Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Visumsangelegenheiten

| 04.10.2014 12:03 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Benjamin Pethö


Zusammenfassung: Familiennachzug von Eltern eines erwachsenen Deutschen, Par. 36 AufenthG

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin deutsche Staatsbürgerin. Meine Mutter lebt im Iran, ist neu verheiratet und hat noch 2 Kinder, eines davon ist minderjährig. Sie hat bereits mehrfach ein Visum zu Besuchszwecken erhalten und kommt seit einigen Jahren regelmäßig nach Deutschland, um mich zu besuchen.

Ich selbst bin voll berufstätig, habe ein gutes Einkommen und wäre finanziell in der Lage, für den Lebensunterhalt meiner Mutter aufzukommen.

Das Beantragen eines Visums für Besucherzwecke ein Mal im Jahr ist für meine Mutter mit sehr hohem Aufwand verbunden. Sie empfindet es zunehmend als menschenverachtend, dass sie ihr komplettes Leben, ihre finanzielle und familiäre Situation ausbreiten muss, nur um ihre Tochter zu besuchen. Die Antragsteller dort werden nach ihrer Aussage mit sehr wenig Respekt behandelt, die Gespräche finden in einem offenen Raum statt, sodass alle anderen Antragsteller die Beantwortung privatester Fragen mitbekommen. Stundenlange Wartezeiten, bis man in die Botschaft gelassen wird, auch bei Minusgraden im Winter sind keine Ausnahme.
Zudem Ist die Anreise zur deutschen Botschaft in Teheran eine Tortour.

Nun meine Frage:

Gibt es eine Möglichkeit, für sie ein Visum zu beantragen, dass mehrmalige Einreisen in die Bundesrepublik gestattet, beispielsweise für 5 Jahre? Das wäre eine Entlastung.
Oder gibt es sogar die Möglichkeit für sie einen Aufenthaltstitel zu bekommen, damit man Ihr das Beantragen eines Visums für die Einreise völlig erspart?

In Kanada und den USA gibt es für solche Zwecke meines Wissens die Möglichkeit zur Beantragung einer GreenCard.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!
Eingrenzung vom Fragesteller
04.10.2014 | 12:13

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Par. 28 Absatz IV iVm. Par. 36 AufenthG regelt den Nachzug von sonstigen Familienangehörigen, wie in Ihrem Fall die Mutter, zu einem erwachsenen deutschen Staatsangehörigen.

Voraussetzung hierfür ist die Darlegung einer "außergewöhnlichen Härte". Unter diesem unbestimmten Rechtsbegriff versteht man einen Lebenssachverhalt, nachdem die Besonderheiten des Einzelfalles nach ihrer Art und Schwere so ungewöhnlich sind, dass die Folge der Visumsversagung schwerwiegende Nachteile befürchten lässt. Typische Beispiele sind schwerwiegende Erkrankungen oder eine Behinderung. Ebenso kann das fortgeschrittene Alter mit Pflegebüdirftigkeit das Vorliegen einer außergewöhnlichen Härte begründen.

Wie Sie sehen, sehr geehrter Fragesteller, hat der Gesetzgeber in Ihrem Fall, Höhe Hürden aufgestellt. Sie können am Besten beurteilen, ob eine Antragstellung sinnvoll ist. Gerne berate ich Sie diesbezüglich auch eingehend.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Pethö
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 04.10.2014 | 13:46

Sehr geehrter Herr Pethö. Meine Frage ist nun, ob es Möglichkeit gibt ein Visum zu beantragen, dass mehrmalige Einreisen in die Bundesrepublik für einen weitergefassten Zeitraum gestattet, beispielsweise für 5 Jahre.

In Bezug auf den von Ihnen genannten Paragrafen scheidet diese Möglichkeit für mich eher aus. Eine außergewöhnliche Härte lässt sich in meinem Fall nur schwer begründen, und die Beantragung eines Aufenthaltstitels ist meines Erachtens demnach auch nicht sinnvoll, da meine Mutter nicht die Absicht hat, in Deutschland zu bleiben.

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.10.2014 | 20:44

Sehr geehrte Fragestellerin,

leider gibt es in Ihrer Kostellation für Ihre Mutter nicht die Möglichkeit ein längerfristiges Visum zu beantrage. Die von mir aufgezeigte Möglichkeit der Erteilung eines Aufetnthalttitels nach § 28 Absatz IV iVm. § 36 Absatz 2 AufenthG ist insoweit gegenwörtig die einzig mögliche Variante eines dauerhaften Bleiberechts,

Mit freundlichen Grüßen

Pethö
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 06.10.2014 | 18:37

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Auf meine Frage wurde nicht korrekt eingegangen, auch auf Rückfrage keine korrekte Antwort. Man gewinnt den Eindruck, dass der Anwalt schnell Geld verdienen wollte. Den von ihm zitierten Paragrafen findet jeder auch mit etwas einem Suchbegriff bei Google. Dafür muss ich nicht Jura studiert haben.
Alles in allem enttäuschend und verschwendetes Geld."
Stellungnahme vom Anwalt:
Die Fragestellerin ist augenscheinlich mit der Beantwortung der Frage unzufrieden, da Sie sich eine Lösung des Problems erhoffte, die nach der Sachverhaltsschilderung leider in der Form nicht möglich ist. Erstaunlicherweise leitet die Fragestellerin daraus ab, dass die Frage nicht korrekt beantwortet wurde. Das Argument, die Fragestellerin hätte bei Google nach einigem Recherchieren die Vorschrift des § 36 Absatz 2 AufenthG gefunden, überzeugt insoweit nicht, dass nachvollziehbarerweise die einschlägigen Vorschriften im Internet zu finden sind und vorliegend keine Rechtsfortbildung betrieben werden soll. Soweit die Fragestellerin die Auffassung vertritt, der Rechtsanwalt müsse -angesichts der Fülle rechtlicher Ausführungen im Internet- noch unveröffentlichte rechtliche Lösungen finden, möchte ich darauf hinweisen, dass diese Anschauung befremdlich erscheint, weil sie lebensfremd ist. Kurzum: Die Bewertung der Fragestellerin ist unagemessen und mitnichten korrekt.
Jetzt Frage stellen