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Verzögerung Fertigstellung Wohnung / Besitzübergang

| 22.10.2015 13:37 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Henning


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Wohnung gekauft. Zum Zeitpunkt des Kaufvertragsabschlusses befand sich die Wohnung im erweiterten Rohbau. Es wurde vereinbart das der Vertragsgegenstand nach vollständiger Fertigstellung zu erfolgen hat.
Als spät möglichster Termin für die Fertigstellung wurde 31.06. im Kaufvertrag aufgenommen.
Die endgültige Abnahme der Wohnung zwischen Verkäufer und Bauträger fand erst Anfang Oktober statt und der Grundbucheintrag für den Verkäufer (Auflassungsvormerkung für Käufer) steht noch aus.

Mit dem Verkäufer wurde vereinbart das die Wohnung bereits ab Juli unentgeltlich genutzt werden kann, Nebenkosten sind von mir zu tragen.
Allerdings ist es so, dass mit jedem weiteren Tag der sich verzögert die Bereitstellungszinsen die ich zahlen muss steigen.
Wie muss ich mich in so einer Situation verhalten? Kann ich diese Mehrkosten die anfallen dem Verkäufer in Rechnung stellen?
Dieser wiederum könnte sich diese dann vom Bauträger wiederholen?



Einsatz editiert am 22.10.2015 14:33:36

Einsatz editiert am 22.10.2015 15:35:48

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Sehr geehrter Fragesteller,

die von Ihnen gestellte Frage kann mit der erforderlichen Sicherheit nur unter Berücksichtigung der entsprechenden vertraglichen Vereinbarung beantwortet werden. Daher bitte ich Sie, mir die betreffenden Vertragsklauseln noch zukommen zu lassen - gerne auch per Email an meine hier hinterlegte Email-Adresse.

Damit Ihnen hierdurch nicht die inkludierte Nachfragemöglichkeit entgeht, bin ich gerne bereit, eine eventuelle Nachfrage dann per Email zu beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 26.10.2015 | 08:54

Hallo,

bzgl. der Fälligkeitsvoraussetzung ist vereinbart, dass das Vertragsobjekt vollständig fertig gestellt ist, die Auflassungsvormerkung im Grundbuch eingetragen ist und die Lastenfreistellung gesichert ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.10.2015 | 11:58

Hallo

und vielen Dank für den Nachtrag. Die Fälligkeitsvoraussetzung hatte ich bereits vermutet; dies bedeutet, dass - wie dargestellt - der Verkäufer zum Ersatz der Bereitstellungsprovision ab dem 01.07.2015 verpflichtet ist. Auf Ihre mögliche Schadensminderungspflicht hatte ich ja bereits hingewiesen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Henning
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 25.10.2015 | 15:31

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Übersendung der Unterlagen. Wesentlich ist das auf Seite 4, Ziff. I Abs. 4 des Kaufvertrages beurkundete, explizite Einstehen des Verkäufers für eine Bauzeitverlängerung über den 30.06.2015 hinaus. Diese Klausel erfüllt die Anforderungen an ein sog. absolutes Fixgeschäft, d.h. die Bauzeitenüberschreitung führt - wie anscheinend von Ihnen bereits vermutet - zum Verzug des Verkäufers. Das wiederum bedeutet, dass der Käufer Ihnen gegenüber für alle Verzugsschäden einzustehen hat.
Unklar ist jedoch die Kaufpreisfälligkeit. Ist diese an die Fertigstellung der Wohnung gekoppelt, würden in der Tat die Bereitstellungszinsen einen Verzugsschaden darstellen. Allerdings möchte ich auf die Sie treffende Schadensminderungspflicht hinweisen: Bei den heutigen Konditionen ist mitunter der Bereitstellungszins höher als der vertragliche Sollzins. D.h. eine Inanspruchnahme des Darlehens wäre in solche Fällen günstiger, als die Nichtabnahme. Ist dies bei Ihnen der Fall, wäre eine Alternative - falls der Darlehensgeber mitmacht -, die Darlehensvaluta auf ein auf Sie lautendes Konto auszahlen zu lassen und dieses Konto bis zur Grundschuldbestellung bzw. Fertigstellung an den Darlehensgeber zu verpfänden.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Henning
Rechtsanwalt


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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 26.10.2015 5/5,0
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