehrere Zeugen. Ich soll auch pornografisches Material aus dem Internet gezogen haben und damit Geschäfte betrieben haben, auch diese Behauptungen sind falsch, auch hier kann ich nichts beweisen. Ich bin am Ende und weiß nicht mehr was ich machen soll.

Leider hatte ich vor dieser Beziehung eine andere Freundin, von der ich mir Geld geliehen hatte, was auch alles korrekt war. Leider konnte ich das Geld dann nicht zurückzahlen und wurde von dieser Freundin auch verklagt und habe eine Geldstrafe erhalte. Diese habe ich bezahlt.

Meiner Freundin hatte ich von dieser Klage erzählt und wußte aber nicht, daß es für sie ein „gefundenes Fressen“ ist. Denn genau in diese Kerbe hat sie und ihr Vater eingeschlagen und ich werde nun als Heiratsschwindler, Betrüger und Erpresser hingestellt.

Sie hat auch bei Freunden von mir, kurz nach dem ich mich von ihr getrennt hatte, angekündigt, daß sie mich um jeden Preis in das Gefängnis bringen will.

Das ich kein Engel bin, ist mir bewusst und ich habe auch viel Mist in meinem Leben gebaut, aber wie wehrt sich jemand, der dieses mal wirklich unschuldig ist, aber schon wegen Betrug vorbelastet ist???

Ich habe erstmal Gegenanzeige erstellt und hoffe nun auf einen Rat, was ich tun kann.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

gerade in Anbetracht der Tatsache, dass es bereits eine Vorverurteilung wegen Betruges gibt, werden Sie hier ohne anwaltliche Hilfe nicht weiter kommen.

Es droht nach Ihren Angaben eine erneute Anklage. Da offensichtlich eine Vielzahl von Vorwürfen gegen Sie erhoben werden, nicht nur wegen Betruges sondern auch wegen des pornografischen Materials, ist es unbedingt notwendig, dass Sie sich anwaltlich vertreten lassen.

Sie sollten hier unbedingt einen Rechtsanwalt aufsuchen. Dieser hat die Möglichkeit, Akteneinsicht zu beantragen. An Hand der Akteneinsicht kann dieser dann erst einmal genau feststellen, welche Vorwürfe gegen Sie genau erhoben werden und welche Beweismittel überhaupt vorhanden sind.

Erst wenn der Akteninhalt bekannt ist, kann überlegt werden, wie auf die erhobenen Vorwürfe zu reagieren ist. Es ist nur an Hand Ihrer Schilderung nicht bekannt, welche Beweismittel überhaupt vorhanden sein sollen. Dieses muss geklärt werden, da Sie nach Ihren Angaben unschuldig sind.

Darüberhinaus kann der Rechtsanwalt auch prüfen, ob hier ein Antrag auf Bestellung eines Pflichtverteidigers in Betracht kommt. Diese ist unter anderem dann der Fall, wenn

"wegen der Schwere der Tat oder wegen der Schwierigkeit der Sach- oder Rechtslage die Mitwirkung eines Verteidigers geboten erscheint".

Ob dieses der Fall ist, kann aber nur nach Akteneinsicht entschieden werden.

Ihre Sachverhaltsdarstellung zeigt bereits, dass es sich um komplexe Zusammenhänge handelt, die genau aufgeklärt werden müssen. Allein werden Sie nicht weiterkommen.

Das gilt auch für ein Vorgehen gegen die Freundin. Da beide Sachverhalte zusammenhängen, kann ich Ihnen nur dringend ans Herz legen, einen Rechtsanwalt zu beauftragen. Nur mit diesem gemeinsam können Sie sich gegen die Vorwürfe wehren.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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